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Ich habe vorgesorgt!

Ich habe vorgesorgt!

25.04.2014, 10:08 Uhr
Beitrag von wize.life-Nutzer

Vorsorge bedeutet, alles vorweg zu ordnen und zu bezahlen, um nicht überrascht zu werden, die Kontrolle über das Leben zu behalten. Wir wollen doch den Angehörigen nicht noch zusätzlich finanziellen Aufwand zumuten, ihnen die Sorge um uns abnehmen, uns auf diese Weise ihre Liebe erhalten.
Wir leben in einer Zeit, wo den Menschen eingeredet wird, wenn du dich so verhältst brauchst du keine Angst vor dem Leben bis zum Ende haben. Alles ist gut organisiert, aber hoffentlich auch bezahlt.



Ärzte rühren die Werbetrommel für Vorsorge,

so lautete ein Werbezug der Kassenärzte. Sie wollten darauf aufmerksam machen, dass viele Krankheiten verhinderbar sind, wenn man rechtzeitige die dafür angebotenen Vorsorgemassnahmen der Krankenkassen in Anspruch nimmt, oder mal wieder igelt.
Vorsorge jegliche Art steht im Mittelpunkt von Werbung, die uns über die Medien erreicht, die Briefkästen verstopft und viele verwirrt von der Vielfalt der Möglichkeiten sich zu schützen. Nicht wenige sind ratlos, weil sie einfach nicht das Geld haben um sich abzusichern, denn Gesundheit muss inzwischen immer öfter zusätzlich bezahlt werden.

Vorsorgeangebote

gibt es auch im Bereich der Versicherungen. Von den Pflegeversicherungen bis zur Risterrente können wir uns absichern.
Wir müssen es nur tun. Wir brauchen nur unsere Verantwortung auf andere übertragen, ihre Dienstleistung in Anspruch nehmen.
Ja, wir sollen sogar, in die Zukunft, von der keiner weiss ob er sie erreicht, ob diese nicht ein völlig anderes Bild vom Leben entwickelt, investieren. So arbeiten und leben wir auf die Zukunft ausgerichtet, legen uns am Abend zufrieden ins Bett - wir haben für alles gesorgt, jetzt können wir endlich leben.

Selbst wenn sich alles als eine Illusion entlarvt,

sich Krankheit durch die Hintertür einschleicht, weil der Tod, wie ich von den Alten immer wieder sagen hörte, weil der Tod sich seine Ursache selber sucht, so finden sich auch dafür Anbieter der Vorsorge.
Jeder der genug Geld hat kann in seinen Tod investieren, ihm einen würdigen Ausklang geben.
Kostenlos hingegen ist noch das Patiententestament.
Es soll uns versichern, dass wir in Zeiten der eigenen Sprachlosigkeit, längst eine Antwort gegeben haben, die von den anderen ernst genommen wird - so hoffen wir jedenfalls.

Die andere Vorsorge?

Geht das Geld aus und können wir die Rundumversicherungen nicht mehr finanzieren schleicht sich ein Gefühl des Unwohlseins und der Angst ein. Wir fühlen uns schwach, sind verunsichert, ausgeliefert. Ausgeliefert an ein Leben, dass wir nur noch mit Hilfe der Versicherung: nichts kann schief gehen, zu bewältigen glauben.
Wir übersehen:
Auf der Suche nach der absoluten Sicherheit verlieren wir unsere Stärke.
Ich möchte sie an ihre Stärken erinnern. Stärken, die in jedem Menschen in schweren Situationen wachsen, neue Wege beschreiten lassen. Jeder trägt sie in sich - unsere innere Stärke will wahrgenommen sein. Dazu brauchen wir kein Geld aber Vertrauen zum Leben, Vertrauen, dass aus den Geschichten anderer aufsteigt, wenn wir ihnen zu hören und uns selbst erinnern wie viele Situationen wir im Leben schon gemeistert haben.

Eines Tages stürzte meine 86 jährige,

noch selbständige Tante. Sie lebte allein.
Als der Arzt eine Einweisung ins Krankenhaus anordnete zeigte sie auf den Schrank. Dort hatte sie eine Krankenhaustasche mit allen notwendigen Sachen zu stehen. So ersparte sie sich die grosse Aufregung, dass andere in ihren Sachen herum suchen mussten, mühsam alles zusammentrugen.

Das hat mir sehr imponiert.
Ich erkannte: Was nutzt alle Vorsorge, wenn wir die kleinen Dinge, die unseren Alltag bestimmen übersehen. Sie aber bestimmen unser Wohlbehagen und setzen Energie frei um gesund zu werden oder gelassen Abschied zu nehmen.
Lassen Sie sich inspirieren, um den Blick auf Ihre ganz persönliche Vorsorge zu lenken. Ich bin sicher in jedem Leben gibt es genug Begegnungen von denen Sie leben lernten und noch lernen...

© Margarete Noack

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