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Koma
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Von wize.life-Nutzer - Mittwoch, 01.10.2014 - 16:02 Uhr

Die Gesellschaft war schon lange im Eimer, als der Staat wirtschaftlich kollapierte. Ein Staat nie lebensfähig, künstlich am Leben erhalten wie ein Patient auf der Intensivstation.


Der Herbst 89 begann im Frühsommer 53.
Arbeiten für wenig Geld. Mehr arbeiten. Mehr für des Volkes Eigentum. Noch mehr und wenig in der Tasche. Für das in der Tasche kriegt man nichts im Konsum. Mehr arbeiten. Es wird vorwärts gehen? Es geht nicht vorwärts. Parolen für den Sozialismus machen nicht satt. Mehr arbeiten für den sozialistischen Aufbau. Mehr arbeiten geht nicht. Auch nicht mit Adolf Hennecke und Frida Hockauf. Trotzdem. Es ist nicht, was nicht sein darf. Was die Genossen beschließen, wird vollzogen, ohne Sinn und Verstand und ohne die Kraft der arbeitenden Masse.
Bauch schlägt Kopf. Wenn der Bauch leer ist und keine Aussicht auf Änderung besteht, helfen auch Beschlüsse der Parteikonferenz der SED nicht mehr. Es zündelt. Am 17. Juni 1953 und im Sommer 1989.
Dann Ausverkauf. Verramscht, ungeachtet, was Wert hatte, bzw. alles als wertlos erklärt. Eigentum an Produktionsmitteln, die Grundlage jeder Macht- das Rückgrat, der Hauptstrang gekappt, fort, bevor der naive DDR- Bürger begriff, was da passiert mit seinem Volkes Eigentum. Langfristig durch die Kapital- Mächtigen geplant, wie der "Tag X " gestaltet wird.
DDR- eine klitzekleine Epoche in der Geschichte Deutschlands mit noch gegenwärtigen Auswirkungen.
Ausverkauf. Hoffentlich keine Tradition.


http://www.edition-buchshop.de/buchs...se-1438.htm


Text: Connie B.
Foto: Bundesarchiv Bild 175-14676, Leipzig, Reichsgericht

18 Kommentare

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Ich danke dir für diesen Beitrag. Dumme Sprüche klopfen ist einfacher, als sich gegenseitig zu respektieren und einander die Hand reichen.
LG aus Graubünden
...und gegenseitig fragen, um Antworten zu finden, die man mit in die Zukunft nehmen kann.
Liebe Grüße zu Dir, Rudolf!
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Connie, ich habe im sog. gen. goldenen Westen gelebt, der nicht für alle "golden" war und als die Mauer fiel, war mein erster Gedanke - schön, jetzt können sich die Menschen im Osten etwas ganz neues, vernünftigeres aufbauen als den puren Kapitalismus - Du siehst ich war auch "naiv"
Es braucht keine (Staats)grenzen für die Träume von einer besseren Welt, Ursula. Danke für deine Rückmeldung.
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Naiv waren wir nicht - nur machtlos.
Naiv im Sinne zu glauben, dass es hätte anders kommen können. Wer das Kapital hat, hat die Macht. Das Konstrukt des Volkseigentums haben wir alternativlos hingenommen, ohne je einen Gedanken an Besitz zu verschwenden. Vielleicht das Klammern an die Hoffnung an eine "Beteiligung" beim Verteilen? .
Naiv?Conny wenn man es nicht besser weiss?Woher auch.Einen demokratischen Sozialismus hat ja keiner erlebt.Aber was passiert ist,, zur und nach der Wende, das alles dem Kapital unterworfen wurde.Denken wir nur an Leuna von Kohl verhökert,
Es war sogar mal die Rede von volksaktien.Es sollte jeder DDR Bürger ein 16 Millionstel bekommen.Nix ,verkauft verrascht und platt gemacht
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Sehr wahrer Text.Mehr will ich nicht sagen weil ich sonst als ehemaliger DDR Bürger explodieren würde um der Machenschaften dieses BRD Regimes unter der jetzigen Leitung einer Sekretärin für Agitation und Propaganda und nem Staatsoberhaupt der offiziell als begünstigter der Stasi bezeichnet werden darf
Solche Menschen waren und sind immer gefährlich ehrgeizig.
Das Thema "MfS" und Verstrickungen darin wären auch ein Thema. Vielleicht kannst Du das in einem Beitrag anstupsen, Helmuth?
Ich empfehle immer wieder mal die zwölfteilige Serie "Weissensee" lief gerade erst wieder Montags im MDR. Sie hat viel gezeigt, wie es in der Stasi ablief. Selbst Familienmitglieder wurden aufeinandergehetzt
Ja aber ich denke für dieses Forum ist das ein zu brisantes Thema. Also mir geht da immer wieder die Hutschnur hoch.
Aber die Wiederholung wäre wirklich gut.
Ich finde es auch richtig das immer wieder an die Verbrechen des 2. Weltkrieges erinnert wird. Nicht aber auch Garnichts darf von diesen schlimmen Mißständen verdrängt oder vergessen werden.
Vor 2014 Jahren soll Ein Jesus gekreuzigt worden sein. Daran werden wir auch alle Jahre erinnert.
Conny will nur mal ein Beispiel sagen in Bezug auf die Verstrickungen der alten Bundesführung.Jahrelang wurde Schalk Golodkowski in aller Munde geführt.Das war der Devisenbeschaffer der DDR.Irgendwann ging diesem Mann das alles zu weit und er sagte einfach;wenn ihr weiter son Schindluder mit mir treibt packe ich aus.Und mit einmal wars still um den guten Mann und er lebt unbehelligt am Gardasee in seiner Villa
Andere haben vorher schon gesagt das sie nicht mitmachen. Die leben nicht in einer Villa am Gardasee .
Ach Carola du hast scheinbar nix begriffen
So. Gut dann las mich mal nicht doof sterben.Kannst mir noch einmal zum mitschreiben alles erklären.Ich kleines Dummchen aber auch.
Schau dir deine Antwort auf meinen Kommentar an und erklär mir den Zusammenhang
Ich muß mir Garnichts noch einmal anschaun. Du hast mich nicht richtig gedeutet.
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