Emma Watson 2013
Emma Watson 2013Foto-Quelle: Georges Biard unter https://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/de/

Emma Watson - eine Heldin der neuen Generation

Deutscher Evangelischer Frauenbund Bayern

Die Rede von Emma Watson bei der UNO


am Sonntag hat die britische Schauspielerin Emma Watson eine Rede auf dem He for she Kongress der UNO  gehalten. Sie hat darin einiges Wahre über den Feminismus gesagt, in schönstem, klaren Englisch und die eigene Nervosität sichtbar überwindend. Sie hat gesagt, und das sollten wir uns alle immer wieder einmal fragen: "Wer, wenn nicht ich? Wann, wenn nicht jetzt?"

Das alles ist sehr beachtlich für so eine junge Frau. Flieg du doch erstmal mit 23, 24 nach New York und halte eine so große Rede  vor den Vereinten Nationen, vor wichtigen Leuten im Saal, vor einer Weltöffentlichkeit, die das im Netz ansieht und millionenfach weiterpostet.

Sie ist eine Schauspielerin, also nicht zuletzt auch eine Ikone der Schönheit, und es ist keine Selbstverständlichkeit, dass sie sich für ihre Generation und für uns alle des schwierigen Themas des Feminismus annimmt. Es schadet immer allen, sich für die Frauen auf der Welt einzusetzen. Das ist nicht geachtet, sondern sorgt immer noch für Verachtung. Vieles ist dazu schon gesagt worden, frau hat es schwer, etwas Neues zu finden. Aber es ist auch nicht schön, dass schon wieder eine Mädchengeneration im ganz alltäglichen Patriarchat unserer Gesellschaften aufwachsen muss, oft genug auch mit ganz alltäglichem Sexismus. Emma Watson hat das auch angesprochen, indem sie sagte, dass es auf der Welt im Moment noch kein einziges Land mit echter Geschlechtergerechtigkeit gibt. Da brauchen wir uns also auch im Westen, in dem doch viel schon erreicht wurde, nicht auf das hohe Ross setzen. Vor allem aber kann man sich auch in den so genannten entwickelten Ländern kaum erheben und dabei die vielen vergessen, die aus religiösen, konventionellen oder sozialen Gründen nicht so frei leben können.

Emma Watson zeigte sich in ihrer Rede dankbar, dass sie es so gut hatte und weder in ihrer Familie noch in ihrer Schule behindert wurde, weil sie ein Mädchen war, und dass sie auch von ihren beruflichen Mentoren gefördert wurde. Aber sie bringt wie viele Prominente, die sich bei der UNO  organisieren, die Solidarität auf, die die Welt so dringend braucht. Das in so jungen Jahren, bei diesem schwierigen Thema, das ist wirklich sehr beachtlich.

Emma Watson hat für ihre mutige Rede zu Recht viel Zuspruch bekommen. Aber auch äußerst böse und dumme Reaktionen. Darüber gibt es einen guten Artikel in der Zeit. Wir sollen dies anschauen und unseren Töchtern zeigen. Sofern die das in ihren Netzwerken nicht eh schon längst mitgekriegt haben. Denn Emma Watson ist eine Heldin der neuen Generation.

Links zur Rede
und zum ZEIT-Beitrag über das folgende Mobbing

http://www.zeit.de/kultur/2014-09/em...g-kommentar

Bild: screenshot des Videos der Rede auf youtube.

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