Entwicklung der Rente in der GRV

Beitrag von wize.life-Nutzer

Je mehr ich über die Rentenabsenkungen lese, um so wütender werde ich. Gleichzeitig merke ich, wie hilflos die ca. 20 Millionen Rentner als Gruppe sind. Sie haben keine Lobby.
Ich lese gestern, daß wir als Rentner der GRV von 2003 - 2011 pro Monat mind. 144.90 Rentenminderung haben = pro Jahr ca. 1740 € und daß bei einer Inflationsrate von 2.7% die Kaufkraft der Rente in 10 Jahren um 30% sinkt. Wir sind zum Spielball der Politik geworden. Diese Politik wird überwiegend von Beamten gemacht, die keine Rentenprobleme haben. Wir werden bald auf Hartz IV Niveau sinken und können nichts dagegen unternehmen.
Auch die Medien berichten ständig falsch, verwirrend oder unvollständig. So wird ständig von einem Rentenzuschuss gesprochen, den die Politik in die Rentenkasse gibt. Es wird aber nie berichtet, daß die Politik vorher einen viel größeren Batzen für versicherungsfremde Leistungen entnimmt. Das jüngste Beispiel ist die Mütterrente, die zudem noch viel zu gering ausgefallen und für die älteren Mütter nach wie vor ungerecht ist. Diese Rente ist eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe und müsste von allen Steuerzahlern aufgebracht werden. Statt dessen wird sie aus dem Rententopf genommen nur um die Bilanz der Regierung aufzuhübschen.
Niemand in dieser Republik weiß, wie hoch die versicherungsfremden Leistungen in der Rentenversicherung wirklich sind. Das wird bewußt verschleiert. Es existiert kein aktuelles Zahlenmaterial über die genaue Höhe der versicherungsfremden Leistungen. Ständig wird darüber geschwafelt, daß es den Rentnern noch nie so gut ging wie heute. Aber über die vielen Rentner, die unterhalb des Existenzminimuns leben - vor allem Frauen - wird kaum berichtet.
Ständig wird über die Alten hergezogen und über Generationengerechtigkeit geredet. Es wird Stimmung gemacht, um die Alten mundtot zu machen.
Wer sich kundig machen will, soll bei ADG nachlesen oder beim Bündnis für Rentenbeitragszahler und Rentner e.V.
Ich möchte gerne wissen, ob und wieviel andere Leser ähnlich empfinden.

Mehr zum Thema