Kein Fußbreit dem Faschismus - Aktion am Wiener Heldenplatz 2012
Kein Fußbreit dem Faschismus - Aktion am Wiener Heldenplatz 2012Foto-Quelle: Thomas Jantzen / SPÖ unter https://creativecommons.org/licenses/by-sa/2.0/de/

Über die Meinungsfreiheit

News Team
Beitrag von News Team

Hallo Ihr Lieben,

in den vergangenen Tagen wurde immer wieder der Wunsch laut, wir von der Redaktion sollten uns im Bezug auf Politik deutlicher positionieren. Das tun wir schon immer in unseren Nutzungsbedingungen, in denen klar steht, dass wir keine rechtswidrigen Inhalte dulden. Zu Bildern wird detaillierter ausgeführt, dass „keine sexuellen, diskriminierenden, beleidigenden, rassistischen, verleumderischen oder sonst rechtswidrigen Inhalte“ geduldet werden.

Bei uns herrscht aber auch Meinungsfreiheit, was bedeutet, dass Inhalte, die nicht gegen Gesetze verstoßen, zulässig sind. Natürlich kann das in manchen Fällen dazu führen, dass sehr vorurteilsbeladene Wortmeldungen stehenbleiben, die zwar dumpf, aber nicht verboten sind. Zum Glück ist es so, dass bei solchen geistigen Brandstiftern auch sofort Gegenstimmen laut werden und protestieren. Leider wird dieser Protest oft als Zustimmung wahrgenommen, weil auf den ersten Blick nur Zahl der Kommentare ausgewiesen wird und in der Sortierung 'beliebt' ganz oben steht.

Im wahren Leben fällt es uns leichter, solche Situationen zu beurteilen: Wenn jemand in der Fußgängerzone sein NPD-Ständchen aufmacht und sofort 200 Leute drum rumstehen und rufen „Kein Fußbreit den Faschisten“, dann wertet man das nicht als Zeichen dafür, dass die Fußgängerzone in der Hand von Rechtsradikalen ist.

Bitte seht das auch bei Kommentaren so. Wenn jemand seine Vorurteile in einer Notiz veröffentlicht, die dann 200 Kommentare bekommt, dann schaut bitte hin, ob das nicht in der Mehrzahl Gegendemonstranten sind.

Es gibt diese Typen, die unsere Geduld auf eine harte Probe stellen. Gerade von denen lassen wir uns aber ein so hohes Gut, wie die freie Meinungsäußerung nicht nehmen.

Ach ja, und: „Kein Fußbreit den Faschisten!“

Alles Liebe
Euer Frieder