Ja was wird nun werden.Wahl zu Ende und der erste Wahlbetrug?!

Beitrag von wize.life-Nutzer

Abzusehen war es seit Tagen. Jetzt wird es wohl Realität. Weder Jean-Claude Juncker noch Martin Schulz sollen EU-Kommissionspräsident werden. Jedenfalls, wenn es nach dem britischen Premierminister David Cameron geht. Cameron hat sich jetzt aus der Deckung gewagt und einen überraschenden Alternativvorschlag gemacht.

Gestern weilte Cameron auf Blitzbesuch in Berlin. Aus Regierungskreisen sickerte durch, dass Cameron Merkel den frisch gewählten EU-Parlamentarier Martin Sonneborn von Der Partei als EU-Kommissionspräsidenten vorschlug. Merkel soll von Camerons Idee nicht begeistert sein. Schlussendlich ist es ihr jedoch wurscht, wer in Brüssel den Grüßaugust spielt! Hauptsache, man einigt sich. Irgendwie. Auf wen sei zweitrangig, so Merkel!

In Merkels und Camerons Abschlussstatement heißt es: Sonneborn ist unverbraucht. Seine offene Art, mit der er die Blaumacherei im EU-Parlament anprangert, trifft den Nagel auf den Kopf. Sonneborn und seine Partei sind wenig ambitioniert. Aber gerade das sichert den Regierungschefs der Mitgliedsländer weiterhin die freie Handhabung der Europa-Angelegenheiten. Und nur darauf kommt es an!

Den Einwand des grünen Europa-Abgeordneten Sven Giegold, der Sonneborn wegen seiner geplanten Personalrochade (Link dazu) Steuergeldverschwendung vorwirft, teilen Cameron und Merkel nicht. Schließlich hätte Giegold seine Parteikollegen Reinhard Bütikofer, Franziska Brantner und Werner Schulz auch gewähren lassen – die nur an 60 Prozent ihrer Ausschusssitzungen teilnahmen – jedoch ihren vollen Salär einstrichen! Schlimmer wird es bei Sonneborn sicher nicht. Da sind sich Merkel und Cameron einig. Und sollte es doch anders kommen, stört es sowieso niemanden!

An Juncker und Schulz appelliert Merkel, sie sollen die Flinte nicht ins Korn werfen. Sie seien geschätzte Europäer. Für die Position des EU-Kommissionspräsidenten käme allerdings nur Sonneborn infrage. Diese Entscheidung sei ausschließlich der Kompetenz geschuldet, nicht dem Parteibuch und auch nicht irgendwelcher Seilschaften!

aus der Onelinezeitschrift "Plenum"

Wer wundert sich noch über Eurokritiker und ihren Einflussgewinn?

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