Was hat zukünftig meine Kreditkarte mit meinem Arzt zu tun?
Was hat zukünftig meine Kreditkarte mit meinem Arzt zu tun?

Was hat zukünftig meine Kreditkarte mit meinem Arzt zu tun?

Beitrag von wize.life-Nutzer

...oder: Warum Bargeld noch immer interessant ist


Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe (CDU) sowie die Gesundheitsexperten der Koalition, Jens Spahn (CDU) und Karl Lauterbach (SPD) haben sich bereits darauf geeinigt, dass noch 2014 das E-Health-Gesetz in Deutschland auf den Weg gebracht werden soll.
Krankenhäuser und Ärzte werden vernetzt, sodass Arztbriefe, Medikamentenpläne, Labordaten etc., elektronsich übermittelt werden können.
Grundsätzlich keine schlechte Idee, wie ich meine. Der Postweg ist nicht immer der schnellste und in dringenden Fällen kann so Patienten schneller geholfen werden, wenn wieder einmal wichtige Informationen den behandelnden Ärzten nicht vorliegen.

Allerdings:

In nicht allzu ferner Zukunft sollen Ärzte beim Patienten prophylaktisch intervenieren können, wenn sich ein, der Gesundheit unzuträglicher Lebenswandel erkennen lässt. Ein System, welches bereits in den USA, wenn auch nur auf wenige Landesteile begrenzt, erprobt wird.

Wie soll das funktionieren?

Ganz einfach, so wie es heute schon funktioniert, dass Werbung der Firma XY bei bestimmten Webseiten erscheint, wenn man sich in im entsprechenden Werbeprotal einmal umgetan, oder gar etwas gekauft hat. Die Webseite lässt Werbung zu, die Anbieter kaufen Email-Adressen und verlinken sich.
Die Zukunfstmusik, die allerdings schon unseren Poltikern in den Ohren klingt, spielt wie folgt: Kreditkartentransaktionen und Daten von Händlern, die über Kundenbindungssysteme verfügen, verkaufen ihre Daten an (ein) spezielle(s) Unternehmen, die ihrerseits diese Daten auswerten. Diese, allerdings nur Scoringwerte, gelangen -ich nehme mal an über die Krankenkassen, wie sonst?- an die Ärzte, die dann auf den Patienten präventiv einwirken können, bevor der Patient krank wird...

Lest selbst:

http://www.golem.de/news/gesundheit-...107678.html

Oh ja, Big Brother scheint immer größer zu werden. Gewiss, ich wünsche mir auch, dass in der Medizin mehr präventiv getan wird. Einerseits. Andererseits haben wir noch nie die Möglichkeit gehabt, so wie heute, uns umfassend informieren zu können und zwar in (fast) allen Bereichen. Deshalb liegt viel in unserer Hand, wie wir mit unserer Gesundheit umgehen.

Eine derartige Prävention, die auf meinen Einkaufsgewohnheiten basiert, lehne ich grundweg ab.

Wie seht Ihr das?