Tagungsfoto DEF
Tagungsfoto DEFFoto-Quelle: DEUTSCHER EVANGELISCHER FRAUENBUND

"Wenn wir dieselben Worte benutzen, verbinden wir doch andere Inhalte damit"

Deutscher Evangelischer Frauenbund Bayern

"Wenn wir dieselben Worte benutzen, verbinden wir doch andere Inhalte damit"


Frauen und Männer sind gleichberechtigt. Dieser so wichtige und richtige Satz hat Verfassungsrang. Die beiden deutschen Staaten entwickeln sich unterschiedlich nach dem 2. Weltkrieg, doch die gesellschaftliche Stellung der Frau wird auf beiden Seiten auf dem Papier aufgewertet.
Doch die Realität ist sehr unterschiedlich.
In der DDR wird viel unternommen, damit Frauen und Männer mit Familie berufstätig sein können, während in der BRD das Bild der Hausfrau und Mutter als Leitbild übernommen wird. Die gesamten Ehe- und Familiengesetze werden erst in einem zähen Ringen und vielen Gerichtsverfahren dem Verfassungsgrundsatz angepasst.
Emanzipation ist auf beiden Seiten gefordert, einmal von oben, von der Politik verordnet, einmal von unten, von den Frauen erkämpft.

Mit dem Mauerfall und der Wende prallen diese Frauenbilder aufeinander und auch, wenn wir dieselben Worte benutzen, verbinden wir doch andere Inhalte damit.
Deswegen wollen wir uns gemeinsam um eine Annäherung bemühen, über eigene Erfahrungsberichte und Erlebnisse. Unsere Biografie spielt eine wichtige Rolle.

Welche Frauenbilder haben mich geprägt?
Wie gelang es, Familie und Beruf zu vereinbaren oder auch nicht?
Ist „Emanzipation“ und „Nur Hausfrau“ wirklich ein Gegensatz?
Wie habe ich den Mauerfall erlebt?
Wie habe ich vorher/ nachher den Osten/Westen gesehen?


Welche Rolle hatten Frauenverbände und was können Frauenverbände in Zukunft tun. Welche Forderungen können wir an die Politik stellen, um wirklich gleichwertige Lebensverhältnisse herzustellen?
Wir freuen uns, mit Ihnen gemeinsam Antworten zu finden.


Inge Gehlert und Ulrike Börsch
Einladungstext zur Tagung
"Ungleiche Schwestern aus Ost und West"
des Deutschen Evangelischen Frauenbundes