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Wie die Mafia Deutschland bedroht

Wie die Mafia Deutschland bedroht

Bernd Berke
07.04.2014, 22:22 Uhr
Beitrag von Bernd Berke

Salopp gesagt, war’s ein Mafia-Abend in der ARD. Gleich zwei Sendungen zur besten Zeit befassten sich mit der Organisierten Kriminalität. Zunächst hieß es „Vorsicht Mafia – Wie kriminelle Banden Deutschland bedrohen“. Dann talkte Frank Plasberg zum Thema, das er jedoch freihändig erweiterte.

Ob Polizei, Staatsanwälte oder Journalisten – sie alle können nur recht wenig Licht ins Dunkel der mutmaßlichen Mafia-Machenschaften auf deutschem Boden bringen.

Das Bauwesen unterwandert

Angeblich hat die sizilianische Cosa Nostra über zahllose Strohfirmen und systematische Schwarzarbeit inzwischen weite Teile des Bauwesens in Deutschland unterwandert. Die Folge sind Multimillionenverluste an Steuern und Sozialabgaben. Dies Geld ist fast immer unwiederbringlich dahin; selbst dann, wenn es einmal zu Verurteilungen kommt.

Die optisch unnötig aufgemotzte Reportage (schnell ziehende Unheilswolken, hart konturierte, blaustichige Bilder) stocherte allerdings zwangsläufig im Nebel. Immerhin sagte ein ausstiegswilliger Killer der Mafia aus, der schon einige Menschenleben auf dem Gewissen hatte und die deutschen Gesetze als viel „zu lasch“ bezeichnete. So werde das Land den Kampf gegen die Mafia verlieren, prophezeite er. Eine gruselige Vorstellung.

Ein Teil der Geschäftswelt

In Italien, wo die Anti-Mafia-Gesetze inzwischen ungleich härter sind (leichteres Abhören, Beweislastumkehr), hält sich die Mafia jetzt merklich zurück. Außerdem ist im vergleichsweise prosperierenden Deutschland ja auch mehr zu holen. So investieren die „ehrenwerten Familien“ hier inzwischen selbst in Windparks, wie die Mafia überhaupt ein Teil der Geschäftswelt geworden zu sein scheint.

Trotz aller Informationslücken war es eine alarmierende Dokumentation. Dass schnell etwas Entschiedenes geschehen muss, dürfte einleuchten.

Ruf nach dem starken Staat

Das alles reichte dem manchmal unerträglich selbstgefälligen Talker Frank Plasberg offensichtlich nicht. Er gab dem Thema anschließend einen anderen Drall. Für seine Sendung „Hart aber fair“ malte er eine ganz allgemeine Bedrohung an die Wand. Zudem gerieten vor allem bestimmte Migrantengruppen wie Roma und Araber in den Fokus des Verdachts. Von Hooligans und Rockerbanden war am Rande auch noch die Rede.

Statt die Themenbereiche säuberlich zu trennen, wurde bei Plasberg alles mit allem vermengt. Das Motto lautete: „Mafia, Jugend-Banden und Clans – Wer hat die Macht auf unseren Straßen?“

Wildes Durcheinander

Da ging’s ziemlich wild durcheinander, letztlich mit der Stoßrichtung, diffuse Angstgefühle vor allem älterer Menschen zu bedienen und den Ruf nach einem starken Staat herauszukitzeln. Natürlich gibt es genügend Anlässe zur Sorge und auch zur rechtsstaatlichen Gegenwehr, wer wollte das leugnen. Ist aber solche Zuspitzung und Panikmache das richtige Rezept?

3 Kommentare

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Gar nicht viel Zirkus machen , abschieben in ihre Heimat samt Familie . Den irgendwann bekommt der Staat das nicht mehr in den Griff. Und das ganze Geschwaffel von eingliedern in die Gesellschaft mal leicht ein Lachkrampf bekommen als wenn das irgend jemand von denen für ernst nimmt . Und wenn jemand nach 20 mal ergreifen in Besitzt von Rauschgift ist und immer noch frei rumläuft weil die Richter meinen man könnte den armen Jungendlichen noch in die Gesellschaft eingliedern, da muss ich mich ernsthaft fragen ob die Richter einen an der Waffel haben .
  • 08.04.2014, 10:57 Uhr
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Ich glaube, wir haben wirklich andere Probleme in Deutschland:
Berlin: 90% der Jugendlichen im Gefängnis sind Muslime.
Ein Haftplatz kostet ca. 80 € je Tag
2010 saßen 900 Intensivtäter, davon 79%, also 711 mit Migrationshintergrund.
711 Insassen x 80,- € je Tag = 56.800,- € Täglich x 30 Tage = Monatlich 1.706.000,- € und in 12 Monaten = 20.500.000 € Jährlich, für Jugendliche Migrations - Intensivtäter allein in Berlin.
Ein Kindergarten kostet heute etwa 2,1 Millionen €
In Berlin werden Jährlich 10 Kindergärten ausgegeben für Straftäter mit Migrationshintergrund. Deshalb werden die Jugendlichen Straftäter von den Richtern wieder auf die Straße geschickt, mangels Finanzen. Auch nach 20. Mal lässt man Intensivtäter laufen.
Wie kann es sein, das wir trotz der schlimmsten Finanzkrise seit Jahrzehnten, gewalttätigen jugendlichen Migranten aus unseren Steuergeldern in allen Bundesländern Boxkurse bezahlen, in denen sie lernen, wie man Menschen richtig zusammenschlägt? Toll !!!
  • 08.04.2014, 00:49 Uhr
Bernd Berke
In dem Fernsehbericht ging es praktisch ausschließlich um die italienischen Zweige der Mafia.
  • 28.05.2014, 15:12 Uhr
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