wize.life
Neu hier? Jetzt kostenlos registrieren und mitmachen! Warum eigentlich?
Reiche Kirche? Arme Kinder?
Reiche Kirche? Arme Kinder?Foto-Quelle: © Esther Stosch / www.pixelio.de

Wir zahlen 11 Mrd. Euro Kirchensteuer - zu viel?

Von Sonja Bissbort - Freitag, 10.10.2014 - 11:38 Uhr

Dank der konjunkturellen Entwicklung in Deutschland erhalten offensichtlich die katholischen und evangelischen Kirchen im Jahr 2014 Hunderte Millionen Euro mehr als in den Vorjahren. Seit 2005 sind die Einnahmen aus der Kirchensteuer gar um 43 Prozent gestiegen.

So viel Geld wie nie zuvor.


Laut der "Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung" (F.A.S.) steigt das Kirchensteueraufkommen nach den Rekordjahren 2012 und 2013 auch in diesem Jahr noch einmal erheblich. Man rechnet mit einem Mehr von vier bis fünf Prozent. In Zahlen erhält die katholische Kirche zusätzliche 250 Millionen Euro , die Evangelische Kirche gut 200 Millionen Euro mehr als im vergangenen Jahr.

Das macht summa summarum...

.. für beide Kirchen zusammen: knapp elf Milliarden Euro.


Wohlgemerkt: Nicht die kirchliche, sondern die konjunkturelle Entwicklung bereitet dieses Geldsegen. Anders als in fast allen anderen Ländern der Welt finanzieren sich die deutschen Kirchen nicht über Spenden. Die deutschen Finanzbehörden sorgen im direkten Einzugsverfahren für das monetäre Wohl. Fakt ist: Die Zahl der Mitglieder geht zurück ebenso wie die Zahl der kirchlichen Aktivitäten.

Gleichwohl betonen die Kirchen, wie dringend die das Geld brauchen. Angesichts stetig steigender Personalkosten. Z.B.

Außerdem - so der Finanzchef der EKD Thomas Begrich gegenüber der "F.A.S.": „Von einem Rekord möchte ich nicht gern sprechen, denn inflationsbereinigt liegen wir noch unter dem Niveau von 1994."

Nehmen wir eine andere Zahl zum Vergleich: das deutsche Kindergeld.


Die Gesamtsumme, die 2013 für Kindergeld aufgebracht wurde, beträgt rund 37,8 Mrd. Euro. Das klingt erst einmal recht viel. Wenn man jedoch sieht, dass davon 14 Mio. Kinder "leben" müssen und dass Experten sogar "vor einem höheren Kindergeld warnen", ja Politiker und Medien das Kindergeld regelmäßig auf den Prüfstand schicken, dann stellen sich doch erhebliche Fragen.

Kirchen haben erheblichen Privatbesitz, um nicht zu sagen: Pfründe. Sie werfen nicht nur wie in Limburg das Geld oftmals zum Fenster raus. Sie geraten zunehmend auch bei Politikern - wie dem
FDP-Politiker Kubicki - in die offene Kritik. Denn neben den Kirchensteuern erhalten sie auch noch Kollekten und Spenden in mannigfaltiger Höhe sowie Ausgleichszahlungen, so genannte Staatsleistungen in Höhe von jährlich 480 Millionen Euro, für Kirchengüter, die unter Napoleon eingezogen wurden.

Man darf es nicht nur laut denken, sondern auch sagen:

Die Kirche ist nicht arm. Aber Kindergeld sichert oft genug die Existenz.


37,9 Mrd. Euro Kindergeld für 14 Mio. Kinder klingt - wie gesagt - auf den ersten Blick viel. Gleichwohl gehen viele Kinder ohne Frühstück oder Pausenbrot in die Schule, haben kein warmes Mittagessen und oft nur die nötigste Kleidung.

Das rührt unter anderem auch daher, dass lt. Sozialgesetzbuch II und XII das Kindergeld "durch Anrechnung den Bezug von Grundsicherungsleistungen" vermindert. Das heißt, in sozial schwachen Familien "übernimmt es faktisch auch eine existenzsichernde Funktion".

Mit anderen Worten: Der Staat zahlt Kindergeld und verrechnet dies mit anderen Sozialleistungen.

Wie wäre es, wenn die beiden Kirchen z.B. auf die Hälfte oder auch gänzlich auf "ihre" 11 Mrd. Euro Kirchensteuer verzichten würden? Zum Wohle der Kinder, das den Kirchen angeblich auch so sehr am Herzen liegt?

63 Kommentare

Melden Sie sich jetzt mit Ihrem Nutzerkonto an, um Kommentare zu hinterlassen.
Ich achte jeden Glauben gleich - ich zahle nichts - bin Atteist. Die Summen kann man eher spenden, dorthin wo die Not groß ist.
Ich habe mir in Rom den Petersdom etc angesehen. Seit dieser Zeit ist mir erst klar geworden, wie reich eigentlich die Kirche ist.
Ich kann nicht nachvollziehen, warum man für seinen Glauben auch noch monatlich zahlen soll. Auch besichtige ich keine Kirche wo man Eintritt zahlen muss...
Melden Sie sich jetzt mit Ihrem Nutzerkonto an, um Kommentare zu hinterlassen.
Die deutsche katholische Kirche unterstützt die amerikanischen katholischen Kirchen jedes Jahr mit hohen Milliardenbeträgen. Das ist auch sehr wichtig, schliesslich ist Amerika ein Land mit sehr hohen Katholikenanteil und gleichzeitig Weltpolizist. Wie könnten die Amis sonst ihre wichtigen Kriege genehmigt und finanziert bekommen, wenn nicht die Katholiken in den Parlamenten entsprechend stark vertreten wären.
Melden Sie sich jetzt mit Ihrem Nutzerkonto an, um Kommentare zu hinterlassen.
Frage eines Heiden: Warum müssen die Menschen etwas bezahlen, nur für den Glauben?
Geht das nicht auch ohne zu bezahlen?
Auf alle Fälle scheint es aus meiner Sicht ein gutes Geschäft zu sein, zumindest für den Betreiber.
Es gibt Glaubensrichtungen wo man keine Steuer zahlen muss...
Melden Sie sich jetzt mit Ihrem Nutzerkonto an, um Kommentare zu hinterlassen.
Das Thema Kirchensteuer schein hier bei seniorbook ein Renner zu sein. Ich wundere mich nur, dass sich hier viele negativ dazu äußern, die gar keine Kirchensteuern bezahlen. Ich bezahle meine Kirchensteuer und noch so manches mehr. Außerdem kann ich jedes Jahr den Haushaltsplan meiner Kirchengemeinde einsehen, denn er liegt für eine festgesetzte Zeit im Gemeindebüro zur Einsichtnahme aus. Nicht der Pastor bzw. Pfarrer sondern der gewählte Gemeindekirchenrat entscheidet über die Finanzierung der Kirchengemeinde.
Selbstverständlich können sich die Ausgaben für die Kirche (Kirchensteuer, Kirchgeld, Spenden) bei der Lohn Einkommensteuer steuermindernd auswirken, denn das gilt für alle Vereine, Parteien und Organisationen die als Förderungswürdig anerkannt sind.
Ich bemängele jedoch, dass die Taufe als alleinige Grundlage der Zahlung von Kirchensteuern. Hier sollte die eigene schriftliche Erklärung der Religionsmündigen erforderlich sein.
Teil 2
Einige, die bemängeln, dass der Staat die Steuern für die Kirche einzieht, sollten bedenken, dass je nach Bundesland der Staat festgesetzte Prozentteile (Nds =4%) einbehält.
Noch gilt Deutschland als christliches Land in dem alle Bürger von den christlichen Feiertagen und etlichen anderen Leistungen der Kirche profitieren können.
Oder sollten die christlichen arbeitsfreien Feiertage demnächst nur für Kirchensteuerzahler gelten?
Oder sollten die Kirchen unterschiedliche Gebührensätze für Kirchensteuerzahler und Nichtzahler einführen? Nein, denn das entspricht nicht dem kirchlichen Gedankengut.
Sonja Bissbort
Auch andere Länder gelten als christliche Länder und haben dennoch nicht die Ausnahmeregelung wie Deutschland. Der Beitrag zielt auch nicht gegen die Kirche und ihre Mitglieder, sondern gegen die Kirchensteuer, die automatisch jedem Steuerzahlenden auferlegt wird - es sei denn, er verlässt die Kirche. Und gegen die Höhe der Kirchensteuer und weiterer Abgaben, die sogar dann noch steigt, wenn weniger in der Kirche sind. Dieses Paradoxon ergibt sich aus der Kopplung Kirchensteuer und Finanzamt. Andere gemeinnützige Vereine haben diesen Vorteil nicht, auch wenn sie wichtige Arbeit leisten. Hier sind auch die vielen ehrenamtlichen HelferInnen zu nennen, von denen auch die Kirche in ihren Aufgaben sehr profitiert.
Einerseits haben Steuerehrlichkeit und die Versteuerung der Renten den Kirchen einen großen Zugewinn an Kirchensteuern beschert. Andererseits haben die vielen Kirchenaustritte den Kirchen große finanzielle Verluste zugefügt. Denn es ist weit mehr als nur die Kirchensteuer die dadurch wegfällt.
Über eine andere Finanzierung der Kirchen in Verbindung mit ihren gesellschaftlichen Aufgaben darf selbstverständlich nachgedacht werden.
Wegfall staatlich erhobenen Kirchensteuer / "Mitgliedsbeiträge", Selbsteinzug der "Mitgliedsbeiträge", Höhe der Kirchensteuer /"Mitgliedsbeiträge" , Kirchgeld, freiwilliges Kirchgeld ... .

Ich würde es vorerst als Fortschritt bezeichnen, wenn der Staat öffentlich mitteilt in welcher Höhe das Kirchensteueraufkommen auf die einzelnen Bistümer und Landeskirchen verteilt werden. Des weiteren sollten die Bistümer und Landeskirchen gesetzlich verpflichtet werden eine Jahresbilanz zu veröffentlichen.
Der Vatikan ist der grösste Grundbesitzer der Welt! Ausserdem ist er Aktionär bei FIAT, COCA COLA Italien bei der Corriera della Serra (Zeitung) etc. etc. Eine eigene Bank, die die Geldangelegenheiten des Vatikan verwaltet und keine Steuern bezahlt! Wenn ich die Einnahmen den Leistungen gegenüber stelle sieht die Bilanz schlecht aus!
Genau so ist es!
Der Staat zieht auch die Kirchensteuer vom Arbeitslosengeld ein wenn man Atteist ist. Habe es zwei Jahre lang selber erfahren müssen und konnte nichts dagegen tun. Ist gesetzlich festgelegt...
Ja, von Geburt an Atheist. Meine Mutter musste aus der katholischen Kirche austreten, da sie einen Atheisten geheiratet hat (1951). Deshalb sind meine Geschwister und ich Atheisten.
In der Arbeitslosigkeit bekommst du trotzdem diesen Abzug egal ob du einer Konfession angehörst oder nicht. Die Kirchensteuer wird dir abgezogen... Habe mich erfolglos dagegen gewehrt.
JA richtig, 35 Berufsjahre ohne Kirchensteuer - 2 Jahre arbeitslos mit Kirchensteuer -
Hat mich genau so überrascht wie Dich... Widerspruch hat nichts gebracht)
Wenn ich Dir Recht gebe, dann müsstest Du an einigen kirchlichen Feiertagen arbeiten, denn es sind für alle Arbeitnehmer bezahlte kirchliche Feiertage.
Es gibt Kindergärten, bei denen zahlt die Kirche bis zu 12% oder gar 15% der Personalkosten. Sollten hier die Eltern, die keine Kirchensteuern bezahlen, höhere monatliche Gebühren für ihre Kinder zahlen müssen?
Pfarrer und Pfarrerinnen bekommen nicht nur Beamtenbesoldung, sie sind auch Beamte, denn die Kirchen haben das Recht der Dienstherrnfähigkeit.
Lieber Peter - hast du mal festgestellt, wie viele Menschen an den kirchlichen Feiertagen ARBEITEN MÜSSEN? Polizei, Feuerwehr, Spitäler, Taxifahrer, Piloten, Lokführer und anderes Personal der DB, Pikettdienste für defekte Haushaltsgeräte und TV/Internet geräte, Fernseh- und Radiostudios etc. etc. Dein Argument ist sehr dünn! Hast du auch einmal festgestellt, wie viel Land und Immobilien die katholische Kirche in Deutschland besitzt und damit eine Rendite erzielt? Damit wir uns recht verstehen - ich habe nichts gegen den Glauben - aber ich bin ein grosser Gegner von einer Institution, die Mässigkeit predigt, die Menschen veranlasst in einer Beichte vielleicht sogar einen Mord oder Todschlag zu gestehen und anschliessend meint, mit 10x Beten und Busse tun sei alles vergeben! SO NICHT !!
@ Jean
Ich war 30 Jahre im Justizvollzug tätig.
Es sind schon jetzt sehr viele Menschen in Dienstbetrieben tätig, wo an allen Tagen rund um die Uhr gearbeitet wird. Bisher werden aber an Wochenenden nur die unabweisbar dringend erforderlichen Arbeiten durchgeführt.

Wenn unser jetziges System noch weiter gelockert wird, dann werden nicht nur Kaufhäuser an allen Tagen geöffnet sein, dann werden an Wochenenden auch die Firmen voll durcharbeiten und nicht nur Bereitschaftsdienste einteilen.
Melden Sie sich jetzt mit Ihrem Nutzerkonto an, um Kommentare zu hinterlassen.
Was heißt: "Wir zahlen 11 Mrd. € Kirchensteuer." Das stimmt doch gar nicht!

Nur Katholiken und Evangelische zahlen für ihre Kirchen diese Kirchensteuer. Atheisten und solche, die aus der Kirche ausgetreten sind, anderen Kirchen angehören, in denen keine Kirchensteuer anfällt sind allesamt außen vor.

Wer also solche Äußerungen macht, sollte einmal fragen, was er da überhaupt sagt. Das ist nichts als übelste Stimmungsmache, um andere in Mißkredit zu bringen. Mehr aber auch nicht. Die Folgen sind allerdings fatal.

Wenn man weiß, dass die humanistisch-säkulare Gesellschaft sich kaum um die Finanzierung sozialer Aufgaben bemüht, so sie diese denn überhaupt wahrnimmt, wird man spätestens dann merken, was sie sich mit dieser negativen Haltung eingehandelt hat, wenn die Kirchen ihre sozialen Aufgaben wegen nicht mehr vorhandener Mittel ganz einstellen muss.
Sonja Bissbort
Das stimmt so nicht. Wer aus der Kirche austritt, zahlt mehr Einkommenssteuer.
Was stimmt nicht? Dass jene, die aus der Kirche austreten mehr ESt zahlen ist nicht zutreffend. Da ich selbst Lohnabrechnungen schreibe, wäre mir das wohl aufgefallen.
Sonja Bissbort
Kirchensteuer ist abzugsfähig. Wer in der Kirche ist, zahlt deshalb weniger ESt. Ist man nicht in der Kirche, kann man diese nicht abziehen und zahlt entsprechend mehr ESt. Das tue ich seit Jahren bzw. weiß dies von meiner Steuerberaterin, die meine ESt. etc. betreut. D.h., der Kirchenaustritt hat keine finanziellen Vorteile, jedenfalls keine relevanten. D.h., ich gebe mein Geld entweder der Kirche oder dem Fiskus. Eine interessante Kopplung, wie ich finde.
KS kann nur der AN selbst bei einer EStE als Abzugsposten geltend machen, so er denn eine EStE macht. Die meisten KS zahlenden AN machen leider keine EStE und verschenken damit einen Haufen Geld an jene, die mit Geld nicht umgehen können - unsere Politiker.

Da die Kirchen in aller Regel umfangreiche soziale Aufgaben wahrnehmen, ohne die es vielen Menschen hierzulande erheblich schlechter gehen würde, sind diese Gelder dort gewiß nicht am schlechtesten Platze, auch wenn es dort solche gibt, die Gelder veruntreuen.

Ob wohl der Staat jene Arbeitnehmer, die in sozialen Berufen der Kirche angestellt sind, übernimmt, exakt diese Aufgaben weiterführt, wenn die Kirche dieser Mittel beraubt würde, wage ich ernsthaft zu bezweifeln.

- Es würde eine Flut von Arbeitslosen geben.
- Es würden unendlich mehr Menschen unter dem Existenzminimum leben.
- Es würden mehr Frauen nicht mehr arbeiten gehen können, deren Kinder jetzt noch betreut werden.

Ob diese platte Forderung wirklich Sinn macht?
Hab ich das denn gesagt? Nein!
Sonja Bissbort
Mit dem Geld, das die Kirchen angeblich oder tatsächlich in Einrichtungen und Personalkosten zum Wohl der Gesellschaft stecken, können diese auch von der Gesellschaft selbst finanziert werden. Ohne Umweg über die Kirchen und Kirchensteuer und deren Verwaltungsgaps. Zudem glaube ich, dass die Kirchen im Lauf der Jahrzehnte und Jahrhunderte umfangreiche Vermögen erwirtschaftet haben, von deren Zinsen wahrscheinlich sehr vieles möglich wäre. Wir brauchen m.E. keine Prachtbauten, um wirklich zu glauben und im Sinne Gottes zu handeln.
Die Kirchen, die ihre Finanzen verschweigen und ihren Mitgliedern die Zahlen vorenthalten müssen sich fragen, ob sie noch christlich handeln.
Eine Diskussion über das Recht der Kirchenmitglieder über die Finanzen ihrer Kirche im vollen Umfang informiert zu werden oder sich informieren zu können wäre angebrachter, als diese Diskussion über den Einzug der Kirchensteuer über den Staatsapparat
@ T. Bernhard Bernhard

Leider melden sich hier in der Mehrzahl Personen zu Wort, die die Kirchensteuer abschaffen wollen. Da finde ich es tröstlich wenn sich ein weiterer Befürworter zu Wort meldet und auch Fakten aufzeigt. Danke!

Die Unterhaltung dieses Domes ist nicht mit einer normalen Kirche in einer Gemeinde vergleichbar. Da fließen jährlich viele Steuergelder zum erhalt des Domes, das sind nicht nur Spenden und Kirchensteuern. Zudem sind die Einnahmen der Stadt Köln durch die Touristen, die den Dom besuchen nicht unerheblich.
Melden Sie sich jetzt mit Ihrem Nutzerkonto an, um Kommentare zu hinterlassen.
ersatzlose Streichung und Abschaffung der Kirchensteuer, der in die Kirche rein geht soll dort eintritt zahlen, das muß reichen
Beispiel:
Ein mittleres Kirchengebäude kostet 1,5 Millionen. Die Ausstattung mit Orgel noch einmal 1 Millionen. Die jährlichen Unterhaltungskosten betragen noch einmal 20.000.
Wie hoch darf denn das Eintrittsgeld für den Gottesdienst sein, wenn die oben genannten Kosten wirtschaftlich auf 60 Gottesdienste im Jahr umgelegt würden?
Was würde dann wohl eine kirchliche Trauung oder ein Trauergottesdienst kosten?
na ja wenn man rechnet das so eine kirche schon einige jährchen steht, wird der betrag schnell kleiner.
aber du hast es nicht verstanden würd ich mal sagen, es geht vor allem darum das die kirchensteuer zwangsweise eingezogen wird, und das nur weil sie damals zur nazizeit eingeführt wurde. nicht um der kirche einen gefallen zu tun, eher um die leute zum austreten zu bewegen. kein anderes land dieser Welt, ausser österreich und deutschland hat diese kirchensteuer. das sollte einen doch zu denken geben. Beispiel Brasilien, da hat es fast 100% katholiken, aber keiner zahlt kirchensteuer, da geht es doch auch!
Ich habe es verstanden. Wir leben in einer Demokratie und da sollten unsere Politiker entscheiden, ob die Kirchensteuer weiterhin vom Staat eingezogen werden soll oder nicht. Ich habe kein Problem damit wenn sich meine Kirche über "Mitgliedsbeiträge" finanziert.
Peter es sollte jeder so machen wie er es gerne hat. verstehen kann ich allerdigs nicht, das die leute bei den gewerkschaften austreten, die schliesslich die löhne und urlaubstage regeln und festigen, aber bei den kirchen dagegen solch ein veto einlegen. es ist schon sehr erbärmlich würd ich mal sagen, wenn man für den glauben von staatswegen zur kasse gebeten wird. aber nur für den glauben der christlichen religion, das ist heuchlerisch und meines erachtens ein frechheit, denn die kleinstkinder haben ja nicht einmal die möglichkeit sich ihren glauben (oder auch keinen) auszusuchen, sie werden einfach getauft , ob sie wollen oder nicht. die zeugen jehovas sind auch so eine brut,aber da werden die erst ab den 14 lebensjahr dazu genötigt der glaubensgemeinschaft beizutreten. genötigt werden bei uns schon die babys, wo ist der kinderschutzbund denn da?
Geht's noch? Wer zwingt Babys oder Kinder zur Taufe?
Die Eltern bestimmen als Erziehungsberechtigte ob sie ihr Baby oder Kind Taufen lassen oder nicht.
Ab dem Alter von 12 Jahren ist das Elternrecht eingeschränkt, weil das Kind zustimmen muss.
Ab dem Alter von 14 Jahren ist jedes Kind Religionsmündig, es kann somit selbst über Kircheneintritt oder Kirchenaustritt bestimmen.

Niemand zahlt für seinen Glauben Kirchensteuer!
Ich kenne einige die von sich sagen, dass sie gläubige Christen sind aber nicht Mitglied einer christlichen Kirche oder Sekte. Also bitte nicht Gläubige und Kirchensteuerzahler undifferenziert zusammenwerfen.
Nur ein Teil der Kirchenmitglieder zahlen überhaupt Kirchensteuern (Lohn-Einkommenssteuerzahler).

Im übrigen ist es keine Bevorzugung der christlichen Kirchen wenn der Staat die "Kirchensteuer" gegen ein gutes Entgelt einzieht, denn jede Religionsgemeinschaft könnte entsprechende Verträge abschließen.
dann frage mal einen der aus der kirche ausgetreten ist, ob er noch zur kirchengemeinde eingeladen wird. wo lebst du denn.
nachdem meine mutter geheiratet hat, wurde in ihren dorf das gut 340 km von münchen weg ist am sonntag von der kanzel verkündet das sie einen heiden geheiratet hat. derweilen sind meine großeltern samt kinder nur aus der kirche ausgetreten. aber da waren sie schon heiden. erzähle mir nichts über die all zu christliche kirche,
Kirchenmitglieder die keine kirchensteuer zahlen sind nicht steuerpflichtig, weil sie vielleicht keine arbeit haben oder sonstiges. die sind ja nicht ausgetreten. also sei etwas ehrlicher mit dir selbst oder willst dir die selben schuhe anziehen die sich die kirche seit jahrhunderten vom volk bezahlen liesen
ach ja peter , die eltern zwingen die kinder zur taufe, oder hast du schon mal ein baby gesehen das selbst zur kirche ging und sich taufen lies
@ Siegfried H.
"Kirchenmitglieder die keine kirchensteuer zahlen sind nicht steuerpflichtig, weil sie vielleicht keine arbeit haben oder sonstiges. die sind ja nicht ausgetreten. "
Habe ich etwas anderes behauptet?

Ich habe auch nicht geschrieben, das jemand der aus der Kirche ausgetreten ist noch zur Kirchengemeinde eingeladen wird.

Da ich nicht der katholischen Kirche angehöre, werde ich mich hier auch nicht öffentlich zu den Verhaltensweisen dieser Kirche äußern.

Ich kenne Heide als Pflanze oder gar die Lüneburger Heide, aber den Begriff "Heide" für Nichtchristen empfinde ich so lange ich Denken kann als eine Unverschämtheit. Eine christliche Kirche, die diesen Begriff noch heute für Nichtmitglieder benutzt hat nichts dazugelernt.

Zu dem letzten Einwand bezüglich der Taufe von Babys schreibe ich nichts, denn dieser Einwand ist für mich indiskutabel.
Melden Sie sich jetzt mit Ihrem Nutzerkonto an, um Kommentare zu hinterlassen.
An Gott (oder wie immer jeder einzelne die "höhere geistige Macht" für sich bezeichnen mag) zu glauben hat NICHTS mit dem Gebaren der Kirche in der Neuzeit zu tun !!!!!!

Meiner Meinung nach verstößt die staatliche Förderung der „Kirche(n)“ durch das direkte Einzugsverfahren der deutschen Finanzbehörden eindeutig gegen das Grundgesetz !!!

In Artikel I. Des Grundgesetz, Absatz 1-3 steht zu lesen:
1. Die Würde des Menschen ist unantastbar. Sie zu achten und zu schützen ist Verpflichtung aller staatlichen Gewalt.
2. Das Deutsche Volk bekennt sich darum zu unverletzlichen und unveräußerlichen Menschenrechten als Grundlage jeder menschlichen Gemeinschaft, des Friedens und der Gerechtigkeit in der Welt.
3. Die nachfolgenden Grundrechte binden Gesetzgebung, vollziehende Gewalt und Rechtsprechung als unmittelbar geltendes Recht.

Ferner steht in der Präampel (nach dem Zusammenschluß von Gesamtdeutschland überarbeitet) noch zu lesen:
Im Bewußtsein seiner Verantwortung vor Gott und den Menschen, von dem Willen beseelt, als gleichberechtigtes Glied in einem vereinten Europa dem Frieden der Welt zu dienen, hat sich das Deutsche Volk kraft seiner verfassungsgebenden Gewalt dieses Grundgesetz gegeben. Die Deutschen in den Ländern Baden-Württemberg, Bayern, Berlin, Brandenburg, Bremen, Hamburg, Hessen, Mecklenburg-Vorpommern, Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz, Saarland, Sachsen, Sachsen-Anhalt, Schleswig-Holstein und Thüringen haben in freier Selbstbestimmung die Einheit und Freiheit Deutschlands vollendet. Damit gilt dieses Grundgesetz für das gesamte Deutsche Volk.

Das Bewußtsein einer „Verantwortung vor Gott und den Menschen“ kann aber nicht bedeuten/heißen, dass blindwütiges fördern der mittlerweile unglaubwürdig geworden(en) - weil zu „weltlich“ orientierter - Institution(en) Kirche(n) im Sinne der Bürger ist !!!
Doch wie kann man diese staatliche Entmündigung (versteckter Abzug der Kirchensteuer durch's FI-Amt – auch wenn ich aus der Kirche offiziell ausgetreten bin !!!) denn stoppen ??? Ich weiß es leider nicht....
eine Präambel ist das Papier nicht wert auf dem das gedruckt ist, eine Präambel ist nur wischiwaschi ohne rechtlichen Hintergrund. steht nur da damit auch was da steht
Sonja Bissbort
Die (eigene) Verantwortung vor Gott unterschreibe ich jederzeit und sie ist für mich auch Leitlinie im Leben. Dieser Verantwortung müssen sich vor allem Kirchen stellen. Un hier sehe ich viel Handlungsbedarf in der Selbstausrichtung. Die mehr als weltliche Ausrichtung auch als zweite Instanz im Staat und ihre Machtansprüche haben vor ein paar Jahrhunderten zu Luthers Thesen geführt. Heute haben beide Kirchen es geschafft, ihren ureigenen Auftrag durch zu viel Machtpolitik und monetäre Habgier erneut in Frage zu stellen, zu vergessen. Ein Entzug der Kirchensteuern wäre möglicherweise ein Fanal zur Umorientierung und Selbsterneuerung. Von Grund auf. Jesus hat keine Kirchen, keine Goldschätze und Prachtbauten, Machtgebärden und Verwaltungsapparatschiks gebraucht, um gehört zu werden.
Melden Sie sich jetzt mit Ihrem Nutzerkonto an, um Kommentare zu hinterlassen.
Da ich Christ bin und einer Kirche angehöre, zahle ich auch Kirchensteuer. Da Wort "Steuer" mag natürlich kein Mensch, aber man sollte nicht übersehen, das alle Freikirchen auch ordentlich die Hand aufhalten, auch wenn sich die 10% des Gehalts dann "freiwillig" nennt. In meiner 2. Heimat Belgien gibt es keine Kirchensteuer, dafür bezahlt man "Stuhlgeld" wenn man in die Kirche geht bzw. eben für alle Leistungen die man von der Kirche benötigt. Ebenso ist es in vielen anderen Ländern (wie auch in den USA) auch. Es liegt so nicht an der Kirche als solches, sondern am deutschen Staat, dass das Geld per Steuer kassiert wird.
Melden Sie sich jetzt mit Ihrem Nutzerkonto an, um Kommentare zu hinterlassen.
für meinen Glauben brauch ich keine Steuer zahlen, bin schon vor einiger Zeit ausgetreten.
Melden Sie sich jetzt mit Ihrem Nutzerkonto an, um Kommentare zu hinterlassen.
ich zahl seit 37 Jahren nix
Melden Sie sich jetzt mit Ihrem Nutzerkonto an, um Kommentare zu hinterlassen.

wize.life News per Push Benachrichtigung in Ihrem Browser aktivieren

Benachrichtigungen aktivieren