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Emma Watson 2013
Emma Watson 2013Foto-Quelle: Georges Biard unter https://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/de/

Emma Watson - eine Heldin der neuen Generation

Von Deutscher Evangelischer Frauenbund Bayern - Mittwoch, 24.09.2014 - 17:15 Uhr

Die Rede von Emma Watson bei der UNO


am Sonntag hat die britische Schauspielerin Emma Watson eine Rede auf dem He for she Kongress der UNO  gehalten. Sie hat darin einiges Wahre über den Feminismus gesagt, in schönstem, klaren Englisch und die eigene Nervosität sichtbar überwindend. Sie hat gesagt, und das sollten wir uns alle immer wieder einmal fragen: "Wer, wenn nicht ich? Wann, wenn nicht jetzt?"

Das alles ist sehr beachtlich für so eine junge Frau. Flieg du doch erstmal mit 23, 24 nach New York und halte eine so große Rede  vor den Vereinten Nationen, vor wichtigen Leuten im Saal, vor einer Weltöffentlichkeit, die das im Netz ansieht und millionenfach weiterpostet.

Sie ist eine Schauspielerin, also nicht zuletzt auch eine Ikone der Schönheit, und es ist keine Selbstverständlichkeit, dass sie sich für ihre Generation und für uns alle des schwierigen Themas des Feminismus annimmt. Es schadet immer allen, sich für die Frauen auf der Welt einzusetzen. Das ist nicht geachtet, sondern sorgt immer noch für Verachtung. Vieles ist dazu schon gesagt worden, frau hat es schwer, etwas Neues zu finden. Aber es ist auch nicht schön, dass schon wieder eine Mädchengeneration im ganz alltäglichen Patriarchat unserer Gesellschaften aufwachsen muss, oft genug auch mit ganz alltäglichem Sexismus. Emma Watson hat das auch angesprochen, indem sie sagte, dass es auf der Welt im Moment noch kein einziges Land mit echter Geschlechtergerechtigkeit gibt. Da brauchen wir uns also auch im Westen, in dem doch viel schon erreicht wurde, nicht auf das hohe Ross setzen. Vor allem aber kann man sich auch in den so genannten entwickelten Ländern kaum erheben und dabei die vielen vergessen, die aus religiösen, konventionellen oder sozialen Gründen nicht so frei leben können.

Emma Watson zeigte sich in ihrer Rede dankbar, dass sie es so gut hatte und weder in ihrer Familie noch in ihrer Schule behindert wurde, weil sie ein Mädchen war, und dass sie auch von ihren beruflichen Mentoren gefördert wurde. Aber sie bringt wie viele Prominente, die sich bei der UNO  organisieren, die Solidarität auf, die die Welt so dringend braucht. Das in so jungen Jahren, bei diesem schwierigen Thema, das ist wirklich sehr beachtlich.

Emma Watson hat für ihre mutige Rede zu Recht viel Zuspruch bekommen. Aber auch äußerst böse und dumme Reaktionen. Darüber gibt es einen guten Artikel in der Zeit. Wir sollen dies anschauen und unseren Töchtern zeigen. Sofern die das in ihren Netzwerken nicht eh schon längst mitgekriegt haben. Denn Emma Watson ist eine Heldin der neuen Generation.

Links zur Rede
und zum ZEIT-Beitrag über das folgende Mobbing

http://www.zeit.de/kultur/2014-09/em...g-kommentar

Bild: screenshot des Videos der Rede auf youtube.

34 Kommentare

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Deutscher Evangelischer Frauenbund Bayern
Liebe Lena Lustig, danke für die Erinnerung an die tolle Rede von Severn Suzuki zur Eröffnung der Riokonferenz. Da diese junge Dame leider kein Promi ist, konnte sie zwar die Millionen erreichen und auch rühren, aber ist vielleicht auch zu schnell wieder vergessen worden. Also Dankeschön für die Erinnerung!
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- dat is schon älter -- aber sowas sollte beachtung finden
Aktueller denn je, würde ich sagen.
glaubst du irgend jemand zieht sich das wirklich rein ?? dat is nich doof genug -- nich oberflächlich genug - sowas hört sich niemand ( oder nur ganz wenige ) wirklich an !
Ich habs mir rein gezogen.
dat weiß ich -- ich auch und sabiene auch - aber wir sind doch nicht der normale durchschnittsuser von SB --
Ich bin absolout durchschnittlich.
nich wat den durchschnitt von sb betrifft
Wie umschreibst du denn den Durchschnitt der SB Nutzer?
indem ich sehe was so auf kommentare am schwarzen brett geschrieben wird -- was am schwarzen brett steht und was die menschen so in ihren profilen stehen haben -- worüber sie bereit sind nachzudenken und worüber sie sich streiten --
Hmm....ist die Frage, ob jeder aufrichtig ist mit sich selbst.
oder ob er sich dümmer stellt als er ist ?? ich denek das hat nicht immer was mit aufrichtigkeit zu tun -- es bedarf manchmal einfach nur überwindung zu sagen was man denkt und das kann mühsam sein - ein harter kampf !
Ein Kampf den man zu allererst mit sich selbst ausficht, womit wir wieder bei def Aufrichtigkeit sind. Wer seine Meinung mit seiner inneren Wahrheit abgleicht, dem fällt es nicht mehr schwer, diese zu äussern, weil er sich seiner selbst sicher ist.
wenn das so ist dann kämpft man ja auch nicht mehr - dann lebt man !!
Grins....ab da ist es einfach....
das muss man aber erst mal rausbekommen und des weg dahin ist halt schwer - da drehen viele um
Da stellt sich ja wirklich Gänsehaut ein, wenn man diese Rede nochmal hört. Denn Rio hat ja bekanntlich außer Spesen und Flugkilometern gar nichts gebracht, jedenfalls nicht für die Umwelt.
Ja, und die Leute hier auf sb? Klar gibt es Oberflächliche und auch viel ewige Nörgler, stimmt schon, aber ich finde, es sind auch viel nette Leute unterwegs, die sich viele gute Gedanken machen.
So ist es und diese Menschen gibt es nicht nur hier bei SB, sondern überall auf der Welt. Und das Internet ermöglicht es das sie sich finden.
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Eine beachtenswerte, anrührende Rede einer verantwortungsbewussten Frau.
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Ich suche immer noch das Heldenhafte
Paul, Gleichstellung der Geschlechter ist für dich also Kasperletheater?
Was für ein Unsinn, Stars und Sternchen sind Menschen wie du und ich. Was Frau Watson dort vortrug hat Hand und Fuss und wird in seiner Aussagekraft eher unterstützt, eben weil sie ein Star ist. Ich finde ihre Rede beachtenswert.
Klaus ,es geht nicht um die Gleichstellung der Geschlechter sondern um das "heldenhafte"Auftreten der Schauspielerin
Mir geht's um das was sie sagte, nicht wie.
Das wie zu beurteilen passt in das vorherrschende Geschlechterbild....leider.
dem will ich ja auch garnicht widersprechen,aber das als Heldenhaftes hoch zu jubeln ist doch etwas sehr weit her geholt
was verstehst du unter heldenhaft?
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Jetztmal unabhängig von ihren unterstützenswerten Zielen:
Was soll daran "beachtlich" sein, nach New York zu fliegen und dort eine Rede zu halten? Eine Rede, die sicherlich nicht alleine von ihr stammt, die vorher ausformuliert wurde? Es wird doch für eine Schauspielerin kein Problem sein, einen ihr vorgelegten Text überzeugend vorzutragen? Das ist doch ihr Beruf. Und Mut brauchte sie wohl auch nicht dafür. Was hätte ihr den passieren können? Ein paar schlechte Kritiken - damit umzugehen wird sie gewohnt sein.

Ich finde es bedenklich, die Ausstrahlung einer Schauspielerin für politische Zwecke zu nutzen. Die Welt ist kein Theater!
Ich denke nicht, das sie benutzt wird, sie agiert aus eigenem Antrieb und Interesse. Und ja es ist beachtenswert unter so grosser Aufmerksamkeit zu reden.
Mir ging es darum, dem Eindruck entgegenzutreten, sie sei eine Einzelkämpferin und ihre Rede sei eine Heldentat.
Wahrscheinlich steht sie hinter dem, was sie gesagt hat. Aber es ist eben nicht heldenhaft, eine Rede zu halten, erst recht nicht vor der UNO, wo sie doch sicher sein kann, unbehelligt aus dem Saal zu kommen. Zum Helden gehört das Risiko, der Einsatz des eigenen Lebens oder mindestens das Inkaufnehmen großer Opfer falls die "Heldentat" misslingt. Und das war hier eindeutig nicht der Fall.
Es war vielleicht eine gute schauspielerische Leistung für einen guten Zweck, aber mehr nicht.
Mein Eindruck ist, das es bei deinem Statement um das WIE geht und nicht um das WAS gesagt wurde. Und bestätigt dieses Verhalten nicht die vorherrschende Geschlechterrolle?
Ich hab ja mehrmals betont, dass es mir nicht darum geht, WAS gesagt wurde. Sondern WIE diese Rede dargestellt wird.
Inwiefern das irgeneine Geschlechterrolle bestätigen soll, erschliesst sich mir nicht. Sollte ich nur dazu Stellung nehmen dürfen falls ich eine Frau wäre? Dann hättest du was gründlich missverstanden.
Ich halte es für eine Illusion, wenn man meint erreichen zu können, dass Männer weniger aggressiv sind.
Erstens ist Aggressivität im Sinne des beherzten Anpackens einer Aufgabe ja durchaus etwas Erwünschtes.
Zweitens - die Beispiele aus dem Tierreich machen das deutlich - sind es gerade die Frauen, die die Männer aggressiv machen. Nämlich weil sie sich solche Männer als Partner wählen die sich durchgesetzt haben, auch gegen ihre Geschlechtsgenossen.

Man sollte Aggressivität nicht gleichsetzen mit körperlicher Gewalt. Letztere ist fast immer zu verurteilen.
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