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Löcher in den Socken
Löcher in den SockenFoto-Quelle: uschi dreiucker / www.pixelio.de

Was Frauen wirklich denken: Ich war einmal reich... Sie auch?

Sonja Bissbort
Beitrag von Sonja Bissbort

Der Staat braucht Geld, Europa allemal, die Welt schon gar. Ein FOCUS-MONEY Beitrag titelte vor kurzem: "500 000 Euro sind bald nur noch 300 000 Euro." Bisher fühlte man sich als Nicht-Millionär irgendwie sicher, so als würden die vielfachen Maßnahmen von Reichensteuer und anderen Umverteilungsideen eben nur die anderen treffen.

Man hat gearbeitet, gespart, Rücklagen für das Alter gebildet, ein Häuschen gekauft und abgezahlt, war nie reich, aber auch nicht arm.


Und nun? Gilt heute und in Zukunft noch, dass unser Gespartes irgendwie sicher ist? Tatsache ist offensichtlich, dass Deutschland seine Reichen relativ gut behandelt, während die Mittelschicht und auch die deutschen Armen im Vergleich mit anderen OECD-Ländern viel mehr zahlen müssen, um die Ausgaben einigermaßen zu decken.

Dass in Deutschland die durchaus hohen und steigenden Steuereinnahmen nicht reichen, liegt an den noch höheren Ausgaben für alle möglichen Dinge, vor allem aber zur Bereinigung der Finanzkrise und Stabilisierung des Euros. "Wegen der Verpflichtungen für marode Südländer und bankrotte Banken stiegen" - so FOCUS-MONEY - "die Schulden der Bundesrepublik auf mehr als zwei Billionen Euro oder rund 80 Prozent des BIP, weit mehr als die laut Maastricht-Vertrag erlaubten 60 Prozent."

Wenn alles gut geht, kommen wir "normalen" Bürger wohl einigermaßen aus dem Ganzen heraus.


Wenn es so weiter geht und die hinter den im Grunde ruinösen Zinssenkungen stehende europäische Geldbeschaffungspolitik deutet darauf hin, wird es nicht sonderlich gut ausgehen. Schon heute bedeutet sie, dass Guthaben einfach so immer kleiner werden. Wenn es auch in Zukunft so weiter geht, werden unsere Sparstrümpfe ein paar Löcher mehr bekommen und die Millionen ganz privaten Renten-Sparschweine werden zur Kasse gebeten.

Ob dann aus 500 000 wirklich 300 000 Euro werden oder noch weniger? Analog aus 50 000 schließlich 30 000 Euro?


Ehrlich gesagt: ich mag den Gedanken nicht zu Ende denken. Er macht mir zu große Angst und zu viele Sorgen. Angesichts der staatlichen Rentenzahlungen war jeder Sparstrumpf der persönliche Anker im Sturm der Welt. Ein Strumpf, für den man ein Leben lang gearbeitet und bereits versteuertes Geld gespart hat, an dem man Tag für Tag gestrickt hat.

Vielleicht sollten sich unsere Politiker andere Maschen einfallen lassen, damit hier nicht Maschen fallen, die am Ende nichts mehr übrig lassen - allenfalls ein Gebilde, das einmal Sinn machte, warm hielt und sich dann in Luft auflöste. Als wären alle Mäuse dieser Welt darüber hergefallen.


5 Kommentare

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Nein reich bin und war ich nicht,kann aber singen,wenn ich einmal reich wär........
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..............und fühle mich heute noch so
Sogar noch reicher an Erfahrung.
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Definiere: reich! Ich habe zwar keine materiellen Reichtümer, aber ich bin reich, denn ich habe eine gemütliche Wohnung in einer schönen Stadt, genug zu Essen und was ich brauche, kann die Rechnungen bezahlen, kann leben, habe Interessen, Talente und Träume, eine tolle, liebe Tochter, einen freundlichen Hund, Freunde und Verwandte auf die ich mich verlassen kann - was will frau mehr?!
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NEIN ! ! !
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Das Ding an der Sache ist, dass Ersparnisse nicht sicher sein können, auch wenn die Versprechungen vor Jahren noch so schön klangen. Mit ehemaligen Mitarbeitern von Goldman Sachs und Konsorten in Regierungen und führenden Bankpositionen, was ist da anderes zu erwarten? Ohne goldgestützte Währungen, einen Freifahrtschein für luftgefüllte Banken'produkte' und Wetten auf Pleiten von Firmen und Staaten als Bankentagesgeschäfte, da kann nichts draus werden. Die Zeche zahlt der kleine Mann und sin Fru.
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