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Prunkbau Deutsche Bahn Berlin

Was Frauen wirklich denken: Streik ohne Happy End?

Von wize.life-Nutzer - Montag, 27.10.2014 - 08:25 Uhr

Bahnfahren, wenn der Zug denn fährt, ist nicht das, was die Bahn verspricht oder der Fahrpreis suggeriert. Fast im Jahrestakt sind die Preise gestiegen, auch wenn Superschnäppchentickets uns weismachen, wir kommen für 19 Euro quer durch Deutschland. Wer heute von Stuttgart z.B. nach München oder Frankfurt "ganz normal" unterwegs ist, zahlt in Euro mehr als in D-Mark.

Dazu kommt: Bahnfahren gleicht immer öfters Abenteuerreisen.


Von zehn Fahrten nach München sieht meine persönliche Quote selbst in Zeiten ohne Streik so aus: Zwei Züge fuhren pünktlich ab und kamen pünktlich an. Der Rest hatte technische Defekte, startete mit über einer Stunde Verspätung, andere blieben auf der Strecke mehrfach liegen und kamen entsprechend verspätet und unkalkulierbar an. Das ist besonders attraktiv, wenn am Zielort Geschäftspartner warten oder Flüge nicht warten.

Dazu kommt auch: ungepflegtes Interieur, unfreundliches Zugpersonal.


Das ganz normale Abteil, der ganz normale Großraumwagen, die Toilette, selbst Bistro und Bordrestaurant lassen jenen Grad von Sauberkeit vermissen, den ich mit dem Ticketpreis verbinde. Und wenn man Pech hat, trifft man zudem auf Bahnmitarbeiter, die gerade einen schlechten Tag haben. Dass die Bahn mittlerweile seit 20 Jahren privatisiert ist, ist noch nicht bei allen Mitarbeitern und im Serviceverständnis angekommen.

Vieles liegt im Argen. Angeblich vor allem die Lohnstruktur.


Letzteres will uns zumindest GDL-Chef Claus Weselsky nahelegen und legt deshalb immer mal wieder den Zugverkehr lahm, um via Streik seine Forderung nach mehr Geld und weniger Arbeitszeit durchzusetzen. Die Reisenden finden das nicht besonders apart. Entweder man steht in prachtvollen neuen Bahnhöfen oder völlig veralteten oder im Umbau befindlichen und kommt nicht weiter wie geplant.

Aber auch innerhalb der GDL wächst der Ärger. So ein Focus-Beitrag. "Eine Lokführer-Initiative stellt sich offen gegen den Gewerkschaftschef."

Der Vorwurf:

„Ein Streik muss die Ultima Ratio sein."


GDL-Veteran Kowalsky wirft Weselsky vieles vor: „Erst wird verhandelt. Aber Weselsky verhandelt ja gar nicht.“ Angeblich gehe es ihm um den eigenen Machtausbau die Ausweitung des Machtbereichs der GDL und der Streik sei dafür Mittel zum Zweck.

Weselsky stellt dies natürlich anders da. Wer hat nun Recht?

Ich finde, wir. Wir, die Reisenden, die letztlich das Unternehmen Bahn finanzieren, jeden einzelnen Mitarbeiter und irgendwie auch jeden Gewerkschaftsfunktionär. Angesichts des Vorgehens frage ich mich zunehmend, ob Gewerkschaften wirklich noch im Sinne der Arbeitnehmer agieren oder vor allem im Sinne der eigenen Mitglieder und des eigenen Systemerhalts. Denn die Schäden in Millionenhöhe für diese Streiks zahlen in erster Linie wir. Und:

Wohin soll die stete Lohn-Preis-Spirale nach oben führen?


Im Fall der Bahn haben Streik und Konfrontation für mich kein gutes Ende gefunden: höhere Preise - höhere Löhne - schlechtere Leistung. Das ist kein Zug Richtung Zukunft.

86 Kommentare

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Es wurde Zeit, das die Bahn nicht mehr alleiniger Herrscher ist, die Fixbusse sind zwar billig, aber können die sich halten??? Etwas teurer dürfen sie schon sein, so dass sie die Personalkosten und ... decken.
Die Busse sind zwar länger unterwegs, aber es darf kein Unfall passieren, da sind mehrere Menschen betroffen.
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Wo liegt die Armutsgrenze - 975€ !? Habt ihr schon mal Friseure oder Friseurinnen streiken sehen?? Jeder braucht sie (aber nicht jeder braucht die Bahn oder das Flugzeug) und was verdienen sie?? Netto ca. 850€ - 950€ ! Ohne ein paar Euro Trinkgeld könnten sie nicht überleben - aber auch dazu sind viele Kunden zu geizig.
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Jetzt wissen wir, warum die Bahn und Post früher in staatlicher Hand waren und es "Bahnbeamte" gab! Beamte dürfen nicht streiken!!
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Sie soll nicht, aber sie wird... Und zwar, bis ich tot bin und es mich nicht mehr kümmern muss, ob es noch weiter hoch geht.
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Die Appelle des Maßhaltens kommen immer von denen, die selbst Maßlos sind !
Schaut den Politikern auf die Finger und nicht auf's Maul !
Einfache Sprüche, nur die Wenigsten denken darüber nach.

Das älteste Theaterstück der Welt: "Jedermann" befasst sich bereits mit den negativen Wirkungen des Geldes.

Warum gibt es keine Appelle zum Maßhalten bei der Preistreiberei ?

Es sollte ein Gesetz beschlossen werden, nachdem Löhne und Gehälter automatisch steigen müssen, entsprechend den Steigerungen bei der jeweiligen Geschäftsleitung.
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Solange es Arbeitnehmer mit Gehaltserhöhungen geben wird , wird auch jeder der davon profitieren kann die Hand aufhalten ,wenn man es so sieht ein "kleines Weihnachtsgeschenk " von der Bahn .
Dafür läßt der Service etwas nach !!
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Alle reden nur von den Lokführern....was ist mit den Werkstätten....wo die Züge gewartet werden....ohne die Handwerker kann kein Zug fahren....sie möchten auch etwas mehr Lohn
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man kann es nicht verstehen ,es muessten ganz viele Forderungen stellen angefangen vom Krankenhauspersonal u.Reinigungskräfte ach man koennte die Reihe fortsetzten.Ich fahre öfter mit der Bahn also auf die Toiletten mach man schon gar nicht gehen,sicher haben auch einige Mitfahrende daran Schuld aber trotzdem wenn man so will muessten fast alle streiken.
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Wie viel Euro sind für Lockführer zu wenig?
Wie soll ich dazu etwas sagen, wenn ich die Gehaltstabelle der Monatslöhne und die Wochenarbeitsstundenzahl nicht kenne?
Oder arbeiten die Lockführer im Stundenlohn?

Die Bahn sollte nur mit beiden Gewerkschaften gemeinsam verhandeln, denn das Lohn- und Gehaltsgefüge muss für alle dort beschäftigten stimmig sein.

Was machen die Lockführer wenn demnächst die andere Gruppe streikt und alle Signale auf ROT stehen?
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Kurz und knapp meine Ansicht: Geld regiert die Welt, leider. Warum, es sind die 3 G unserer Gesellschaft, Gier , Geiz , Größenwahn. Das ist die Krankheit, nicht der Streik.
Wenn streiken auf dem Rücken von Reisenden ausgetragen wird, sollte das verboten sein.
Die Arbeit der heutigen Lokführer könnte ein Computer zuverlässiger machen.
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