Mitgliedern von eingetragenen Vereinen sollte die Vereinssatzung ausgehändig ...
Mitgliedern von eingetragenen Vereinen sollte die Vereinssatzung ausgehändigt werden müssenFoto-Quelle: Antje Kohls

Mitgliedern von eingetragenen Vereinen sollte die Vereinssatzung ausgehändigt werden müssen

Beitrag von wize.life-Nutzer

Sechs Diözesanverbände mit 108 Bezirksverbänden in denen 1285 Bruderschaften vereinigt sind haben 600.000 Mitglieder. Und nun wurde ein Mitglied entdeckt, dass satzungsgemäß gar nicht Mitglied sein darf, weil es keiner christlichen Kirche angehört.
§ 4 Mitgliedschaft
1. Mitglied können Personen christlicher Konfession werden, die unbescholten und bereit sind, sich auf den Inhalt dieser Satzung zu verpflichten.
2. Das Gesuch um Aufnahme ist an den Vorstand der Schützenbruderschaft zu richten.
3. Über die Aufnahme entscheidet die Mitgliederversammlung.
4. Die Schützenbruderschaft ist eine Vereinigung christlicher Personen. Nichtkatholische Mitglieder verpflichten sich mit der Aufnahme in die Schützenbruderschaft grundsätzlich auf deren christlichen Grundsätze.
5. Mit der Aufnahme in die Schützenbruderschaft und durch die Anerkennung dieser Satzung verpflichten sich die Mitglieder auf die christlichen Grundsätze und zur christlichen Lebenshaltung.


Kennen da die Mitglieder der Bruderschaften ihre eigene Satzung nicht?
Ich denke nein, man wird über Freunde und Bekannte angesprochen oder es gehört zum guten Ton im örtlichen Schützenverein Mitglied zu sein. Abbuchungserklärung und Beschaffung zumindest der Schützenjacke und des Schützenhutes reicht aus.
Vereinssatzung? Was soll ich damit? Ich möchte doch nur dazugehören und mit meinen Freunden und Bekannten Schützenfest feiern.
Nun müssen sich viele der fast 600.000 Schützinnen und Schützen fragen, ob sie in dem Verein beigetreten wären, wenn sie die Vereinssatzung gelesen und verstanden hätten. Ja mehr noch, viele müssen sich fragen, ob sie denn auch jetzt noch die satzungsgemäßen Bedingungen erfüllen. Schließlich müssen danach alle „rausgeschmissen“ werden, die nicht mehr Mitglied einer christlichen Kirche sind.
Was ist mit den geschiedenen, die nun in „wilder Ehe“ leben oder wiederverheiratet sind, ohne dass die Ehe kirchlich annulliert wurde? Die Aufzählung weiterer religiöser Gründe erspare ich mir.

Werke christlicher Nächstenliebe?
§ 2 Wesen und Aufgaben
1. Bekenntnis des Glaubens durch
a) Eintreten für die katholischen Glaubensgrundsätze und deren Verwirklichung. Im Geiste der Ökumene haben die Mitglieder anderer christlicher Konfessionen in der Bruderschaft die gleichen Rechte und Pflichten,
b) Ausgleich sozialer Unterschiede im Geiste der Brüderlichkeit,
c) Werke christlicher Nächstenliebe.


Gilt die christliche Nächstenliebe nur für Mitglieder, die ja auch Christen sein müssen? Was für ein Werk christlicher Nächstenliebe besteht denn darin den Schützenkönig, der gar nicht hätte Mitglied und somit auch nicht Schützenkönig sein dürfen nun die Königswürde abzuerkennen?

Mitglieder des BHSD lest euere Satzung, denn nach § 8 können Personen, auch Nichtmitglieder, die sich um die Schützenbruderschaft außergewöhnliche Verdienste erworben haben, von der Mitgliederversammlung mit 2/3 Stimmenmehrheit zu Ehrenmitgliedern ernannt werden.
Deshalb mein Vorschlag, ernennt Herrn Mithat Gedik zum Ehrenmitglied!

Ich war selbst einmal Mitglied in einem Schützenverein und habe gerne an den Veranstaltungen teilgenommen. Als mir jedoch als Schriftführer der Kompanie die Aushändigung der Vereinssatzung von der Kompanie und vom Regiment nicht gewährt wurde bin ich ausgetreten.

Niemand soll nach all den Presseberichten über den Fall Mithat Gedik sagen können: „Hätte ich das gewusst, dann wäre ich … "

Deshalb wiederhole ich hier mein Ansinnen.
Mitgliedern von eingetragenen Vereinen sollte die Vereinssatzung insbesondere dann ausgehändigt werden müssen, wenn dem Verein die Gemeinnützigkeit anerkannt wurde.

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