Einfach Kopf zumachen
Einfach Kopf zumachen

Kriege, Krisen, Katastrophen

Peter Leopold
Beitrag von Peter Leopold

Braucht die Menschheit Krisen, um sich weiter zu entwickeln ? Sind Kriege eine vom Menschen gemachte Auslese der künftigen Generationen ? Haben Katastrophen einen tieferen Sinn ?

Wenn man sich das aktuelle Weltgeschehen (wieder mal) ansieht, könnte man zu diesem Schluss kommen: Ohne Krisen, Kriege und Katastrophen gibt es keine langfristige Weiterentwicklung.
Wenn alle Diejenigen zusammenhalten würden, die zu den sogenannten "Gutmenschen" zählen, wäre die Welt schön, friedlich und Alle würden im Paradies leben, oder ?
Mitnichten! Bisher ist die Menschheit aus jeder globalen Katastrophe gestärkt hervorgegangen. Krisen dienen dazu, neue Lösungsvorschläge für Probleme zu erarbeiten und dazu zu lernen. Jede Fianzkrise wurde bisher immer überwunden und letztendlich wurden die Betroffenen nur stärker als vorher - wenn man von einigen Totalverlusten einmal absieht. Derartige Dinge muss man global betrachten, nicht Länderspezifisch oder gar aus der Sicht des Einzelnen.

In unregelmäßigen Abständen wird der Mensch träge, antriebslos und ruht sich auf den Errungenschaften aus, ohne zu bedenken, dass jeder Fortschritt aus Krisen hervorgegangen ist, die der Einzelne vielleicht nicht einmal miterlebt hat.

Jedes kleine Problem wird zu einer Riesen-Sache hochstilisiert, damit man wenigstens etwas hat, mit dem man sich beschäftigen kann. Nachbarschaftliche Kleinkriege, Angriffe in sozialen Netzwerken, die Jagd nach immer mehr Besitz sind ein deutliches Symptom für den Stillstand der Entwicklung.
Hätte der Mensch gelernt, ohne Krisen und Katastrophen zu leben und sich trotzdem weiter zu entwickeln, gäbe es eine Vielzahl von Nachrichten nicht.
Wenn es keine Katstrophen gibt, dann macht man eben welche.

Derzeit aktuell: Ukraine, Israel, Irak, Iran, Gottesstaaten. Entgegen allen Verschwörungstheorien, denke ich nicht, dass all das finazielle Gründe hat. Alle diese politisch brisanten Länder hätten genug, um friedlich leben zu können.Aber sie

würden sich auch nicht weiter entwickeln, denn erst wenn sie neu beginnen müssen, kann etwas Neues entstehen.Der Mensch ist süchtig nach Zerstörung und Macht - um am Ende wieder eine Aufgabe zu haben.
Das Gleiche gilt für selbstgewählte Diktatoren. Eher nichtssagende Figuren werden in Positionen gehoben, denen sie selbst nicht gewachsen sind. Immerhin hat man dann einen Schuldigen, den man für alles Negative verantwortlich machen kann.

Ist es Zufall, dass Seuchen plötzlich aus dem Nichts auftauchen, obwohl sie seit Jahrzehnten bekannt sind ? Ist es Zufall, dass alte Krisenherde plötzlich wieder aktuell sind, obwohl sich die Umstände so gut wie gar nicht seit den letzten Konflikten geändert haben ? Nein! Krisen, Kriege und Katastrophen werden gezielt gesteuert - immer, wenn die Menschheit in der Entwicklung still steht. Das gilt im Kleinen ebenso wie im Großen.In den Familien ebenso wie in der Weltpolitik. Ändern könnte man das. Durch globales Umdenken.Der Einzelne ist machtlos, denn er ist Teil des globalen Systems.Er hat nur eine Mitverantwortung - wie der kleine Unscheinbare, der plötzlich zum Diktator gemacht wird.