Müll - in der Landschaft und im Meer
Müll - in der Landschaft und im MeerFoto-Quelle: DEF

Welt, Müll, Hitze, Flut - können wir nicht anders?

Deutscher Evangelischer Frauenbund Bayern

Der Journalist bei der Süddeutschen Zeitung Michael Bauchmüller, Autor einer ganzen Reihe von Artikeln zur Konsumkritik, zum Klimawandel und gewissenhafter Bearbeiter des Zukunftsthemas Nachhaltigkeit, nützt die Pfingstzeit, uns zum Nachdenken über unser aller Verhalten zu bringen, und ob wir uns nicht auf anderes verständigen müssten, angesichts der Bedrohungen unserer Welt durch die Veränderungen des Weltklimas.

Bauchmüller wählt den Vergleich mit einem Lottogewinner, der in seinem Überfluss so wenig mit dem Gewinn Maß zu halten versteht, bis schließlich nichts mehr davon übrig bleibt.

Alles würde knapper, die Rohstoffe, das reine Wasser, eine unvermüllte Natur. Es gibt kaum eine sorgsame Landwirtschaft, es werden kaum Rohstoffkreisläufe eingerichtet - denn das Upcycling macht Mühe, solche der Umstellung.

Uns allen sei nicht mehr eingefallen als ein Weiter so! Wir setzen weiter auf fossile Brennstoffe, um unser Wirtschaften mit der nötigen Energie zu versorgen, dabei wissen wir doch, dass diese endlich sind.

"Klimapolitik ist mehr als Kohle und CO₂ , sie ist auch mehr als nur der Kampf gegen die Erderwärmung. Sie ist die große Schwester aller Probleme, derer sich die Staaten nur gemeinsam annehmen können, sei es der drohende Phosphor-Mangel, die Überfischung der Weltmeere oder das Verschwinden von Arten."

Bisher tragen andere in anderen Erdteilen die Folgen, Verwüstungserscheinungen treten ebenso vermehrt auf wie Überflutungen. Dies bedeutet Hunger und Verlust der Lebensgrundlagen für Millionen Menschen. Aber wenn woanders gehungert wird ... Der Westen findet sich nicht zu Verhaltensänderungen bereit. Er seufzt bereits, es sei doch ohnehin zu spät. Immerhin wird nicht mehr so häufig wie vordem geleugnet, dass es einen Klimawandel gibt und dass er menschengemachte Ursachen hat. Auch die Schwellenländer haben oftmals bei den Weltklimakonferenzen betont, sie könnten ihre Wirtschaft nicht schwächen, in dem sie weniger schädliche Treibhausgase durch Verwendung sauberer Energien ausstoßen. Nur benutzen die Vereinigten Staaten dasselbe Argument. Und doch hat Präsident Obama jetzt verlauten lassen, er strebe eine Reduktion des Schadstoffausstoßes um 30 Prozent an, und selbst auch China kommen erste Signale eines Umdenkens.

Schafft es also die Welt, bis zum angedachten Zeitpunkt, der großen Konferenz zu Weltklima- und -sozialfragen 2015 in Paris, sich doch noch auf gemeinsame Standards zu verständigen? Wird die Welt "Post 2015" noch eine Chance bekommen? Oder können und wollen wir nicht anders?

Den Artikel können Sie online nachlesen auf
http://www.sueddeutsche.de/wirtschaf...e-1.1990114