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Mehr finanzielle Sicherheit im Alter - Zehn-Punkte-Papier gegen Altersarmut

Deutscher Evangelischer Frauenbund Bayern
06.05.2014, 08:16 Uhr

FÜR MEHR FINANZIELLE SICHERHEIT IM ALTER Positionspapier des vzbv und seiner Mitgliedsverbände zum Thema Altersarmut und Altersvorsorge - vzbv und Mitgliedsverbände stellen Zehn-Punkte-Papier gegen Altersarmut vor

Der Bundesverband der Verbraucherschutzzentralen vzbv und die Mitgliedsverbände der Bundesarbeitsgemeinschaft der Seniorenverorganisationen BAGSO, zu denen auch wir vom Deutschen Evangelischen Frauenbund gehören, haben ein Zehn-Punkte-Papier gegen Altersarmut veröffentlicht.

Das umfangreiche Papier, das mehr einer Studie gleicht, stellt zu Beginn die Frage, wo denn Armut im Alter eigentlich einsetze? In den Mitgliedsverbänden der BAGSO zeigt ein erhöhter Beratungsbedarf älterer Menschen an, dass die Altersarmut steigt, dass immer mehr Menschen nicht mehr für sich selbst sorgen können:
"Altersarmut bedeutet schlicht: Die Altersbezüge reichen nicht aus, um ein gutes Leben zu sichern, grundlegende Bedürfnisse zu befriedigen und gesellschaftliche Teilhabe zu ermöglichen."

Ein Risiko zu verarmen besteht in unserem reichen Land bei monatlichen Mitteln unter 980 Euro. Altersarmut droht vor allem älteren alleinstehenden Frauen. Da immer mehr Erwerbsbiografien bei den aktuellen Entwicklungen und Schwankungen auf dem Arbeitsmarkt unterbrochen sind, steigert sich das Problem. Die Rentenansprüche sind gering, ein Vermögen, von dem im Alter gelebt werden kann, ist nicht vorhanden. Es entstehen vielfältige Ängste, im Alter nicht von der eigenen Rente leben zu können und sich die vielleicht nötig werdende Pflege im hohen Alter nicht leisten zu können. Privat finanzierte Vorsorge ist für viele schlichtweg nicht möglich.

Vzbv und BAGSO richten daher folgende zehn Punkte als Forderungen an die Politik:

-Reformen am Arbeitsmarkt: Eindämmung des Niedriglohnsektors und atypischer Beschäftigungsverhältnisse
-Mehr Investitionen in Bildung, Ausbildung und Qualifizierung
-Flächendeckender Ausbau der Kinderbetreuung auch für den schulischen Bereich
- Neubewertung typischer Frauenberufe und geschlechtergerechte Bezahlung
- Eine Rentenreform, die Erziehungs- und Pflegezeiten besser anerkennt
- Einführung einer angemessenen Absicherungsmöglichkeit der Berufs-/ Erwerbsunfähigkeit mit einem bezahlbaren Versicherungsschutz für Jedermann
- Einführung eines Vorsorgekontos als zusätzliches Marktangebot. Es ergänzt das bestehende, auf gesetzlicher Grundlage etablierte umlagefinanzierte System der Altersvorsorge um ein kapitalgedecktes System
- Mehr Preistransparenz bei der Anlageberatung durch Preis- und Kostenhinweise bereits zu Beginn des Beratungsgesprächs
- Stärkung der Honorarberatung
- Einheitliche Produktinformationen über Altersvorsorgeprodukte durch den
Anbieter

Das gesamte Papier können sie unter
http://www.bagso.de/fileadmin/Aktuel...14-04-2.pdf
downloaden.

www.bagso.de

3 Kommentare

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Warum haben wir nicht das " Schweizer Modell"? Alle Bürger zahlen in die Sozial-Versicherungssysteme ein. Die Höhe der Rente wird gedeckelt. Wie in der Schweiz erhält jeder Bundesbürger der in Deutschland geboren ist und hier erwerbstätig war eine monatliche Grundrente von 1.200.00 €, unabhängig davon wieviel er in die Rentenkasse eingezahlt hat.
  • 07.05.2014, 14:23 Uhr
Deutscher Evangelischer Frauenbund Bayern
Sehr geehrter Herr von Vrede,

vermutlich hat dies mit der immer wieder in den Medien propagierten Überzeugung zu tun, dass so eine Grundrente für alle nur ausgenutzt werden würde? Zusätzlich gibt es ja beim Schweizer Modell wirklich nur dies, alles darüber hinaus muss über Versicherungsunternehmen oder Ähnliches angespart werden. Damit bekommt der, der viel einzahlt (vor allem männliche Erwerbsbiographien) dann auch nicht mehr, als der, der wenig nur einzahlen konnte.
  • 12.05.2014, 12:49 Uhr
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Meiner Meinung nach geht es darum, das Rentensystem und überhaupt die Sozialversicherungssysteme zukunftssicher zu machen - nicht darum, die Versicherungswirtschaft durch Anlagemöglichkeiten zu fördern, die sich nur ein Teil der Leute leisten kann. Und wenn die schlecht wirtschaften, wird der Fonds oder die sonstige Anlageform dann mit Steuergeld gerettet, weil die Altersvorsorge von vielen Bürgerinnen und Bürgern dranhängt? Also besser gleich die Rente retten.
  • 06.05.2014, 15:09 Uhr
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