Ohne Gesicht
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Väter, die großen Verlierer bei der Rechtsprechung im Sorgerecht

Peter Leopold
Beitrag von Peter Leopold

Das Sorgerecht.


Einer der Knackpunkte am Ende einer Ehe oder Beziehung: Aus dem Paar war eine Familie geworden und nun geht es nicht mehr nur um Trennung und Scheidung, sondern auch um die Frage, was wird mit den Kindern?
Mütter werden von der Rechtsprechung definitiv bevorzugt und eines der "Argumente" ist "Ein Kind gehört zur Mutter". Leider war das vor 40 Jahren genauso wie heute. Es scheint, als ob die Rechtsprechung nichts dazugelernt hat.
Und die Verlierer ? Die leiblichen Väter.
Es ist schwierig, wenn Väter beim Kampf um´s Sorgerecht dargestellt werden, als ob sie allein nicht in der Lage sind, sich allumfassend kümmern zu können, gar permanent das Kind vernachlässigen oder gar misshandeln würden. Der Supergau kann dann gar eine falsche Beschuldigung wegen Kindesmissbrauch sein, die sich zwar einfach entkräften lässt, aber letztendlich bleibt immer etwas hängen. Und Familiengerichte sind an strafrechtliche Freisprüche nicht gebunden.

Es ist für Mütter recht bequem geworden, falsche Beschuldigungen jeder Art dazu zu verwenden, um umliebsame Partner oder Ehemänner definitiv loszuwerden. Aber Besten sollten die auch kein Umgangsrecht mehr haben.
Selbst wenn ein Familiengericht zu dem Schluss kommen sollte, dass es wohl keine Kindeswohlgefährdung gibt, bleibt zumindest der Verdacht, sodaß Jugendämter dazu angehalten werden, Väter laufend zu kontrollieren. Auslandsreisen sind sowieso nicht möglich, wenn die Mutter nicht ausdrücklich zustimmt, denn Väter könnten sich ja absetzen.

Und wie ist das umgekehrt ?
Männer dürfen tatenlos hinnehmen, dass ihre Rolle von einem neuen Partner 24 Stunden täglich übernommen wird und wenn Derjenige "seinen Job" gut macht, wird das Kind völlig dem eigenen Vater entfremdet. Damit werden die Besuche seltener und der leibliche Vater wird nur noch zum Zahlmeister.

Am Ende steht die Aberkennung des Sorgerechts das anfangs vielleicht Beide hatten und wenn es ganz schlimm kommt, der Verlust jeder Besuchsmöglichkeit.

Und wo bleiben die Emotionen ? Die Vatergefühle ? In der Rechtsprechung scheinen die einfach nicht zu existieren. Dabei wird aber völlig vergessen, dass unter Umständen ein Vater mehr für sein Kind übrig hat, als eine Mutter, die es nur auf die Unterhaltszahlungen abgesehen hat.

Ausnahmen ? Mitnichten. In der täglichen Rechtsprechung die Regel.

Dazu unser Themenchat am 13.10. um 20 Uhr