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Nennt Putin wirklich 40 Mrd. Dollar sein eigen? Zu Recht?
Nennt Putin wirklich 40 Mrd. Dollar sein eigen? Zu Recht?Foto-Quelle: Russian Presidential Press and Information Office unter http://creativecommons.org/licenses/by/3.0/

Nennt Putin wirklich 40 Mrd. Dollar sein eigen? Zu Recht?

Sonja Bissbort
Beitrag von Sonja Bissbort

Die renommierte britische Tageszeitung The Guardian beziffert das Vermögen des russischen Staatschefs auf rund 40 Milliarden Dollar. Diese Summe soll auf geheimen Konten in Liechtenstein und der Schweiz deponiert sein. Stimmen diese Zahlen, dann wäre Wladimir Putin nicht nur der reichste Prominente Russlands, sondern auch Europas - und einer der reichsten Regierungschefs der Welt.

Und dies bei einem Jahresgehalt von 102 000 Dollar.


The Guardian und Politologen listen das Privatvermögen Putins auf: in der Hauptsache 37 % an einem Ölkonzern, dessen Marktwert immerhin auf 20 Milliarden Dollar geschätzt wird, 4,5% an Gazprom und mindestens 75 % am Schweizer Erdölhändler Gunvor aus.

Woher die Daten stammen, da der Name des russischen Präsidenten in keinem Register auftaucht? Angeblich soll ein Netzwerk von Offshore Investmentgesellschaften mit Hilfe von Vertrauten aus den alten KGB Zeiten Wege gebahnt haben. Und so kann Putin neben den Milliarden auch noch 15 Hubschrauber, 43 Flieger und 20 Paläste zu seinem Eigentum zählen.

Die Vereinigten Staaten wollen nun eingreifen. Da man nicht direkt an Wladimir Putin herankommt, sollen Einreiseverbote und Kontensperren gegen Geschäftsmänner und Firmen aus dem Umfeld Putins verhängt werden.

Putin weist zurück, was über ihn und seinen Reichtum behauptet wird. Einer lügt. Wer aber ist es? Und warum?


Ich frage mich: Muss man Vermögen verheimlichen, wenn es redlich verdient wurde? Und wenn Putin solche Summen nicht besitzt, warum unterstellt man ihm dieses? Wäre es aber tatsächlich so, dann würde ich gerne wissen, warum so viele Bürger Russlands noch immer so unglaublich arm sind und warum die Schätze des Landes in den Händen von wenigen Superreichen sind? Das war sicher nicht das Ziel von Glasnost und Perestroika und eines Michail Gorbatschow.

Glaubt man den Worten des ehemaligen Schachweltmeister Garri Kasparow, der zu einem erbitterten Gegner des Präsidenten wurde, so gäbe es wohl schon Türchen und Hintertürchen. Laut New York Times soll dieser gesagt haben:

"Es ist schwierig, an Putins Vermögen heranzukommen. Es ist erreichbar, aber man muss vielleicht ein paar Regeln brechen."


Darf man dies? Oder müsste man dies sogar?


13 Kommentare

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Was die wirtschaftliche Situation der Bevölkerung anbelangt, so ist diese mittlerweile deutlich besser als zu Zeiten von Jelzin.
Da hatten die Leute nicht mal was zu beissen, von der ganzen Kriminalität die nicht verfolgt wurde nicht zu reden.

Und betrachtet man mal nüchterne Zahlen, dann steht Russland im Gegensatz zu den USA und der EU verdammt gut da.
Alles Sachen die man Putin dort hoch anrechnet...

Das ein Land von der Größe Russlands nicht in ein paar Jahren auf den Stand von Westeuropa zu bringen ist dürfte einleuchten.Oder?
Wie lange hat das mit der Ex DDR gedauert und wie groß ist sie?

Ich kann nur empfehlen mal hinzufahren nach Russland, ist ein tolles Land mit tollen Menschen und nicht annähernd so wie es uns die Medien glauben machen wollen...
Lange wirds wohl nicht mehr dauern...und wenn es dann losgeht und wir augenreibend vor einem Europa in Trümmern stehen und uns wieder mal fragen, wie das nur passieren konnte...lol, wird man sich in Washington ins Fäustchen lachen. Sofern das dann da noch geht...Russland ist nicht Irak oder Libyen...
Das Problem ist, der Mensch als solcher ist, gelinde gesagt recht dumm...und in deutschen Hirnen ist der Hass auf Russland scheinbar genetisch verankert...siehe 14 - 18, 39 - 45...
Und lässt man die letzten 70 Jahre Revue passieren, sehe ich nur einen Aggressor, der nennt sich USA.
Sonja Bissbort
Ich glaube, dass viele Worte nicht gesagt werden, wenn Girlsbands in Russland verurteilt werden wegen eines Verhaltens, das hier höchstens ein müdes Lächeln oder eine Schlagzeile finden würde. Putin wird sicher auch Gutes tun, das sollte man jedem Menschen erst mal unterstellen. Aber so tun, als seien die westlichen Staaten die Zündler - pardon: das ist doch wohl etwas zu Putin freundlich. Oder wer stellt sich gegen Homosexuelle?! Und zum Thema in Russland lebe man gut: das tut man angeblich auch in China, das möglicherweise noch reicher ist als Russland. Man lebt dort so gut, dass chinesische Arbeiter wie Sklaven ackern und kaum etwas verdienen. Und selbst wenn ich hier Dinge kritisch sehe, dann weiß ich, ich darf sie sehen und es sagen und es passiert mir nichts. Ist das kein Gut und Wert?
wenn girlbands in der heiligsten Kirche der orthodoxen Russen in Moskau, in einem Bereich, den nur der Patriarch betreten darf, ein Konzert geben und von Gottesscheisse singen..da ist man nicht unbedingt amused dort.
Passierte sowas im Petersdom, wäre man sicher begeistert...gell?

Und wer in der Ukraine gezündelt hat, ist doch wohl mehr als offensichtlich...und anzunehmen, dass Russland einfach so zuschaut, wie man ihm den einzigen eisfreien Hafen auf der Krim untern Hintern wegzieht...das ist schon etwas naiv.
Generation RTL halt...
Sonja Bissbort
Entschuldigung, wir reden hier nicht von einem Gerichtsverfahren, über das man sicher sehr unterschiedlicher Meinung sein kann. Vor allem deshalb, weil der Auftritt Demo und Protest war. Wir reden von GULAG. Gibt es das bei uns auch?! Und Generation RTL - wer soll sich davon angesprochen fühlen? ZEIT-Leser? FAZ-Leser? Süddeutsche-Leser? Spiegel-Leser? ) Ich glaube, jetzt wird's doch ein bißchen sehr einseitig. Aber vielleicht ist ja auch das abgestürzte Flugzeug über der Ukraine einer BILD-Erfindung )
Über die Sinnhaftigkeit der Darbietung von Gottesscheisse in einer Kirche vergleichbar mit dem Petersdom, hab ich mich ja schon geäussert.
Und Gulag...dafür haben die Mädesls das ja prima überstanden.

Was die Leser der aufgeführten Printmedien von der aktuellen Bericherstattung halten, dass spiegelt sich ja gut in den Leserkommentaren wieder. Das ging dann soweit, das z.B. bei der Faz der Zustimmungszähler eine Zeitlang bei den Kommentaren abgestellt wurde.
oder Abu Ghraib...aber das sind ja die guten...

https://www.google.de/search?q=abu+g...902&bih=491
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Das Märchen von den 41 Milliarden wurde seinerzeit von einem Kumpanen von Oligarch Beresowski in einem Interview mit der Welt lanciert.
Was aber nicht durch seriöse Quellen belegt werden konnte, so musste die Welt kurz drauf zurückrudern...

In Zeiten wo jeder und alles gläsern ist, gäbe es, so es denn so sein sollte, längst belastbare Beweise für dieses Vermögen.

Das ganze was in den letzten Monaten mit Russland im allgemeinen und Putin im speziellen passiert, erinnert zunehmend an die Zeit vor dem Irak Krieg.

Wenn ich sehe, wie einseitig u.a. in den selbsternannten "Qualitätsmedien" Spiegel, Zeit, Faz usw. über die Vorgänge in der Ostukraine berichtet wird, dann kommt mir mein Frühstück wieder hoch.
Zumal wenn man dort Leute vor Ort kennt und regelmässig in Wort und Bild sieht, was wirklich los ist.

Das Problem des Westens mit Putin ist, dass er seinerzeit, dem Ausverkauf russischer Ressourcen an westliche Konzerne der Jelzin Ära, einen Riegel vorgeschoben hat.
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So langsam sollten die Amis mal sich wieder beruhigen , wenn man an den Irak Krieg denkt gab es da irgendwelche Sperrung von Konten von Herr Busch . Und das was Herr Putin verdient oder nicht geht keinem Herrn Omama was an .Wie und wo Herr Putin beteiligt ist sollte den Amis doch egal sen . Wo Herr Altkanzler Schröder überall seine Geld herbekommt Fragt da einer nach Die sollen nicht dauernd Weltpolizei spielen , das steht ihnen nicht zu , Jeder der Großmächte haben genug Dreck am stecken sollten alle schön den Ball flach halten .
Sonja Bissbort
Ich bin sicher auch nicht mit allem, was die USA tun, einverstanden. Aber bin ich das mit dem, was Russland tut? Nein. Und vielleicht verbinde ich auch mit den USA eher positive Erinnerungen und das Wissen, das meine Generation noch gut kennt, dass nach dem Krieg die Amerikaner mit ihren Care-Paketen und vielen anderen Aktionen bis hin zur Luftbrücke ihr Commitment zu Deutschland ausgestalteten. An der Mauer in Berlin und an der Grenze sind umgekehrt viele Deutsche gestorben. Und die Befehle kamen nicht nur aus Ost-Berlin. Unterm Strich zählt für mich jedoch nicht West oder Ost und nicht USA oder Russland, da zählen Menschen und Persönlichkeiten, die sich für Völkerverständigung und Frieden einsetzen, für Demokratie und gegen Armut und Korruption.
Kann das selber auch sehr gut trennen , ich mag selber auch das Land, aber muss wohl trennen das was Obama bzw. Busch damals gemacht haben und das was das Land ausmacht . Weis sehr wohl wie sich Amerika um Berlin verdient gemacht haben. Weis aber auch das sie die alten Bundesländer wie noch der Kalte Krieg war es als Atomstützpunkt für ihre Intressen genutzt haben .
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