Koma
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Beitrag von wize.life-Nutzer

Die Gesellschaft war schon lange im Eimer, als der Staat wirtschaftlich kollapierte. Ein Staat nie lebensfähig, künstlich am Leben erhalten wie ein Patient auf der Intensivstation.


Der Herbst 89 begann im Frühsommer 53.
Arbeiten für wenig Geld. Mehr arbeiten. Mehr für des Volkes Eigentum. Noch mehr und wenig in der Tasche. Für das in der Tasche kriegt man nichts im Konsum. Mehr arbeiten. Es wird vorwärts gehen? Es geht nicht vorwärts. Parolen für den Sozialismus machen nicht satt. Mehr arbeiten für den sozialistischen Aufbau. Mehr arbeiten geht nicht. Auch nicht mit Adolf Hennecke und Frida Hockauf. Trotzdem. Es ist nicht, was nicht sein darf. Was die Genossen beschließen, wird vollzogen, ohne Sinn und Verstand und ohne die Kraft der arbeitenden Masse.
Bauch schlägt Kopf. Wenn der Bauch leer ist und keine Aussicht auf Änderung besteht, helfen auch Beschlüsse der Parteikonferenz der SED nicht mehr. Es zündelt. Am 17. Juni 1953 und im Sommer 1989.
Dann Ausverkauf. Verramscht, ungeachtet, was Wert hatte, bzw. alles als wertlos erklärt. Eigentum an Produktionsmitteln, die Grundlage jeder Macht- das Rückgrat, der Hauptstrang gekappt, fort, bevor der naive DDR- Bürger begriff, was da passiert mit seinem Volkes Eigentum. Langfristig durch die Kapital- Mächtigen geplant, wie der "Tag X " gestaltet wird.
DDR- eine klitzekleine Epoche in der Geschichte Deutschlands mit noch gegenwärtigen Auswirkungen.
Ausverkauf. Hoffentlich keine Tradition.


http://www.edition-buchshop.de/buchs...se-1438.htm


Text: Connie B.
Foto: Bundesarchiv Bild 175-14676, Leipzig, Reichsgericht

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