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Wahlverdrossenheit

Von wize.life-Nutzer - Sonntag, 21.09.2014 - 12:26 Uhr

In einem Posting an der Pinnwand wurde angeregt, einen Diskussionsstrang zu eröffnen zum Thema "Wahlverdrossenheit"

Auszüge aus der Notiz:
"Man müsste mal alle Nichtwähler auf eine Notiz locken und ihnen erklären, wie sie an der Gestaltung der Politik sehr gut mitarbeiten können, wenn sie mit der jetzigen unzufrieden sind. "

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"Das Institut für Demoskopie Allensbach hat heute erst veröffentlicht:
Zitiert aus Frankfurter Allgemeine, 20.09.2014

Allensbach-Analyse
Deutsche haben wieder mehr Vertrauen in den Staat
Am Stammtisch wird gerne über Politik und Politiker geschimpft. Negative Klischees haben sich eingebrannt. Zumindest die großen Institutionen genießen aber (wieder) Ansehen. Und eine geringe Wahlbeteiligung muss nichts mit Politikverdrossenheit zu tun haben.
19.03.2014, von Dr. Thomas Petersen

Was will uns ein Institut, gegen das politische Empfinden der Bürger, mit einer fragwürdigen Erhebung sagen?

Ich empfinde, dass diese Meldung die Nichtwähler mit dem Gefühl, dass alles in Ordnung sei, wieder in eine bequeme Lage bringen soll und die Politik auffordert, wie bisher weiterzumachen. "

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Auch dieser Kommentar befaßt sich mit dem Thema;
"sicher ist Zufriedenheit , ein wichtiger Aspekt auch zum herrschenden Sozialen Frieden im Land, wie
Bequemlichkeit,
Hilflosigkeit, usw.
Interessant dazu ist auch die Notiz von Frau Anette S."
https://www.seniorbook.de/schwarzes-...ort/neueste

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und dieser Kommentar in dieser Notiz:

"Schon in den sechziger Jahren predigte Günter Grass die öffentliche Dreinrede: in "Für- und Widerworte", regte er die Bürger an den Mächtigen in die Suppe zu spucken und sich in die Alltagspolitik und Grundsatzfragen einzumischen!
Er schrieb:" Nicht mehr die gewählte Regierung, kein Kanzler bestimmt die Richtlinien der Politik: anstelle herrschen unlegitimiert die Vorstände der gebündelten und sich global verflüchtigenden Wirtschaftsmacht; das Privileg der Steuerhinterziehung in Milliardenhöhe ist ihnen unbenommen."
Es hat sich alles nur verschlimmert und unser Problem ist" ziviler Gehorsam" "

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Ich bedanke mich für die Anregung und würde mich freuen, hier eine rege Diskussion inclusive Information über Möglichkeiten der Veränderungen "anzustoßen".

Auf geht's, loten wir unsere Möglichkeiten gemeinsam aus

7 Kommentare

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Natürlich gibt es ein ganz wirksames Mittel, den Bürger zur Wahl zu "ermuntern".

[f]Die Ankündigung des Griffes in seinen Geldbeutel.[/f]

Doch das vermeidet jede Partei, jeder Kandidat.
Stattdessen belauern sich die Parteien regelrecht und warten darauf, dass der politische Gegner fehl tritt. (Meint, dass er seine wahren, bitteren Absichten durchblicken lässt.)

Politikverdrossenheit, so meine ich, gibt es nicht wirklich. Es das mangelnde Interesse. So, wie ich mich nicht für Formel Eins interessiere, so muss sich nicht jeder für Politik interessieren.

Demokratie und Freiheit hat sich ja "bis jetzt" eh´ von selbst erledigt.

Wobei die Verteilung des Desinteresses für Politik nicht durchweg homogen ist.

Differenziert man nach Bundes-, Landes-, Kreis- und Kommunalpolitik, so ergibt sich ein aufregendes Profil der Verteilung.

(1)
(2)
Schlägt der Bürgermeister dem Gemeindeparlament vor, die Grundsteuer, die Hundesteuer oder die Gewerbesteuer zu verdoppeln, um den defizitären Haushalt auszugleich, dann schrillen die Alarmglocken.

Häufig leiden Kommunen unter einem "strukturellen" Defizit.
Meint, dass kostspielige Aufgaben von ganz oben bis herab zur Kommune durchgereicht werden. Sie landen dann unten als "originäre" Aufgaben.
Erst dann, wenn sie unten aufschlagen, wird der Wähler wach.
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Ich habe persönlich noch keine demokratische Wahl nicht wahrgenommen.
Das Problem des Nichtwählens ist, dass die Absichten und Motive des Nichtwählers nicht deutlich werden, es könnte Gleichgültigkeit, Zufriedenheit, Indifferenz, Dumpfheit usw. sein. Außerdem wählt diese Person indirekt mit, indem es hochmotivierte Splitterparteien aufwertet und die herrschende Politik ohne Willensbekundung unterstützt.
Es sollte eine Wahlpflicht geben, allerdings ohne Sanktionen und natürlich die Möglichkeit des ungültig Wählens.

Den Wert der Demokratie und Freiheit begreifen manche Leute erst, wenn sie diese verloren haben. Eine Demokratie muss auch wehrhaft sein, d.h. sich gegen ihre erklärten Feinde zur Wehr setzen.
Nun ja, die Schweiz hat uns da eine Menge voraus, aber auch eine andere Tradition und dadurch auch ein anderes demokratisches Selbstverständnis.
Eine gehörige Portion Selbstkritik dürfen wir den handelnden Parteienvertretern sehr gern wünschen.
Allerdings hat auch die direkte Demokratie Schwächen, jedenfalls in D.
Ich denke mit Grausen an die wiederholten Forderungen nach Wiedereinführung der Todesstrafe nach jedem Taxifahrer- oder Sexualmord an Kindern...
Mit der Wahrnehmung des Wahlrechtes fängt die Demokratie erst an, der 1. Schritt sozusagen.
Dann geht es darum seine Rechte UND Pflichten für das Gemeinwesen in dem man lebt so einzusetzen, dass dieses beim Ableben möglichst besser dasteht, als bei der Geburt.
Oder so ähnlich.
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Ich gehe wählen und wähle alle. Die wollen das aber auch nicht.
Doch mache ich schon öfter, Ungültige Stimmen, können zum Aufwachen verhelfen.

Warum schreien die Parteien nach Wahl, weil sie für jede Stimme 70 Cent (für die ersten 4 Millionen Stimmen sogar 85 Cent erhalten).
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