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"Der Unrechtsstaat" oder "Die andere Seite der Freiheit"

Von wize.life-Nutzer - Donnerstag, 16.10.2014 - 10:59 Uhr

Der „Unrechtsstaat“ oder „Auf der anderen Seite der Freiheit“

Das „Herbst-Loch“ scheint gefüllt zu sein mit Veröffentlichungen zu den Themen Einheit, Recht und Freiheit – der Anlass dazu liegt hinter uns, aber die offenen Fragen begleiten uns weiter; vielleicht bis zum Ende des nächsten Vierteljahrhundert.
Eigentlich ist das voraussehbar, weil abstrakte Begriffe wie Recht, Unrecht, Freiheit, Demokratie etc. immer wieder pauschal und je nach Interessenlage der Nutzer bemüht worden sind.
Was beispielsweise Recht oder Unrecht ist, entscheiden die jeweils herrschenden Politiker eines Staates – egal, ob sie vom Volk gewählt oder (wie in Deutschland) eher nicht gewählt wurden.
Die Weltgeschichte verdeutlicht das sehr anschaulich mit allen bisherigen Staatssystemen.
Zutreffend ist das aber auch für einen freiheitlich-demokratischen Staat wie Deutschland.
Als Beispiel dafür müssen hier nicht mehr die Notstandsgesetze der Adenauer-Ära bemüht werden. Es gibt ausreichend viele aktuelle Ereignisse, die sehr deutlich zeigen, wie wenig frei das regierte Staatsvolk wirklich ist und wie wenig demokratisch Entscheidungen für oder besser gegen das deutsche Volk getroffen werden.
Ohne die gebotenen „Reinigungsarbeiten“ intern, vor der eigenen Haustür, zu erledigen, ist es selbstverständlich viel einfacher und beifallssicherer, wenn die ehemalige DDR immer wieder als dunkelrotes Schreckgespenst dargestellt wird, gebetsmühlenartig zu jedem möglichen Anlass unrealistische Verallgemeinerungen von Einzel- und Gruppenschicksalen wiederholt und dem ehrfürchtig lauschenden deutschen Michel in sein ohnehin schon aufgeweichtes Hirn gespült werden.
Dazu bemüht man in (fast) allen Medien immer wieder auch primitive Klischees, die nicht nur fünfeinhalb Jahrzehnte alte Vorurteile auf beiden Seiten der ehemaligen Zonengrenze immer wieder neu aufleben lassen.
Die vorgenannten Schicksale sind jedoch nicht repräsentativ für die insgesamt etwa 17 Millionen DDR-Bürger, weil 1989/90 geschätzte 15 Millionen von ihnen lediglich Veränderungen des politischen Systems durchsetzen, aber nicht ihren Staat verlassen wollten.
Wohin hätten sie auch gehen sollen?
Wären nur zwei Millionen von ihnen „gegangen“, hätte das zu einem totalen wirtschaftlichen und verwaltungstechnischen Chaos in den alten Bundesländern geführt. Dann wäre der „Westen“ gezwungen gewesen, die plötzlich offene Grenze sofort wieder zu schließen, um den vandalengleichen Ansturm der Ost-Germanen mit Hilfe der Bundeswehr zu stoppen. -
Heute ist sehr deutlich zu sehen, wie wenig „Zuwanderung“ Deutschland verkraftet.
Ob massenhaft ausgereiste DDR-Bürger geduldiger gewesen wären als Kurden, Syrer, Afrikaner etc. ist sehr wenig wahrscheinlich, und … dieser Vergleich hinkt nicht.
Glaubwürdige Statistiken belegen übrigens, dass zur Wendezeit weniger als die Hälfte der DDR-Bürger positiv zu einer Wiedervereinigung eingestellt war – wohl wissend, dass man nicht nur die „Goldene Banane“ ernten würde, sondern auch den ganz normalen Kapitalismus mit allen negativen Begleiterscheinungen.
Man sollte es sich also einfach verkneifen, einen Staat und seine Bevölkerung zu beurteilen oder gar zu verurteilen, dessen und deren Geschichte nach wie vor nicht so aufgearbeitet wurde wie das notwendig wäre, damit nicht der bittersüße Nachgeschmack primitivster Massenverdummung à la Boulevard-Journalismus erhalten bleibt – zumindest nicht bei den vielen Millionen DDR-Bürgern, die ihren Staat zwar nicht zurück haben möchten, aber ihn sich auch nicht nehmen und ausschließlich schlecht darstellen lassen wollen.
Es war ihr Leben und ihre ganz eigene Geschichte, die als Folge des 2. Weltkrieges begann.
Das wurde und wird sehr oft genauso ignoriert wie die folgenden Tatsachen:
In der DDR gab es weder einen Marshall-Plan noch eine Zonenrand- oder sonstige finanzielle Förderung, sondern 40 Jahre lang pure Ausbeutung nicht nur durch die UdSSR – auch Reparationen genannt. Ein kleines „Wirtschaftswunder Made in GDR“ war Dank des Fleißes der DDR-Bürger trotzdem möglich, obwohl und weil die West-Kredite keinesfalls Geschenke gewesen sind.
Der angesichts dessen makaber erscheinende Scherz, dass die DDR auch ein „Kapital“ besaß, aber nur das von Karl Marx, wurde in diesem Staat kreiert und enthält bei aller Komik einen deutlichen Hinweis auf das Kapital „Mensch“ und seinen Leistungs- und Überlebenswillen in diesem aus allen Himmelsrichtungen wirtschaftlich bedrohten Staat.
Viel Gutes hätte man von diesem seltsamen Staat DDR und seinen Bürgern übernehmen können, aber das war politisch nicht gewollt und aus wirtschaftlichen Gründen schon gar nicht angedacht, weil viele alt-neue Politiker dafür gesorgt haben, dass erst einmal alles zerstört wurde, was auch nur geringfügig nach Sozialismus roch oder selbst nur blassrosa angemalt war.
Erinnert sei hier nur an die mehr als 80 Millionen Bücher, die von der Treuhand aus DDR-Bibliotheken, Verlagen und Verkaufsstellen entfernt und vernichtet wurden – auch viele Millionen Werke der Weltliteratur wurden Opfer dieser neuzeitlichen Bücherverbrennung.
Die Verantwortlichen für diese insgesamt mit einigen Millionen D-Mark (aus Steuermitteln) bezahlte Aktion erhielten für ihre saubere Leistung sogar noch Orden auf ihre stolz geschwellten Brüste geheftet.
Das ist aber nur ein ganz kleines Beispiel aus der Unrechts- und Geldverschwendungsliste der deutschen Wiedervereinigung, und diese Liste ist lang, sehr lang. Wenn man sie kennt, relativiert sich vieles, was absichtlich oder auch nicht an gegenseitigen Beschuldigungen und Unwahrheiten aufgebauscht wurde.
Gegenseitige Vorurteile und die ebenfalls nach wie vor existierenden tiefen Gräben zwischen West und Ost lassen sich jedenfalls mit hohlen Phrasen, recherchefreien Verallgemeinerungen und allmählich doch auch etwas dümmlich wirkendem Gefasel von Freiheit, Recht und vergleichbar zu Huren degradierten Schlagwörtern auch in den nächsten 25 Jahren nicht beseitigen.
Die DDR-Bürger hatten weiß Gott oder Marx andere Sorgen zu ihrer Zeit und ganz aktuell ebenfalls, als sich immer wieder neu anhören zu müssen, wie furchtbar schlecht, halb verhungert, völlig rechtlos unterdrückt, Tag und Nacht vor der Stasi zitternd und zerlumpt sie 40 Jahre lang in Weltkriegsruinen dahinvegetiert sein sollen.
Viele Umfragen (nicht nur in sozialen Netzwerken) bestätigen, dass sich immer mehr Ost-Deutsche selbst fragen, in welcher DDR sie gelebt haben sollen.
Wer an solch unsortierten Gedankenmüll aber immer noch glaubt, sollte sich vielleicht von Stammtischen wenigstens etwas entfernen und statt dessen Bücher von politisch neutralen Zeitzeugen lesen, die (sehr genau recherchiert) geschrieben wurden, um vorgenannte Gräben einzuebnen und Vorurteile selbst beim deutschen Lieschen Müller und ihrem naiven Michel zumindest zu relativieren.
Zigtausende teilweise extrem kontroverse Kommentare zu Ost-West-Themen, zwischen seichte Spielangebote eingeordnet, zeigen aber nicht nur in sozialen Netzwerken (wie beispielsweise „Facebook“, aber auch „Seniorbook“ etc.), wie sehr uneinig Deutschland auch an der Basis immer noch ist. Heftige gegenseitige Beschimpfungen, Beleidigungen und Unterstellungen zwischen Ost- und West-Nutzern sind dort fast täglich nachlesbar.
Das scheint aber politisch gewollt zu sein, weil sich sehr viele Menschen unseres Staates auch damit wunderbar ablenken lassen von ihren eigentlichen Problemen.
„Panem et circenses“ ist offensichtlich aktueller als je zuvor.

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22 Kommentare

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Mir wie aus der 'Seele' formuliert + knallhart argumentiert! Meinen Dank dafür...
... ja, Flodur, jetzt weißt du, weshalb so etwas nicht als Leserbrief zugelassen werden durfte.
War beim Lesen sehr bewegt - lieber Hubert......, ein unglaublich wahrhafter und emotionaler Beitrag von Dir!!!!!

Meine Gedanken und Einstellungen dazu kennst Du ja und nicht umsonst schrieb ich auch neulich zum Thema :


"Viel zu oft und zu lange haben wir uns ständig " über den Mund fahren lassen ", wenn es darum ging - unser Leben in der ehemaligen DDR als Null und Nichtig erklären zu lassen!!

Wie haben wir das nur - Entschuldigung...bis jetzt überlebt??

Und warum lässt sich dieses Leben auch nicht " vom Tisch wischen "

Noch einmal! W i r - die wir hier gelebt und gearbeitet haben - können alleine davon erzählen, was gut und weniger gut war!!!

Dazu haben Ingrid und Hubert bereits klar und deutlich geschrieben!....dem gegenüber steht die Hetze in allen medienpolitischen Aussagen, welche schon immer und nach der Übernahme der DDR im Besonderen....

....daran interessiert war und ist - dieses Land mit seiner Bevölkerung der totalen Verunglimpfung preiszugeben....

....wollen sie damit etwa von ihrer eigenen unfähigen Politik ablenken??? von der widersprüchlichen Aussage - es sei ein reiches Deutschland , in welchem es Millionen arme Leute gibt, in welchem die Menschen für viele Gesundheitsleistungen zusätzlich immer mehr bezahlen müssen,

wo dem Volk immer wieder die verschiedensten Verteuerungen mit entsprechenden " Begründungen " aufgezwungen werden....( Trinkwasser, Umwelt, Klima ) und vielen anderen Lebenssituationen....

...also ...auch ich konnte in der DDR jedes Jahr Urlaub machen....was seit mir aber nach der " neuen Freiheit " seit 25 Jahren nicht mehr möglich "

------------------------------------------------------------------------------------

" Mein Statement " zum Thema der immerwährenden oberflächlichen Aussagen über die DDR,

über Leute,

welche sehr gerne auf der Schleimspur von Hetzkampagnen gegen die Heimat einer ganzen Bevölkerung hinterherkriechen!


DANKE HUBERT!
Danke, liebe Christine, du hast es ebenfalls genau auf den Punkt gebracht.
Die genannten Vorurteile werden leider an viele Menschen der nächsten Generation weiter gegeben. Das Zusammenwachsen ist also noch lange nicht vollendet.
So ist es lieber Hubert!

Mit dieser " Strategie " der medialen Verleumdung, Verunglimpfung und der immer wiederkehrenden Dokumentationen von n u r " Schlechtem und Schlimmen "...
...wird es irgendwann auch der letzte Mensch glauben....!!

Nur wir, die wir hier noch als Zeitzeugen " von Anfang an dabei waren "...können tatsächlich berichten, dass " wir all dieses Schlechte überlebt....! " haben! :

-ohne Obdachlosigkeit
-ohne Arbeitslosigkeit
-ohne Kinderarmut
-ohne Altersarmut
-ohne Zwei-Klassen-Gesundheitswesen
-ohne Geschäft mit der Angst der Menschen
-ohne Diskriminierung der Frau
-ohne Schuldenfalle und Kredithaie
-ohne Mietwucher
-ohne Amokläufe an Schulen
-ohne Sensations-und Hysteriejournalismus
-ohne Klatsch-und Tratschberichte

und mit Z.B. :

-Urlaub jeden Jahres
-bezahlbaren Kinderferienlagern und anderen Kinderbetreuungen
-kostenloser Bildung und Ausbildung mit bezahlbaren Beiträgen
-Zugang für alle zu Sport und Kultur, usw.

Wenn man sich eben daraus in Dauerschleife nur! das Negative herauspickt....entsteht natürlich ein abstruses und verzerrtes Bild

( auch ich habe so einiges Beschxxxxxx.... erlebt...!!!)

aber die grundhafte Erfahrung und der Vergleich zum heutigen gnadenlosen Ausbeutersystem der Elite Macron, Merkel, Rothschild und wie sie alle heißen....

mit den permanenten Aggressionskriegen seitens der USA , bei welchen auch Deutschland fleißig mit beteiligt ist - direkt oder indirekt -

lässt sich nun mal nicht so einfach vom Tisch wischen.

Dazu müssen erst alle unsere Generationen verschwinden - dann wird man die Geschichte " endlich " so schreiben können - wie es die Elite für die " neuen Generationen " vorsieht......

Es bestand außerdem eine Art Bescheidenheit - eine Familienfreundlichkeit und was es alles im Einzelnen noch für Positives gab....darüber darf leider nicht öffentlich geschrieben und erzählt werden -

dies wird sofort abfällig runtergemacht und abgewertet. Damit müssen wir sogar unser Leben! unsere Heimat! und unsere einstigen Errungenschaften!! verleugnen!!!!

Deswegen hier ganz besonders die Wut, dass dies nun schon wieder geschieht!!!!

Geplante Reformen wurden aber damals einfach nicht konsequent umgesetzt und verwirklicht z.B., und die Abhängigkeit von der Sowjetunion, welche vielleicht nicht so gewollt war...hatte wohl existenzielle Folgen...

Der Mensch !! stand aber hier wesentlich im Vordergrund....nicht das Kapital...

Allgemein bemerkt war damals der Leitspruch :

" Vom Ich zum Wir...." - heute : " Vom Wir zum Ich ..."
Puh, ja, liebe Christine, so eine geballte Ladung Wahrheiten vertragen heute nicht mehr viele Menschen.
Ich muss mich jetzt leider verabschieden, aber lass uns bitte in Verbindung über PN bleiben.
Sehr gerne!

Sommerliche Grüße zu Dir ins Allgäu
Wir DDR-ler waren (damals) so perfekt, daß sogar die Betten-Inland-Produktion (Eigenbedarf) abgeschafft werden sollte! Wem es möglich war, selbst im Zentralorgan der Sozialistischen Einheitspartei Deutschland, *Freies Deutschland*, zwischen den Zeilen zu lesen, konnte die Gründe darob sehr deutlich feststellen:
- Die sozialistisch Produzierenden sind auf Rosen 'gebettet'.
- Aktivisten der sozialistischen Arbeit ruhen sich auf ihren Lorbeeren aus.
- Wehrpflichtige stehen auf Friedenswacht.
- Rentner fahren ins kapitalistische Ausland.
- Der Klassenfeind schläft niemals.
- Der Rest sitzt!
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Toll auf den Punkt gebracht
Danke, Barbara.
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Dieser Beitrag passt genau jetzt zur Problematik der Regierungsbildung in Thüringen, wobei sich die ROT-ROT-GRÜNEN Parteien so gut wie einig sind, da kommt von der obersten Parteispitze die Aufforderung, wer nicht an die Spitze der Landesregierung kommen darf.
Demokratie lässt grüßen !!
Danke, Joachim, für diesen Hinweis.
Aus Zeitgründen habe ich nicht verfolgen können, was da in Thüringen genau abläuft.
Du hast aber sicher recht, denn es gab ja schon einige Beispiele in diese Richtung.
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Wenn ich könnte, würde ich hier gleich ein paar mal "lesenswert" anklicken.
Vielen Dank, liebe Petra.
Einige Gedanken aus diesem Beitrag habe ich aus meinem Buch "Vielleicht ein Roman?" hierher kopiert.
Das Buch hat für sehr viel "Wirbel" bei meinen bisherigen Lesern gesorgt, obwohl oder weil es kein rein politisches Buch geworden ist, sondern auch viele amüsante Geschichten und eine (teils sehr erotische) Liebesgeschichte aus der DDR enthält.
Dein Buch ist einfach nur zu empfehlen, Hubert, habe es selbst schon 2x gelesen und bin sicher, dass es nicht das letzte Mal sein wird. Zwei Bücher habe ich verschenkt und höre auch nur, dass es unheimlich realistisch geschrieben ist und nichts beschönigt wurde. Vom Schmunzelwert ganz zu schweigen. Kann man das nicht zur Pflichtliteratur der Abiturienten machen? Damit wenigstens die etwas besser Gebildeten erfahren, was es hieß, in der DDR gelebt zu haben, aber bei dem jetzigen Bildungsunwesen wohl eher eine trügerische Hoffnung.
Zwei Deutschlehrer von Gymnasien hatten es kurz vorgestellt während eines Freiwilligen-Kurses mit Teilen ihrer Klassen.
Thema: Zeitgemäße Literatur
Resultat: Abmahnung durch die Co-Rektoren, weil ein Schüler-Vater strammes CDU-Mitglied ist und sich über zu viel Demokratie beschwert hat !!!
Die meisten Schüler waren erstaunt und begeistert, aber einer eben nicht.
Muss ich dazu noch mehr sagen ?
Nein, das sagt wohl alles. "Freiheit ist immer die Freiheit der Andersdenkenden," aber Rosa Luxemburg muss sich wohl da getäuscht haben, genauso, wie ich unter dem Freiheitsbegriff meine eigene Definition habe. Schade, so viele Chancen zu verpassen, dass endlich ein Stück mehr Offenheit und gegenseitiges Verstehen gefördert werden. Hut ab vor den Lehrerinnen.
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Schonungslos ehrlich und wahrheitsgemäß dargestellt ist dein Beitrag zu verstehen, den ich Wort für Wort unterschreiben kann. Es ist gut, dass immer mehr Menschen aus den neuen Bundesländern sich trauen, ihre Stimme zu erheben und sich nicht einfach von ewigen Dummschwätzern sagen lassen, wie sie gelebt haben sollen. Kaum einer wird sagen "Wir wollen die alte DDR zurück", aber eine bessere hat sich der überwiegende Teil der Bevölkerung damals gewünscht. Vor allem wird es Zeit, nach einem Vierteljahrhundert langsam zu begreifen, dass jeder von uns, ob in West oder Ost geboren und gelebt, seine Vergangenheit hat, seine eigene, die er sich von niemandem kleinreden lassen muss. Ich habe gut und gern in diesem ersten sozialistischen Staat gelebt, gelernt und geliebt, hatte meine Ideale, bin gereist und fast ohne Bananen zu dem geworden, was ich bin und bin verdammt stolz darauf, sozial und menschlich erzogen worden zu sein in diesem Umfeld eines Miteinander und nicht Gegeneinander.
Danke, Hubert, dass du vehement die Stimme erhebst, auch wenn das natürlich in diesem Staat kaum einer veröffentlichen wird, denn dessen Brot ich ess, dessen Lied ich sing. Aber hier kann man es lesen und es macht Mut.
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