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Ohne GesichtFoto-Quelle: Taz.de

Väter, die großen Verlierer bei der Rechtsprechung im Sorgerecht

Von Peter Leopold - Donnerstag, 09.10.2014 - 16:58 Uhr

Das Sorgerecht.


Einer der Knackpunkte am Ende einer Ehe oder Beziehung: Aus dem Paar war eine Familie geworden und nun geht es nicht mehr nur um Trennung und Scheidung, sondern auch um die Frage, was wird mit den Kindern?
Mütter werden von der Rechtsprechung definitiv bevorzugt und eines der "Argumente" ist "Ein Kind gehört zur Mutter". Leider war das vor 40 Jahren genauso wie heute. Es scheint, als ob die Rechtsprechung nichts dazugelernt hat.
Und die Verlierer ? Die leiblichen Väter.
Es ist schwierig, wenn Väter beim Kampf um´s Sorgerecht dargestellt werden, als ob sie allein nicht in der Lage sind, sich allumfassend kümmern zu können, gar permanent das Kind vernachlässigen oder gar misshandeln würden. Der Supergau kann dann gar eine falsche Beschuldigung wegen Kindesmissbrauch sein, die sich zwar einfach entkräften lässt, aber letztendlich bleibt immer etwas hängen. Und Familiengerichte sind an strafrechtliche Freisprüche nicht gebunden.

Es ist für Mütter recht bequem geworden, falsche Beschuldigungen jeder Art dazu zu verwenden, um umliebsame Partner oder Ehemänner definitiv loszuwerden. Aber Besten sollten die auch kein Umgangsrecht mehr haben.
Selbst wenn ein Familiengericht zu dem Schluss kommen sollte, dass es wohl keine Kindeswohlgefährdung gibt, bleibt zumindest der Verdacht, sodaß Jugendämter dazu angehalten werden, Väter laufend zu kontrollieren. Auslandsreisen sind sowieso nicht möglich, wenn die Mutter nicht ausdrücklich zustimmt, denn Väter könnten sich ja absetzen.

Und wie ist das umgekehrt ?
Männer dürfen tatenlos hinnehmen, dass ihre Rolle von einem neuen Partner 24 Stunden täglich übernommen wird und wenn Derjenige "seinen Job" gut macht, wird das Kind völlig dem eigenen Vater entfremdet. Damit werden die Besuche seltener und der leibliche Vater wird nur noch zum Zahlmeister.

Am Ende steht die Aberkennung des Sorgerechts das anfangs vielleicht Beide hatten und wenn es ganz schlimm kommt, der Verlust jeder Besuchsmöglichkeit.

Und wo bleiben die Emotionen ? Die Vatergefühle ? In der Rechtsprechung scheinen die einfach nicht zu existieren. Dabei wird aber völlig vergessen, dass unter Umständen ein Vater mehr für sein Kind übrig hat, als eine Mutter, die es nur auf die Unterhaltszahlungen abgesehen hat.

Ausnahmen ? Mitnichten. In der täglichen Rechtsprechung die Regel.

Dazu unser Themenchat am 13.10. um 20 Uhr

31 Kommentare

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Es ist immer noch nicht einfach und es bedeutet auch immer noch einen harten Kampf mit den Jugendämter, Gerichten und dem Umfeld durchzustehen.
Mein Sohn hat erfolgreich gekämpft und ist jetzt alleinerziehender Papa von einem jetzt 22 Monate alten Jungen. seit fast einem Jahr lebt er bei ihm und immer noch ist das Jugendamt involviert. Wäre es eine Mutter, hättenen sich sich schon längst zurückgezogen, denn die Vorturteile gegenüber von Vätern ist immer noch sehr groß.
Mein kleiner Enkel ist ein so lebensfrohes, agiles, freundliches und lachendes Kinder. Er liebt seinen Papa über alles. Wenn er nicht zu ihm gekommen wäre, wüsste ich nicht, ob er jetzt noch leben würde oder er nicht in eine Pflegefamilie gekommen wäre.
Sorry, bitte nicht die schnellschreibrechtschreibfehler beachten
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Ich denke mal, heute gibt es ein geregeltes Umgangsrecht und das gemeinsame Sorgerecht. Es liegt auch am Vater, wie sehr er sich für seine Kinder interessiert und einbringt.

Das heutige Scheidungsrecht lässt eher die Frauen, die sich lange der Familie und Erziehung der Kinder gewidmet haben, dumm da stehen.
Peter Leopold
Rechtsprechung und Rechtspraxis sin zwei Paar Schuhe. Am Ende haben Väter so gut wie gar kein Recht, wenn es darauf ankommt..
Ich kenne ein paar Fälle im Bekanntenkreis und kann das absolut nicht bestätigen. Die Väter, die sich kümmern, sind für ihre Kids nach wie vor sehr wichtig.

Wer aber lieber sein Leben lebt und die Kinder nur zu sich holt, wenn mal zwischen all den anderen Verabredungen und Vergnügungen ein bisschen Zeit bleibt, muss sich nicht wundern.
Peter Leopold
DAS ist etwas ganz Anderes. Es geht darum, was die Rechtspraxis sagt. Und da können Väter nicht einmal etwas machen, wenn die Mutter mit dem Kind 800 km weit weg zieht und der Vater damit um sein Umgangsrecht gebracht wird...
Das ist wohl wahr! Aber das sind wohl eher Einzelfälle.

Was willst du aber dagegen tun? Der Mutter verbieten umzuziehen? Wie stellst du dir das vor? Oft genug ist es auch der Vater, der umzieht. Soll man ihm das verbieten?

Auch für so eine Situation kann man Regelungen finden, klar ist das weit schwieriger. Dafür die Rechtsprechung verantwortlich machen zu wollen, halte ich für weit hergeholt. Wenn sie hier einschreiten würde, wahre das ein nciht vertretbarer Eingriff in die Freiheit des Einzelnen.

Eine Möglichkeit für den Vater wäre - sofern es machbar ist - auch näher zu seinem Kind zu ziehen. Die Mutter wird wohl ihre Gründe gehabt haben, warum sie ihren Wohnsitz verlegt hat und wird wohl kaum erneut "flüchten".
Peter Leopold
Nun...wenn Väter versuchen, mit dem Kind umzuziehen, bedeutet das Knast. Da ist mir sogar persönlich ein Fall bekannt. Und das ist der Punkt: Wenn nicht eindeutig Gewalt nachgwiesen ist, hat die Mutter kein Recht zu "flüchten", wenn sie nur zu ihrem Lover ziehen will...
Wenn der Vater das Aufenthaltsbestimmungsrecht hat, darf auch er mit dem Kind umziehen.

Und niemand kann jemandem verbieten, seinen Lebensmittelpunkt zu einem neuen Partner zu verlegen, den du hier so respektlos "Lover" nennst. Übrigens auch der Vater nicht, der im gleichen Falle wohl auch kaum zögern würde.

Die Rechtsprechung unterscheidet da nicht. Möglich, dass es in Einzelfällen andere Entscheidungen gibt, die aber sicher nicht davon abhängig sind, ob es Vater oder Mutter betrifft und für die Faktoren maßgeblich sind, die dir wahrscheinlich nicht mal bekannt sind.

Ich finde deine Ausführungen ziemlich einseitig und polemisch, Peter. So etwa bin ich von dir sonst absolut nicht gewöhnt!
Peter Leopold
Vermutlich, weil ich persönlich so einen Fall kenne. Und bei Müttern ist das Jugendamt gerne blind.
Nun ja, Peter, du solltest aber auch bedenken, dass du wahrscheinlich nur die Version des Mannes kennst….
Peter Leopold
Ganz und gar nicht. Ich kenne VOR ALLEM die Version von missbrauchten Frauen...aber auch von Solchen, die dieses Thema nur vorschieben, um bessere Karten zu haben...und wo gar nichts dran ist.
Fakt ist, dass Männer jahrelang unter Beobachtung stehen, während Frauen Narrenfreiheit haben...selbst wenn sie einen Lebenswandel führen, der so ganz und gar nicht akzeptabel ist...
Ich meinte den konkreten Fall, von dem du geschrieben hast….

Peter, ich denke, als Außenstehender kann man nie beurteilen, was vorgeschoben ist und was nicht. Dazu müsste man dabei gewesen sein. Alles, was man erzählt, ist von subjektiven Empfindungen geprägt und daher mit Vorsicht zu genießen.

Solche Pauschalurteile "dass Männer jahrelang unter Beobachtung stehen, während Frauen Narrenfreiheit haben" sind völlig daneben. Es mag in dem einen oder anderen Fall zutreffen, aber es lassen sich ebenso viele Gegenbeispiele anführen. Das einzige, was Fakt ist, ist die Tatsache, dass jeder Fall anders liegt und man nicht von einigen wenigen, die man kennt, ausgehend solche Verallgemeinerungen in den Raum stellen darf!
Peter Leopold
Wenn es denn einige Wenige wären... Aber wenn Du mal auf mein Profil gehst und die Links zu den Themenbeiträgen anklickst, weißt Du, dass ich schon weiß, wovon ich rede. Und an diesem System hat sich nichts geändert!
Ich kenne eben nur viele andere Beispiele, käme aber nie auf die Idee, daraus Schlüsse für die Allgemeinheit zu ziehen. Geschweige denn, darüber auch noch einen Beitrag in die Themenwelt einzustellen!

Wenn du nicht gerade beim Jugendamt oder Familiengericht arbeitest, kannst du all diese Geschichten nur aus Erzählungen wissen und die sind IMMER subjektiv. Du wirst nie die ganze Geschichte und alle Einzelheiten kennen und sich ohne das ein objektives Bild von dem jeweiligen Fall zu machen, ist unmöglich. Von Allgemeinaussagen gar nicht zu reden.
Peter Leopold
Die Einzelheiten kennt man als privater Ermittler auch ganz gut. Aber ich sehe schon, dass die Diskussion zu nichts führt..Schönen Sonntag noch!
Auch als Privatermittler sieht man nur das, was ist und selbst das nur eingeschränkt. Niemals aber das, was war!

Auch dir einen schönen Sonntag!
Als privater Ermittler sieht man gar nix, zumal man parteiisch ist. Das, was DU da behauptest, trifft in der Realität gar nicht zu. Blödsinn: Knast , wenn er weg zieht. In welchen 3-Groschenroman stand das ? Unterhalte dich mal mit Leuten vom Fach , sprich Jugendamt, Verfahrensbevollmächtigte und Ra´s . Die haben ein Faktor von 10000 an Erfahrung, was ein privater Ermittler hat. Meist ist es doch so, dass die viele Männer nix mehr mit den Kindern zu tun haben wollen. Im Streitfall wird mit dem Jugendamt und Verfahrensbevollmächtigten vom Gericht eine Lösung gefunden. Dabei geht es in erster Linie um das Kindeswohl...etwas anderes zu behaupten , ist grobes Unwissen. Beide Elternteile haben rechtlich fixiertes, gemeinsames Sorgerecht , § 1627 BGB , was in D auch sehr streng gehandhabt wird. Nach dem Gesetz zur Reform der elterlichen Sorge nicht miteinander verheirateter Eltern vom 19. Mai 2013 genügt eine tragfähige soziale Beziehung zur Mutter, um dem Vater das Sorgerecht zu ermöglichen – selbst, wenn die Mutter nicht zustimmt. Es wird lediglich geprüft, dass die Zuteilung des gemeinsamen Sorgerechts nicht dem Kindeswohl widerspricht. Das Aufenthaltsbestimmungsrecht, § 1631 Abs. 1 BGB, wird ebenfalls zum Kindeswohl entschieden. Wer etwas anderes behaupten will : grobes Unwissen des deutschen Rechtsstaates. Ohne Zustimmung des Vaters kann sich das Kind beispielsweise nicht eigenständig entscheiden, dauerhaft zur Mutter zu ziehen. Hierbei müssen sich beide Sorgeberechtigten abstimmen und dabei nach dem Kindeswohl entscheiden. Im Zweifelsfalle ist über diese Frage eine gerichtliche Entscheidung notwendig. D.H. aber auch, dass die Mutter nicht ohne Zustimmung des Kindesvaters 800km wegziehen kann bzw. darf. Dem würde KEIN Gericht in D zustimmen.
Mir ist schleierhaft solche dubiose Behauptungen aufzustellen, zumal sie jeglicher rechtlicher Grundlage und einschlägiger Gesetze entbehrt.
Peter Leopold
Recht und Rechtspraxis sind zwei verschiedene Dinge. nebenbei...eigene Erlebnisse.
Dann wird es auch nicht dem Kindeswohl entsprochen haben. Die Fälle gibt es auch, recht selten, aber sie gibt es. Z.B. wenn der Vater ein Krimineller ist oder nachweislich gewalttätig dem Kinde war oder ist.
Peter Leopold
Und dann gibt es die Fälle, in denen die Mutter mit dem Kind ohne Genehmigung ins Ausland geht und der Kindesvater hilflos zurück bleibt. Einen internationalen Haftbefehl bekommt man bei sowas schwer bis gar nicht!
@ Einzig Artig,
....und das wird er dem Privatermittler wohl kaum auf die Nase binden….

@ Peter
Solche Extremfälle wird es immer geben, aber das rechtfertigt nicht, alles über einen Kamm zu scheren.
Für einen internationalen Haftbefehl sind wohl kaum die Familiengerichte zuständig und Fälle, in denen der Vater die Kinder unbehelligt ins Ausland verschleppt, gibt es mindestens ebenso oft!
Peter Leopold
Alle werden nicht über einen Kamm geschert, aber die Rechtsprechung ist nun mal in Bezug Kind eher weiblich eingestellt.
Und das stimmt einfach nicht!
Wieso ? Das ist doch DAS was du mit deinem Beitrag beschreibst...nun ruderst du schon zurück " alle nicht "
Und das die Rechtsprechung in Bezug auf Kind eher weiblich eingestellt ist : Blödsinn, es geht einzig und allein um das Wohl des Kindes, nur . Wenn ein Kind dem Vater entzogen werden sollte, hat dies sicherlich Gründe, die der Kindsvater mit Sicherheit einem privaten Ermittler niemals mitteilen würde.
Und übrigens: Es gibt ein zwischenstaatliches Abkommen fast aller Länder in Bezug auf Kindesentzug bzg. Sorgerechtentzuges : Nach Rechtshilfersuch kooperieren die Staaten in solchen Fällen vorbildlich. Manche Staaten sogar recht rigoros , so stark, was sich ein deut. Gericht nie erlauben würde.
Peter Leopold
Das ist nicht einmal das Papier wert auf dem es geschrieben wird...
sagt der Ahnungslose und Unwissende.
Träum mal weiter.
@H.K. Bringt nix, der meint alles besser zu wissen. Dir noch einen schönen Abend.
Schade, ist eigentlich ein richtig Netter und Kluger!

Euch BEIDEN einen schönen Abend!
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Die Vaterrolle beginnt mit der Geburt seines Kindes und nicht erst, wenn das Kind droht abhanden zu kommen. Leider sehen das viele Väter nicht so, weil es bis zur Trennung von der Mutter des Kindes auch ohne sie recht gut ging. Also: Kluger Mann sorgt auch hier vor.
Peter Leopold
Das stimmt zwar, sieht aber in der Praxis ganz anders aus. Im Trennungsfall wird das Kind in 80% aller Fälle zum Druckmittel der Frauen - und das Gesetz unterstützt das auch noch.
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Bei uns in Österreich ist das ähnlich, ziemlich rigide, aber immer noch gerechter als in Deutschland.
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