Erfolgreiche Vielfalt mit SOS-Kinderdorf in der Hauptstadt
Erfolgreiche Vielfalt mit SOS-Kinderdorf in der Hauptstadt

Erfolgreiche Vielfalt mit SOS-Kinderdorf in der Hauptstadt

SOS-Familienzentrum Berlin

Die drei SOS-Kinderdorf-Einrichtungen feierten wieder eine gelungene SOS-Kinderdorf-Woche

Berlin, 10. April 2014 – Nach dem großen Erfolg im letzten Jahr haben die drei Berliner SOS-Kinderdorf-Einrichtungen auch 2014 wieder ihre Pforten geöffnet. Am 3., 9. und 10. April gewährten das SOS-Berufsausbildungszentrum Berlin, das SOS-Kinderdorf Berlin-Moabit und das SOS-Familienzentrum Berlin Einblicke in die Vielfalt ihrer wertvollen Arbeit. Im Rahmen der 5. Berliner Stiftungswoche vom 1. bis 11. April unter dem Motto „Vom Leben in der Stadt“ konnten alle kleinen und großen Hauptstadtbürger hautnah miterleben, wie sich SOS-Kinderdorf in der Spreemetropole für sie einsetzt. „SOS-Kinderdorf bereichert unsere Stadt ungemein und unter¬stützt mit vielen Angeboten alle Bürger. Ob Kinder, Familien, Jugendliche oder Senioren, alle sind jederzeit willkommen! Das finde ich toll“, be¬schreibt ein Gast das Engagement des Vereins.

Auf dem Weg in ein selbstständiges Leben
Zum Auftakt diskutierten am 3. und 4. April zahlreiche Experten auf einer Fachtagung im SOS-Berufsausbildungszentrum Berlin das Thema Ver¬selbstständigung. Die Vorträge unter dem Motto „Optionen für den Übergang – Jugendliche in der stationären Erziehungshilfe auf dem Weg in die Eigenständigkeit“ befassten sich vorrangig mit jungen Menschen, die in pädagogischen Einrichtungen aufwachsen und heutzutage schneller erwachsen werden müssen. Am Mittwoch, den 3. April, hatten 20 Interessierte die exklusive Gelegenheit, den neuesten Erkenntnissen in zwei ausgewählten Vorträgen zu lauschen. Prof. Dr. Wolfgang Schröer von der Universität Hildesheim widmete sich mit seinem spannenden Referat den Veränderungen der Jugendphase: Junge Erwachsene benötigen heute oftmals intensive Unterstützung und Begleitung über das 18. Lebensjahr hinaus, auch jene, die in stationären Einrichtungen der Kinder- und Jugendhilfe aufwachsen. Dr. Florian Straus vom Institut für Praxisforschung und Projektberatung (IPP) in München erklärte in seinem Vortrag, es sei eines der wichtigsten Ziele, junge Menschen dabei zu unterstützen, ihr Leben selbst in die Hand zu nehmen und nach ihren Vorstellungen zu gestalten. Damit seien die Weichen für ein autarkes und gelungenes Leben gestellt. Und wer an diesem Nachmittag einen Einblick in die Praxis gewinnen wollte, war im SOS-Berufsausbildungszentrum Berlin ebenfalls richtig. Jugendliche Teilnehmer der Berufsorientierung unterhielten sich angeregt mit den Gästen über ihre ganz persönliche Motivation, ihre Wünsche und Ziele und erzählten anschaulich, wie ihnen die SOS-Kinderdorf-Einrichtung hilft, selbstständig zu werden.

Gesunde Tage im SOS-Kinderdorf Berlin-Moabit
Bei den „Gesunden Tagen“ am 10. April im SOS-Kinderdorf Berlin-Moabit ging es auch in diesem Jahr wieder hoch her: Rund 250 Kinder und Jugendliche, Eltern und Senioren folgten der Einladung, aktiv mitzumachen, sich zu informieren – und zu sehen, dass gesunde Lebensweise Spaß macht. Die Kleinen konnten beim Kinderyoga unter professioneller Anleitung der ehrenamtlichen Unterstützerin und Yogalehrerin Chris Pohl den Löwen oder die Giraffe in sich entdecken. Sophia Fayad, Ernährungsexpertin im SOS-Kinderdorf Berlin-Moabit, zeigte unterdessen den Eltern, wie man mit einfachen und kostengünstigen Mitteln eine gesunde Brotbox für Kita und Schule zusammenstellt. Und die fünfjährige Laura war besonders froh über die Sprechstunde des Allgemeinmediziners und Teddydoktors Dr. Eckhard Spree: „Jetzt braucht mein Kuschelbär endlich keinen Verband mehr. Danke, lieber Doktor!“ Auch Bienen und das Imkern in der Stadt spielten eine wichtige Rolle bei den „Gesunden Tagen“: Bei dem Projekt MOABEES konnten Schleckermäuler Stadthonig kosten und angehende Forscher Bienen unter dem Mikroskop beobachten. Hobby-Designer durften selbst lustige Bienen-T-Shirts drucken.

Blick hinter die Kulissen im SOS-Familienzentrum Berlin
Eine beliebte Institution in Hellersdorf ist das SOS-Familienzentrum Berlin. Und das seit über 20 Jahren. Die Hellersdorfer schätzen die zahlreichen Angebote und nutzen die kompetente Hilfe gerne und oft. Zum Beispiel die Erziehungs- und Familienberatung oder den Second-Hand-Shop. Herzstück des Familienzentrums ist das Treffpunkt-Café. Hier sind alle Menschen des Stadtteils willkommen und begegnen sich ohne vorherige Anmeldung oder notwendige Zugangsberechtigung. Sie tauschen sich aus und bieten sich gegenseitig Hilfe an, zum Beispiel beim Deutschlernen oder bei den Hausaufgaben. Am 10. April konnten 25 Berliner während einer Führung einen Einblick in die Einrichtung gewinnen. „Wir waren faszi-niert von der Vielfalt der Arbeit, die SOS-Kinderdorf hier leistet und freuen uns sehr, dass die Menschen in diesem Stadtteil eine Anlaufstelle haben, die ihnen hilft, ihren Alltag und das Familienleben zu meistern“, fasst ein Gast seine Begeisterung zusammen.

Über SOS-Kinderdorf Berlin
Träger der drei SOS-Kinderdorf-Einrichtungen in Berlin ist der SOS-Kinderdorf e.V., der sich seit fast 60 Jahren stark macht für die Bedürfnisse, Anliegen und Rechte von Kindern. Im Mittelpunkt der Arbeit stehen benachteiligte Mädchen, Jungen und Familien. Neben den SOS-Kinderdörfern sind in Deutschland und der ganzen Welt über die Jahre viele weitere SOS-Angebote entstanden: SOS-Kinder- und Jugendhilfen, SOS-Ausbildungszentren, SOS-Beratungszentren, SOS-Mütterzentren, SOS-Dorfgemeinschaften, SOS-Mehrgenerationenhäuser.