Steuern sprudeln und Erhöhungen für Beitragszahler folgen

Beitrag von wize.life-Nutzer

[f][/f]
Die neue Bundesregierung setzt die Koalitionsabsprachen
nach Vorstellung des Bundesfinanzministers um. Keine guten
Aussichten für Beitragszahler in Sachen Abgaben in der
Sozialversicherung. Auch die stetig wachsenden Steuern aus
Gründen der „kalten Progression“ bei Gehaltserhöhungen
werden nicht beseitigt oder zumindest abgesenkt. Ein
Arbeitnehmer muss derzeitig zwischen 30% und fast 50%
seines angehobenen Lohnes für erhöhte Steuern und Abgaben
leisten. Es gibt keine Anzeichen bei den Unionsparteien oder
Sozialdemokraten, für den arbeitenden und fleißigen Bürger
irgendwelche finanziellen Erleichterungen vorzunehmen und
die Gerechtigkeitslücke zu schließen. Im Gegenteil: Der Staat
erwartet aus Gründen der „Kalten Progression“ zwischen
2014 und 2017 annähernd 56 Milliarden Euro zusätzlich zum
eigentlichen Steueraufkommen. Da die rote Linie für
Steuererhöhungen für Besserverdienende von der Union in
den Koalitionsverhandlungen gezogen wurde, hat sich die
neue Bundesregierung darauf geeinigt, die Abgaben in der
gesetzlichen Krankenversicherung und der
Pflegeversicherung, besonders für Arbeitnehmer und Rentner,
zu erhöhen. So paradox es klingt, zunächst soll der
Beitragssatz in der gesetzlichen Krankenversicherung von
15,5% auf 14,6% abgesenkt werden, aber: Die Hälftelung
(7,3%) steht für die meisten Arbeitnehmer und Rentner nur
auf dem Papier. Für Arbeitgeber ist diese Hälftelung
festgeschrieben. Jede Krankenkasse ist berechtigt, den
Mitgliederbeitragssatz nach der individuellen
Ausgabengegebenheit zu erhöhen. Da die Lobbyistenverbände
der Leistungserbringer wie Ärzte in den eigenen Paxen und
Krankenhäuser kräftige Erhöhungen der Vergütungen
erwarten, ist für Kenner der Materie klar, schon bald steigen
die Beiträge über den heutigen Anteil von 8,2%.
Hinzu kommt, dass der Bundesfinanzminister eine Kürzung
des Bundeszuschusses (Mitfinanzierung der
Familienversicherung) von jährlich 6 Milliarden Euro
vornimmt. Irgendwelche Maßnahmen der Einschränkung der
vielen unsinnigen Ausgaben bei den Kassen, die nichts mit der
Gesundung der Patienten zu tun haben, sind nicht
beabsichtigt. Dazu fehlt den Politikern der Mut.
Die geschilderten Wirkungen in der Krankenversicherung
und die vorgesehene Beitragsanhebung in der
Pflegeversicherung, verbunden mit den Steigerungen der
Lebenshaltungskosten in diesem und im nächsten Jahr, sind
keine guten Aussichten für Rentner. Beabsichtigte
Rentenerhöhungen in diesem und im nächsten Jahr wirken
sich im Nettoeinkommen des Einzelnen auf jeden Fall negativ
aus.
Günter Steffen

27809 Lemwerder

www.guenter-steffen.de