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Teamplayer versus Einzelkämpfer

Peter Leopold
Beitrag von Peter Leopold

Teamplayer-Eigenschaften werden immer stärker gefragt, während Einzelkämpfer zunehmend abgelehnt werden.

Was zeichnet nun diese Eigenschaften aus ?

Sich als Teamplayer darzustellen und sich dann innerhalb eines Teams auch wirklich zu bewähren, sind zwei Paar Schuhe. Es kann anstrengend sein, sich als Einzelkämpfer in ein Team einzufügen und sich ggf. auch mal unterzuordnen, um ein gemeinsames Ziel zu erreichen.
Während Teamplayer manchmal nicht weniger konfliktfreudig aber trotzdem auch konfliktfähig sind, ist der Einzelkämpfer ein typischer Egomane, der keinem Konflikt aus dem Weg geht. Allerdings nur, um seine eigenen Interessen durchzusetzen. Das gemeinsame Wohl rückt dabei oft stark in den Hintergrund.

Teamplayer sind durchaus in der Lage, sich andere Ansichten nicht nur anzuhören, sonden diese auch zu reflektieren und eigene Einstellungen zu überdenken. Eine Fähigkeit, die besonders bei Vorgesetzten sehr geschätzt wird.
Einzelkämpfer versuchen hingegen, eigene Meinungen und Vorstellungen durchzusetzen und ignorieren dabei nicht nur die Wünsche Anderer, sondern sie blockiern sie bewusst.


Was macht aber einen guten Vorgesetzten aus ?

Er muss beide Eigenschaften vereinigen um Erfolg zu haben. Ohne Teamplayer-Eigenschaften wird schnell aus dem Betrieb ein diktatorisch geführter Misserfolg. Man verzichtet auf die Vielfalt der Eigenschaften, die nur ein Team zu bieten hat. Verschiedene Ansichten, die man braucht, um erfolgreich zu sein. Ein Teamplayer ist der Gruppenmensch schlechthin, sorgt für Harmonie und gutes Arbeitsklima. Konfrontation ist nicht sein Fall, da hält er sich lieber im Hintergrund. Sollte es zum Konflikt kommen, ist dieser Typ der ideale Vermittler.

Andererseits sollten aber auch die positiven Einzelkämpfer-Eigenschaften nicht vergessen werden. Die Fähigkeit, sich durchzusetzen wenn es angebracht ist. Allerdings gibt es auch den Sonderfall des Grüblers. Zu viele Gedanken und akademisches Arbeiten – damit kann er das Team blockieren. Er tendiert zur Ausführlichkeit und hat stets Zahlen und Fakten parat. Er hat den Überblick und den Kontext im Auge.

Und im Familienverband ?

Da sind klare Teamplayer-Eigenschaften gefragt. Niemand lässt sich im privaten Bereich gerne unterbuttern und Einzelkämpder sind sehr schnell zur Einsamkeit verdammt. Kaum jemand will mit ihnen zu tun haben und langfristig auch in einer an sich scheinbar funktionierenden Partnerschaft nicht. Die Familie ist ein Team und da schließe ich die Kinder mit ein. Alle Entscheidungen über die Köpfe der Kinder hinweg zu treffen kann sich irgendwann böse rächen, denn auch die Kinder werden damit zu Einzelkämpfern, die sich gegen alles und Jeden auflehnen, nur um sich Gehör zu verschaffen.

Kann man vom Einzelkämpfer zum Teamplayer werden ?

Eindeutig JA. Aber es erfordert viel Kompromissbereitschaft und Abkehr von eigenen festgefahrenen Vorstellungen, die dem Einzelkämpfer bisher duch´s Leben begleitet haben. Die Aufgabe der eigenen Verhaltensstrukturen ist dabei der schwierigste Teil. Zuhören und nachdenken gehört zu den einfacheren Dingen.
Aber es lohnt sich. Man wird mit Anerkennung, Lob und Harmonie belohnt.

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