Eine starke Stimme

Beitrag von wize.life-Nutzer

Ein Bericht von Jutta Oster, ist mir diese Woche in die Hände gefallen.
Ich dachte nur, was für ein Zufall, letzte Woche erst hatte ich mir den Film „ Wie im Himmel“ angeschaut. Dieser Film zeigt, dass Musik die Sprache ist, die jeder versteht. Es wird ganz deutlich gezeigt welche Kraft die Musik haben kann.
Es geht um einen Stardirigenten, der nach einem Zusammenbruch eigentlich nur in Ruhe gelassen werden will und schottet sich von seiner Außenwelt ab. Nachdem er aber einen bunt gemischten Chors als Dirigent übernimmt, bekommt er auch einen Einblick in die alltäglichen Sorgen und Nöte dieser Menschen.

Bei den „Starken Stimmen Bonn“ singen Menschen, die in der Gesellschaft sonst eher kein Gehör finden. Die in ihrem Alltag eine eher leise Stimme haben und leicht überhört werden.
Man gibt Menschen eine Stimme, deren Leben aus dem Gleichgewicht geraten ist. Das können Menschen mit gesundheitlichen Einschränkungen sein, Menschen ohne festen Wohnsitz oder Menschen die gerade keine Arbeit haben.
Jeder ist dazu herzlich eingeladen.
Sie üben einmal die Woche für knapp zwei Stunden.
Die Chorleiterin, eine Musiktherapeutin ist es wichtig, die richtige Balance bei ihrer Arbeit mit dem Chor zu finden. Die Sängerinnen und Sänger zu fordern, aber nicht zu leistungsorientiert zu sein. Die Initiatorin glaubt fest an die therapeutische Wirkung des Singens, es beruhige und entspanne.
Regelmäßig haben sie acht bis zehn Auftritte pro Jahr. Durch die öffentlichen Auftritte erfahren die Chormitglieder die Wertschätzung, gesellschaftliche Anerkennung und Teilhabe, die ihnen sonst vielleicht fehlt. Sie erfahren, dass die eigene Stimme, den Körper und das Selbstbewusstsein stärkt.
Die Chormitglieder, von denen viele alleine leben, können hier Gemeinschaft erfahren. Man hört auch aufeinander und darüber hinaus. Einige feiern beispielsweise auch Weihnachten zusammen.
Ich bin Stimme, ich bin Gesang, singen die „Starken Stimmen“
Ich fand den Bericht sehr interessant. Ich singe im Chor seit ich 13 Jahre alt bin, und ich kann den Bericht nur bestätigen. Singen befreit, und macht gute Laune!

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