Vom Bürgerkrieg zerstörtes Gebäude in Nasir (Upper Nile State, Südsudan)
Vom Bürgerkrieg zerstörtes Gebäude in Nasir (Upper Nile State, Südsudan)Foto-Quelle: (c) Andreas31 unter http://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/deed.de

Immer mehr blutige Bürgerkriege in Afrika - Flüchtlingsansturm auf Deutschland wird zunehmen

Beitrag von wize.life-Nutzer

Bereits vor Jahrzehnten hat der Club of Rome gewarnt: die wachende Übervölkerung und die steigende Not kommt in absehbarer Zeit auf Europa zu. In Teilen Schwarzafrikas werden immer blutigere Bürgerkriege zunehmen.

Jetzt sind wir soweit. Besorgniserregend dabei ist, dass es beispielsweise Frankreich, die seine ehemaligen 17 Kolonien immer unter strengster Aufsicht hatte. Die Lage nun nicht mehr unter Kontrolle hat und dies mit hochgerüsteten Fremdenlegionären, deren Zahl strengstens geheim gehalten wird, um innere Unruhen und Putschversuche im Keim zu erstickt. Dies zeigte sich nun in Mali und in Zentralafrika.

Das Märchen von den Glaubenskriegen

Bei uns werden gerne Glaubenskonflikte als Grund für das Gemetzel genannt. Wer die Region kennt, kann da nur lachen. Südlich der Sahara wissen die Menschen häufig nicht was Christentum oder Islam bedeuten. Ihr Gott ist der allmächtige Fetisch - ein Naturglaube der Religion, Medizin und Geheimdienst bündelt.

Sucht eine Frau das Weite und ihr Mann will sie wieder zurück haben, geht er nicht in die Kirche und betet. Er bezahlt umgerechnet rund 500 Euro bei einem Fetischeur - praktisch eine Art Priester und Wunderheiler und dank des Netzwerkes dieser oft steinreichen Zauberer ist die Frau innerhalb weniger Tage gefunden. Die vordergründige Entscheidung für eine der nördlichen Religionen hing und hängt weitgehend davon ab, wer mehr Geld und Geschenke verteilt.

Als Beweis für diese Aussage sei nur die Entwicklung im Sudan angeführt. Nach jahrelangen brutalen Kriegen zwischen dem "islamischen" Norden und dem "christlichen" Süden, kam unter aufwändigem internationalen Druck ein Friede zustande, der Süden durfte einen eignen Staat bilden. Doch kaum war diese Teilung gelöst, ging unter den "Christen" das Gemetzel wieder los. Die Religion spielte dabei keine Rolle, sondern, sie werden es erraten: es geht um die Verfügungsgewalt über die reichlichen Bodenschätze und das Erdöl. Christus ade.

Mittelalter in Afrika

Ein Grund für den schnell aufkeimenden Hass ist neben der Begehrlichkeit an die sprudelnden Einnahmequellen zu kommen, die Tatsache, dass es gerade in West- und Zentralafrika keine echten Staaten oder Nationen gibt. Die Macht liegt bei den herrschenden Clans und ihnen verbundenen Militärs. Diese von Europäern willkürlich geschaffenen Staaten kennen keine nationale Einheit. Dort geht es zu, wie in Europa während des Dreißigjährigen Krieges. Wer auf den bildlich gesprochen "Goldgruben" sitzt, hat ausgesorgt.

Aber es gibt 40 oder noch mehr Stämme, die auch gerne diesen Platz einnehmen würden. Das ist der Boden für grausame Konflikte. Hinzu kommt, immer mehr Mächte aus Asien und Europa, im Hintergrund die USA, die ihren Einfluss in Afrika stärken wollen. Die ersten und erfolgreichsten waren wieder einmal die Manager aus Peking. Während er Westen Billionen in aussichtslosen Kriegen verpulverte , kauften die Chinesen für einen Bruchteil des Geldes riesige Landflächen und ertragreiche Rohstoffminen auf. Ihr Vorteil: sie kommen nicht als ehemalige Kolonialherren und wenn sie da sind, erteilen sie nicht nur Befehle, sondern Tausende Arbeiter aus dem Reich der Mitte schuften wie Ihre schwarzen Kollegen; das macht Eindruck. In Afrika tobt mittlerweile ein Stellvertreter-Krieg zwischen den Wirtschaftsmächten.

Gefahr für Deutschland?

In besagten Ländern ballt sich jedenfalls ein gewaltiger sozialer Sprengstoff zusammen. Die Bevölkerung wächst atemberaubend, Kinder, Kinder, Kinder. Die Clans suchen sich die Begabten aus und lassen sie etwa in Mali studieren, weil Bildung ja so wichtig ist. Schätzungsweise 4000 Studenten verlassen in Mali jährlich die Universitäten. Das Land verfügt aber nur über etwa 500 geeignete Stellen. Bislang konnten Sie ihr Glück bei den früheren Kolonialherrn in Paris oder London suchen, da beherrschten sie bereits die notwendigen Sprachen. Nebenbei, wie gut, dass Deutschland seine Kolonien rechtzeitig abgeben musste. Doch die Aufnahmefähigkeit dieser Länder ist ausgereizt.

Und bekommt Frankreich erst einmal eine hochgescheite Präsidentin, ist Schluss mit lustig. Schon liegt die Forderung in der Luft, Deutschland müsse sich für die Zuwanderung aus Schwarzafrika öffnen. Bislang war der Druck aus Afrika auf uns vergleichsweise sehr gering. Das wird sich aber bald schlagartig ändern. Und ohne Vorurteile, die jungen Farbigen haben andere Sozialvorstellungen. Für sie gilt nur der Klan. Ausserhalb gelten für sie keine mitteleuropäischen Normen. Erschwerend kommt hinzu, dass diese Flüchtlinge über Frankreich oder England einen leichten Weg zu uns haben und praktisch alle das Asylrecht in Anspruch nehmen können. Denn in Afrika herrschen praktisch nur brutale Diktatoren, die ihre Futterplätze verteidigen.

Entwicklungshilfe eine Lösung?

Um die Befindlichkeit der Afrikaner nicht zu stören, spricht man lieber von "wirtschaftlicher Zusammenarbeit" als von "Entwicklungshilfe". Doch beide Begriffe sind bei Lichte betrachtet eher eine Lachnummer. Wäre die Sache nicht so traurig, könnte man launige Bücher schreiben, über die tatsächliche Praxis dieser Anstrengungen. Da arbeiten beispielsweise rund 90 Prozent aller in Togo ausgebildeten Ärzte in Frankreich. Da verdient man mehr Geld. Dafür schicken wir freiwillige Mediziner in den Busch. Bei den Berbern hat sich ein ehemaliger Politologe, den man los werden wollte, als gut bezahlter Berater angesiedelt, der nun den Berberfrauen beibringt, wie man Teppiche webt und und besser verkauft.

Als in Benin eine große Arzneimittelspende aus Deutschland ankam, unsortiert ohne Rücksicht auf Verfallsdaten, in Deutschland gab es dafür natürlich Spendenquittungen, nahm sie der Gesundheitsminister mit großem Tamtam in Empfang. Es waren auch ausreichend Appetitzügler dabei. Tage später lagen die Pillen schon in den Verkaufsläden der Monopolfirma "Benin-Pharma. Besitzer: der Präsident und sein Gesundheitsminister. Und dann gibt es noch die wahre Geschichte von den Schneepflügen in der Steppe. Ghana, damals eher Moskau als

Vorbild, hatte sich drei Flughäfen gewünscht. In der damaligen Planwirtschaft gehörten Schnellpflüge automatisch zu einem Airport. Nun stehen die Geräte immer noch in der Wüstensonne. Einer deutschen Entwicklungsministerin konnte man einreden, dass der Transport von Kakaonüssen aus dem Innland der Elfenbeinküste, mangels Eisenbahnen und brauchbaren Straße sehr beschwerlich und teuer sei. Da böten sich doch Zeppeline an, die keine Landepisten bräuchten. Flugs wurden zwanzig dieser Geräte bestellt und am Tag des Projektstartes gab es schöne Rede. Doch als sich die Fluggeräte auf den Weg machten, steuerten sie nicht wie vorgesehen die Küste an, sondern trifteten Richtung Sahara davon. Die Motoren waren zu schwach gegen die ständigen Stürme vom Atlantik her. Später flogen die Zeppeline Reklame für Bier über deutschen Volksfesten. Sicher es gibt auch erfolgreiche Projekte, wie die Züchtung einer besonders ertragreichen Maissorte. Und vor allen Deutschen die in die "Entwicklungshilfe" gehen, kann man nur den Hut ziehen. Kritisch betrachtet gibt es in Deutschland wesentlich kostspieligere, unsinnige Projekte.

Aber: das grundsätzliche Problem ist damit nicht zu lösen. Es ist ein demographisches: wächst die Bevölkerung stärker als das Wirtschaftswachstum verelendet das Land und Hungersnöte sind an der Tagesordnung.

Mit dem Pelzmantel durch den Busch

Kluge afrikanische Ökonomen sagen denn auch, man solle diese Form der "Hilfe" einstellen und lieber, die afrikanische Wirtschaft beleben. Nur zwei Beispiel: in Deutschland werden emsig Altkleider gesammelt, manche glauben gar sie seien für HartzV-Empfänger bestimmt. Mitnichten. Die Berge von Altkleidern kommen in große Container und werden nach Afrika oder andere arme Länder verschlifft. Dort stehen dann schon die Clan-Chefinnen - auch Mama Benz - genannt, nach ihren üblichen Dienstfahrzeugen, und kaufen tonnenweise die verdreckte, unsortierten Kleider auf. Über ein gigantischen Vertriebsnetz, dass sich praktisch über den ganzen Kontinent erstreckt, werden dann die Waren für 50 Cent oder einen Euro verramscht. Da wundert man sich auch nicht, wenn man gelegentlich junge Damen auf dem Weg zur Wasserquelle im Pelzmantel sieht.

Nur: Tausende von Arbeitsplätzen könnten für Frauen in Afrika geschaffen werden, wenn man mit diesem Unsinn aufhörte. Die einheimische Textilindustrie ist restlos zusammen gebrochen. Ähnlich verhält es sich mit den Unmengen von Fleischabfällen, die in Europa keiner mehr mag, und auf ähnliche Weise in die Dritte Welt kommen. Da hat die dortige Landwirtschaft überhaupt keine Chancen mehr.

Dieser Teufelskreis dreht sich immer schneller. Und irgendwann gebiert die Not den Hass und so schlau sind die jungen Eliten Afrikas auch, dass sie wissen, wo etwas zu holen ist.