Mütterrente
MütterrenteFoto-Quelle: uschi dreiucker / www.pixelio.de

Ältere Mütter müssen sich noch gedulden

Sozialverband VdK Bayern e.V.

Die höheren Mütterrenten werden erst im Laufe des Jahres ausbezahlt


Die Verbesserungen bei der Mütterrente greifen zum 1. Juli 2014. Doch auf den Rentenanpassungsmitteilungen, die jetzt verschickt worden sind, ist dies noch nicht berücksichtigt. Den Sozialverband VdK erreichen hierzu viele Anfragen.

Die Deutsche Rentenversicherung (DRV) weist darauf hin, dass sich die Auszahlung bis Ende 2014 verschieben kann. Viele Rentnerinnen haben sich sicherlich gewundert: Obwohl zum 1. Juli 2014 die Verbesserungen der Mütterrente Gesetz sind, steht davon nichts in den aktuellen Rentenanpassungsmitteilungen, die im Juni verschickt wurden. Diese Briefe informieren nur über die Rentenanpassung von 1,67 Prozent im Westen beziehungsweise 2,53 Prozent im Osten (siehe Artikel rechts). Die verbesserte Anerkennung von Erziehungszeiten für Kinder, die vor 1992 geboren wurden, ist darin noch nicht enthalten.

Grund zur Sorge oder gar zum Widerspruch gegen die DRV-Mitteilung besteht aber nicht: Frauen, die bisher schon eine Rente beziehen, in der ein Jahr Kindererziehungszeit für vor 1992 geborene Kinder berücksichtigt ist, bekommen unaufgefordert einen weiteren Bescheid von der DRV mit der Höhe ihrer Mütterrente zugesandt. Die Erhöhung wird rückwirkend zum 1. Juli in der zweiten Jahreshälfte ausbezahlt. Es muss kein Antrag gestellt werden, und es müssen keine besonderen Nachweise erbracht werden.

Auch dank des politischen Drucks durch den Sozialverband VdK profitieren 9,5 Millionen Bestandsrentnerinnen von der höheren Mütterrente. Wegen der hohen Zahl an Betroffenen brauche man aber Zeit, um die Reform umzusetzen, so DRV-Präsident Axel Reimann. Deshalb werde es zu den nachträglichen Auszahlungen kommen. Die meisten Mütter dürften sich schon im Laufe des dritten Quartals über ihre höhere Rente freuen. Laut DRV sollten bis Ende des Jahres dann alle Renten neu berechnet sein. (bsc)

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