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GRUNDLAGEN DER MEINUNGSBILDUNG

Von wize.life-Nutzer - Sonntag, 21.09.2014 - 22:01 Uhr

"VON NICHTS EINE AHNUNG, ABER ZU ALLEM EINE MEINUNG", viele von Ihnen werden diesen Spruch kennen. Dazu einige Überlegungen zur Meinungsbildung:

BILDUNG (Schule, Lehre, Kurse) und
INFORMATIONEN (Presse, Bücher, in geringerem Maße auch TV/Radio, Internet, Kommunikation)
führen zu
WISSEN und tragen je nach vorhandener
INTELLIGENZ und auch beeinflusst von eigenen
ERFAHRUNGEN, eigenem
CHARAKTER (aggressiv, duckmäuserisch, empathisch, etc.) und persönlicher
LEBENSSITUATION (Besitz, Einkommen, Partnerschaft, Gesundheit, Versorgung)
bei zur Bildung einer mehr oder weniger gut begründeten
MEINUNG.

Aber: JE MEHR WISSEN MAN SICH ZU EINEM THEMA/SACHVERHALT ANEIGNET, DESTO SCHWIERIGER WIRD ES, SICH EINE MEINUNG ZU BILDEN.

Wie soll also eine Volksabstimmung bzw. ein Referendum zu einem sinnvollen Ergebnis führen, wenn die Gebildeten, Informierten, Wissenden, Intelligenten in der Minderheit sind und die Wahlentscheidung der Mehrheit eher nach eigener Erfahrung, eigenem Charakter und eigener Lebenssituation ihr Urteil fällt und die Leute den dazu passenden populistischen Parolen kritiklos folgen?

6 Kommentare

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Es genügt nicht, eine Meinung zu haben. Man muss sie auch mit Fakten begründen können.
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Wenn ich die bisherigen (15) Kommentare zu diesem Thema aufmerksam lese, kann ich nur erschrocken oder mit Kopfschütteln reagieren. Welch tiefer Kulturpessimismus spricht aus diesen Zeilen! Man bekommt unwillkürlich das Gefühl, dass der Untergang des Abendlandes - oder wenigstens der Europas oder Deutschlands - unmittelbar und unabwendbar bevorsteht.
Als hier beschworene Ursachen der Fehlentwicklung werden hauptsächlich zwei Dinge genannt: Der Mangel an Bildung, also das Unvermögen der Masse der Bevölkerung zur Erkenntnis der "wahren" Verhältnisse in Politik und Wirtschaft vorzudringen. Mit anderen Worten: Die Masse ist zu dumm um zu erkennen, dass sie von den Herrschenden manipuliert wird. Den Letzteren, also der Regierung, wird die Absicht unterstellt, die Massen der "Ahnungslosen" mit Hilfe der Medien bewusst uninformiert zu halten, um sie leichter manipulieren zu können. Lediglich die Kommentierer selbst scheinen diese "böse" Absicht der "informierten Minderheit" zu durchschauen.
Ja, wo sind wir denn hier? Wenn unsere Gesellschaft wirklich so aussähe wie hier beschrieben, so müsste man tatsächlich befürchten, dass das Ende bevorsteht.
Wahr ist in der Tat, dass Informiertheit und gute Bildung das beste Mittel gegen die Gefahr der Manipulation sind. Wenn wir uns also gegen gefährliche Entwicklungen schützen wollen, sollten wir uns bilden, uns informieren. Die Mittel dazu sind heutzutage jedem zugänglich, der dazu bereit und guten Willens ist. Um sie sinnvoll zu nützen, bedarf es eigener Initiative und persönlicher Anstrengung. Wichtig ist vor allen Dingen, aus der Überfülle der Informationsquellen die Spreu vom Weizen zu unterscheiden, also den kritischen Blick nicht zu verlieren. Dazu ist Bildung unerläßlich, und deshalb muss es ein Hauptanliegen der Gesellschaft sein, die Bildungsmöglichkeiten zu erweitern und zu verbessern.
Ich kann mich nicht einfügen in den Chor der Possimisten und Kassandrarufern. Solange es noch Stimmen der Vernunft und Einsicht gibt - und solche glaube ich nach wie vor zu hören - ist noch nicht alles verloren.
Endlich einmal ein wirklich guter, lesens- und merkenswerter Kommentar zu diesem Beitrag, vielen Dank!!
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Ich glaube nicht, dass es den hier Herrschenden ein besonderes Anliegen ist, eine intelligente, selbstbewusste und bestens informierte Menge an Beherrschten vorzufinden.
Anders ist es mir nicht erklärlich, warum sonst so wenig in Bildung, Forschung und
Entwicklung investiert wird.
Es gäbe bei gutem Willen Möglichkeiten, Ausbildung mit Bildung zu verknüpfen, genauer, Erwerb fachlicher, sozialer und Ich-Kompetenzen im Zuge beruflicher Bildung zu verknüpfen.
Allerdings geht so etwas nie ohne die eigene Willensanstrengung der betroffenen Person.
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