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Was war die DDR tatsächlich?
Was war die DDR tatsächlich?

Was war die DDR tatsächlich?

Von wize.life-Nutzer - Donnerstag, 02.10.2014 - 14:55 Uhr

Gysi: DDR war kein Unrechtsstaat!

Welche Absicht verfolgen er und damit die Partei „Die Linke“ mit dieser Aussage?



Wenn der Spitzenmann der Partei „Die Linke“, die 2007 durch Verschmelzung von WASG und Linkspartei PDS entstanden ist und dem Anspruch einer linken politischen Orientierung herleitet, auf die Überwindung des Kapitalismus zu einem „demokratischen Sozialismus“ hinzielt, plötzlich und ohne Not behauptet, dass die DDR kein Unrechtsstaat gewesen wäre, so frage ich mich ernsthaft, was in einer solchen Person vorgeht und was diese Partei in unserm „Rechtsstaat“ Deutschland eigentlich denn vorhat, wenn sie sich nicht sofort und unmissverständlich von diesem politischen Statement des Herrn Gregor Gysi trennt.

Sowohl der NS Staat als auch die DDR waren nach meiner Meinung Unrechstaaten, auch wenn das Bundesverfassungsgericht gegenüber der DDR stets nur eine „vorsichtige“ Entscheidungsstrategie verfolgte und sich weigerte, die ehemals „andere“ Deutsche Republik als den „Unrechtsstaat durch und durch“ zu bezeichnen.

Wehret den Anfängen!

PS: Berlin (AFP) 03.10.2014

Im Streit um das Diskussionspapier für die Sondierungsgespräche zwischen SPD, Grünen und der Linkspartei in Thüringen hat der Fraktionschef der Linken im Bundestag, Gregor Gysi, eingelenkt. Das von ihm kritisierte Papier, in dem die DDR als "Unrechtsstaat" bezeichnet wird, habe "Kompromisscharakter" und sei "differenziert", sagte Gysi am Donnerstag im Fernsehsender Phoenix. Die DDR sei "eine Diktatur" und "kein Rechtsstaat" gewesen. Es habe "staatlich verordnetes Unrecht und auch staatlich verordnetes grobes Unrecht", sagte Gysi.

Ein Bekannter, dessen persönliche Integrität ich sehr schätze, schreibt zu meinem Themenbeitrag folgendes:

Lieber Herr Klier,

Ihre Feststellungen sind richtig.

Die DDR ist entstanden als Folge der brutalen Besatzungspolitik der Sowjetunion und nicht durch freie Wahlen. Ihre Regierung hatte fast nur so viel Handlungsfreiheit, wie ihr seitens Moskau eingeräumt wurde, nämlich fast keine. Meiner Erinnerung nach galt die offizielle Parole; "Von der Sowjetunion lernen, heißt siegen lernen".

Am 17. Juni 1953 haben sowjetische Panzer und sowjetische Soldaten die kommunistische DDR Regierung gerettet. Das hatte Honecker noch im Oktober 1989 von Gorbatschow erhofft, aber nicht erhalten. Wenige Jahre vorher wäre der verzweifelte Ruf nach Freiheit wieder blutig erstickt worden.

Ich bin nach wie vor dankbar, dass ich das "Wunder des 20.-ten Jahrhunderts", nämlich
den weitgehend unblutigen Zusammenbruch der kommunistischen Diktaturen, noch
erleben durfte.

Dies sind meine Gedanken zum heutigen nationalen Feiertag.

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30 Kommentare

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Auch der Oberbürgermeister von Berlin Wowereit ist sehr klar in seinen Ansichten: Auf die ewige Frage, ob die DDR ein Unrechtsstaat gewesen sei, antwortet Berlins Regierender Bürgermeister am 10.11.14 bei Günther Jauch sofort mit "Ja, was denn sonst"!
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Und den Sozialismus in seinem Lauf halten weder Ochs noch Esel auf (Erich Honecker, 1989)
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Bundespräsident Joachim Gauck erinnert in Leipzig am 09.10.2014 an Unrecht in der DDR
In seiner «Rede zur Demokratie» erinnerte Gauck an das Unrecht in der DDR, denn dort habe ein Klima der Angst und Ohnmacht geherrscht. «Die DDR war ein Unrechtsstaat, es gab keine unabhängige Gerichtsbarkeit», sagte er. «Willkür regierte das Land.»
Ich war vor der Wende 3 mal in Sachsen Anhalt und danach in Sachsen, Thüringen und Sachsen Anhalt mehrfach in der ehem. DDR, habe ehrenamtlich geholfen und dabei hautnah erlebt und auch geschildert bekommen, welches Unrecht die Bürger ertragen mussten.

Keinesfalls möchte ich die Bürger im Osten von Deutschland mit meinem Themenbericht diskreditieren, sondern nur auf das sonderbare Verhalten des Herrn Gregor Gysi aufmerksam machen, der das gewesene Unrecht in der DDR verschleiert.
Gauck faselt von Unrechtsstaat?Der der sich da gut integriert hat und seine Söhne studierten im Westen konnten ein und ausreisen?!Der Gauck der offiziell als Begünstigter der Stasi(laut Gerichtsbeschluss)bezeichnet werden darf ,der redet von Demokratie und Unrechtsstaat?!Der hat doch sämtliche Annehmlichkeiten genossen
Aber auch Wowereit wertet die Thematik sehr klar: Auf die ewige Frage, ob die DDR ein Unrechtsstaat gewesen sei, antwortet Berlins Regierender Bürgermeister am 10.11.14 in der Sonntags-Sendung bei Günther Jauch sofort mit: "Ja, was denn sonst"!
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Ich habe mir die Diskussion durchgelesen. Die wird den Medienmachern Freude bereiten. Es ist erschütternd wie viele ohne Nachdenken denen nachlaufen.
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25 Jahre nach dem Ende der sozialistischen Ära würde ich mich gerne auf das Wesentliche und Nachhaltige dieser Epoche konzentrieren.

Das Wesentliche für die überwiegende Bevölkerung der DDR, das war der Umbruch, die Revolution 1969.

Die DDR-Führung hat es von Beginn an verstanden, Kinder und Jugendlichen in das System einzubinden, ihnen Heimat zu bieten, ihnen Identität zu vermitteln.

45 Jahre reichten aus, um mehrere Generationen zu prägen. Generationen, die sich trotz aller Widernisse einzurichten verstanden. Es gab ja keine Alternative.

Dann kam mit der Freiheit der Bruch, die Leere,
das Unverständnis von uns Wessis dafür, dass Ossis eben so sind, wie sie sind.

Am Ende einer ARD-Sendung über die FDJ hat es ein Künstler auf den Punkt gebracht.
Sehr treffen beschrieben hat das Eintauchen in diese Freiheit auch eine Userin, Connie, in ihrem Beitrag: [f]"Freiheitstaumel" [/f]vom 30.9.

Dieser Text blieb fast unbeachtet. Für mich war er sehr aufschlussreich.
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Schon mal was von meinungsfreiheit gehört und es ist seine und er läßt keine andere diktieren und wen du kopf stehst und das rumgehacke auf den unrechtsstaat bringt doch nichts
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Ist der Begriff "Unrechtsstaat" eine Worthülse oder ein feststehender allgemein anerkannter Begriff? Das in der DDR vielen Unrecht geschehen ist, ist jedem bekannt. Wie viele Staaten müssten wir je nach Definition auch noch "Unrechtsstaaten" nennen?
Und wir, wir sind ein Staat, der mit vielen "Unrechtsstaaten" Verträge schließt und Handel treibt. Auch wir haben mit der damaligen DDR Staatsverträge geschlossen und regen Handel betrieben.

40 Jahre DDR und wir scheinen noch einmal 40 Jahre zu brauchen um wirklich zusammenzuwachsen. Was die DDR war und wie sie geschichtlich einzuordnen ist können wir jetzt getrost den Wissenschaftlern überlassen. Es sollte nun darum gehen unseren gemeinsamen Staat weiter aufzubauen und zu erhalten.
Und ich beende meinen Diskurs mit folgender abschließender Anmerkung und werde zu dieser Thematik nicht mehr antworten:
Zur Erinnerung:
Der mächtigste Politiker der DDR war unzweifelhaft Erich Honecker
1992 wurde er in Berlin wegen "Menschenrechtsverletzungen" des DDR-Regimes vor Gericht gestellt; das Verfahren aber aufgrund seiner Krankheit eingestellt. Die Anklage war aufgrund seiner Rolle als Staatschef der untergegangenen DDR wegen der schwierigen Rechtslage umstritten . Er durfte wegen seines ernsten Gesundheitszustandes zu seiner Familie nach Chile ausreisen, wo er 1994 verstarb.
Wer ein Thema anstößt, aber sich aus dem Staub macht, sobald Widerspruch auftaucht: Wie nenne ich denn den?
Stell dir mal vor: Unser Musterländle Baden-Württemberg hat sogar einen grünen Ministerpräsidenten, und den haben sogar meine konservativen Nachbarn gewählt - und werden ihn wohl auch wiederwählen, so wie ich auch!
Gott sei Dank bestimmst du nicht, wer hier was zu suchen hat oder nicht. ---- Und wer Grüne, Linke und NPD in einen Topf wirft disqualifiziert sich selbst als extrem unwissend.
Undemokratisch?????? Kretschmann wurde gewählt, weil er ein entschiedener Gegner von Stuttgart 21 war - wie wir glaubten, so wie die meisten BW-Bewohner. Er versprach nicht Einstellung sondern ein Referendum. Das fand gleich nach seiner Wahl statt - und: oh Überraschung, die Mehrheit war FÜR Stuttgart 21. So musste der Ministerpräsident eben klein beigeben - und das hat er mit Würde und Anstand getan. Wenn du das undemokratisch nennst!
Einen Menschen ein "widerliches Subjekt" zu nennen - das finde ich aber seeeeeehr "widerlich".
Nun, wer Winfried Kretschmann, Renate Künast, Cem Özdimir, Oskar Lafontaine und Gregor Gisy in einen Topf mit Hitler, Eichmann und Kinderschändern wirft, stellt sich schon ein großes Armutszeugnis aus. Oder bist du ein Troll? Von einem normalen User kann ich mir nämlich einen solchen unsinnigen, bösartigen Vergleich nicht vorstellen.
Und eine andere Republik hätte ich übrigens auch gern: Eine, in der die Menschenwürde und nicht das Geld regiert.
Und mit mir noch ein paar Millionen.....
Von mir, als Ausreiseantragsteller gibt es sicher auch eine dicke Akte, aber die hab ich mir nie angesehen und werde es auch nicht tun ---
ich möchte auch gar nicht wissen, wer hier alles Daten über mich sammelt. Und das ist manchmal noch lästiger, wenn ich z. B. - so wie ein paar Bekannte, Werbepost von der selben Pharma-Firma erhalten ---- und wir den gleichen Orthopäden haben . Schon seltsam -
Wenn es in absehbarer Zeit mal zu einen rot-rot-grünen Koalition käme, was nicht auszuschließen ist, würde sich gar nicht so viel ändern, denn die Weltpolitik wird längst schon bei Wallstreet und Co. entschieden.
Ich rate Ihnen, den Kommentar des deutschen Journalisten und Hochschullehrer Ernst Elitz vom 04.10.14 "Das Leugnen der Linkspartei" zum Tag der Deutsche Einheit ergänzend zu lesen und sich mit polemischen Äußerungen etwas mehr zurückzuhalten, denn die Wahrheit kommt immer ans Licht, auch wenn sie zeitweise verleugnet wird.
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Zum morgigen Tag der Einheit holt Gysi längst Vergangenes wieder aus seiner subjektiven Deutungskiste, provoziert und verletzt vor allem viele ehem. DDR-Bürger 25 Jahre nach dem Mauerfall.

Nochmals zum Mitschreiben:

„Die DDR war eine Diktatur, sie kannte keine freien Wahlen, keine unabhängige Justiz, keine Verwaltungsgerichtsbarkeit, keine Meinungs- und Reisefreiheit - und so weiter und so fort“.

Ich bin erstaunt und sehr enttäuscht, dass nach 24 Jahren nach dem Ende der DDR “Gregor Gysi diesen ehemaligen „Unrechtsstaat" immer noch verteidigt und bis an den Rand der Lächerlichkeit die von den Bürgern herbeigeführte „Delegitimierung“ der DDR ablehnt und auf Teufel komm raus dummes Zeug als Volljurist von sich gibt.
Die Zahl jener Menschen, die Gregor Gysi meinen nach wie vor huldigen zu müssen und sich somit gegen die Wahrheit sträuben, ist leider vorhanden und belegbare Fakten über tatsächlich vorgelegenes Unrecht in der ehem. DDR werden leichtfertig ignoriert und einfach ausgeblendet.

Stellungnahmen auf unwahre Auslegungen des Herrn Gysi führen dagegen zu Vorwürfen und Verschwörungstheorien und es ist deshalb schwer zu erklären, dass oft intelligente Menschen sich rigoros weigern, der Wahrheit ins Gesicht zu sehen?

Wir sollten deshalb niemals aus den Augen verlieren, dass der Weg zu einem Unrechtsstaat mit der Ausblendung und Zerstörung der Wahrheit beginnt und die ehemaligen DDR-Bürger leidvoll diesen Weg durchlaufen mussten.
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Vor einien Tagen habe ich zu diesem Thema eine Notiz an das schwarze Brett geheftet.
Darin habe ich einen Link zur ARD eingefügt.
In dem Beitrag der ARD erläuterte H. Gysi seine Ansicht dazu.
Man muss schon ein ausgfuchster Winkeladvokat sein ,um die Argumente nachvollziehen zu können.
In den meisten Kommentaren zu diesem Artikel wurde ebenfalls dafür kein Verständnis aufgebracht.
Die in der Rede H.Gyis Behauptung , das die Gründung der DDR eine Reaktion auf die Gründung der BRD gewesen sei , ist nach meinem Wissen falsch.
Stalin hat nach meiner Auffassung seinen Machtbereich festigen wollen.
Nach meiner Meinung war die DDR von Anfang an ,auch nach heutigen Maßstäben ein Unrechtsstaat.
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"Ich liebe doch alle" sagte Erich Mielke am 13.Nov.1989 vor der DDR- Volkskammer.
Die DDR sei gar kein Unrechtsstaat gewesen behauptet Gysi heute.

Liebe, Unrecht, Rechtsstaatlichkeit, das sind Begriffe, die in unserem demokratisch freiheitlichen System für unverhandelbare Werte stehen.

Es ist nachvollziehbar, dass Mielke seine Haut retten wollte.
Was aber will Gysi retten, wenn er an diesen , unseren Werten rüttelt?
Paul, Dir ist wohl spontan nix besseres eingefallen, als meinen Namen in den Kommentar zu setzen.
Geschah das völlig unreflektiert oder willst Du demonstrieren, wie man Abmachungen - nämlich keine Klarnamen in Kommentare zu schreiben - ungestraft brechen kann?
Zu DDR-Zeiten hätte Dir das Hohenschönhausen und dann Waldheim eingebracht. Gelle?
Also lösche bitte.
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