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WahlFoto-Quelle: eigene Bearbeitung

Teamplayer versus Einzelkämpfer

Von Peter Leopold - Donnerstag, 30.10.2014 - 09:31 Uhr

Teamplayer-Eigenschaften werden immer stärker gefragt, während Einzelkämpfer zunehmend abgelehnt werden.

Was zeichnet nun diese Eigenschaften aus ?

Sich als Teamplayer darzustellen und sich dann innerhalb eines Teams auch wirklich zu bewähren, sind zwei Paar Schuhe. Es kann anstrengend sein, sich als Einzelkämpfer in ein Team einzufügen und sich ggf. auch mal unterzuordnen, um ein gemeinsames Ziel zu erreichen.
Während Teamplayer manchmal nicht weniger konfliktfreudig aber trotzdem auch konfliktfähig sind, ist der Einzelkämpfer ein typischer Egomane, der keinem Konflikt aus dem Weg geht. Allerdings nur, um seine eigenen Interessen durchzusetzen. Das gemeinsame Wohl rückt dabei oft stark in den Hintergrund.

Teamplayer sind durchaus in der Lage, sich andere Ansichten nicht nur anzuhören, sonden diese auch zu reflektieren und eigene Einstellungen zu überdenken. Eine Fähigkeit, die besonders bei Vorgesetzten sehr geschätzt wird.
Einzelkämpfer versuchen hingegen, eigene Meinungen und Vorstellungen durchzusetzen und ignorieren dabei nicht nur die Wünsche Anderer, sondern sie blockiern sie bewusst.


Was macht aber einen guten Vorgesetzten aus ?

Er muss beide Eigenschaften vereinigen um Erfolg zu haben. Ohne Teamplayer-Eigenschaften wird schnell aus dem Betrieb ein diktatorisch geführter Misserfolg. Man verzichtet auf die Vielfalt der Eigenschaften, die nur ein Team zu bieten hat. Verschiedene Ansichten, die man braucht, um erfolgreich zu sein. Ein Teamplayer ist der Gruppenmensch schlechthin, sorgt für Harmonie und gutes Arbeitsklima. Konfrontation ist nicht sein Fall, da hält er sich lieber im Hintergrund. Sollte es zum Konflikt kommen, ist dieser Typ der ideale Vermittler.

Andererseits sollten aber auch die positiven Einzelkämpfer-Eigenschaften nicht vergessen werden. Die Fähigkeit, sich durchzusetzen wenn es angebracht ist. Allerdings gibt es auch den Sonderfall des Grüblers. Zu viele Gedanken und akademisches Arbeiten – damit kann er das Team blockieren. Er tendiert zur Ausführlichkeit und hat stets Zahlen und Fakten parat. Er hat den Überblick und den Kontext im Auge.

Und im Familienverband ?

Da sind klare Teamplayer-Eigenschaften gefragt. Niemand lässt sich im privaten Bereich gerne unterbuttern und Einzelkämpder sind sehr schnell zur Einsamkeit verdammt. Kaum jemand will mit ihnen zu tun haben und langfristig auch in einer an sich scheinbar funktionierenden Partnerschaft nicht. Die Familie ist ein Team und da schließe ich die Kinder mit ein. Alle Entscheidungen über die Köpfe der Kinder hinweg zu treffen kann sich irgendwann böse rächen, denn auch die Kinder werden damit zu Einzelkämpfern, die sich gegen alles und Jeden auflehnen, nur um sich Gehör zu verschaffen.

Kann man vom Einzelkämpfer zum Teamplayer werden ?

Eindeutig JA. Aber es erfordert viel Kompromissbereitschaft und Abkehr von eigenen festgefahrenen Vorstellungen, die dem Einzelkämpfer bisher duch´s Leben begleitet haben. Die Aufgabe der eigenen Verhaltensstrukturen ist dabei der schwierigste Teil. Zuhören und nachdenken gehört zu den einfacheren Dingen.
Aber es lohnt sich. Man wird mit Anerkennung, Lob und Harmonie belohnt.

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13 Kommentare

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Ich finde der Begriff "Egomane" wird hier etwas mißbraucht.
Nicht jede oder jeder, dem es nicht liegt in einem Team, einer Gruppe zu arbeiten oder sich einzubringen ist gleich ein Egomane.
Egomanie beschreibt eine "krankhafte Selbstbezogenheit".

Die so zugeschriebene Person wird als Egomane bezeichnet und habe das Bedürfnis, stets im Mittelpunkt allen Handelns und Geschehens zu stehen, oder interpretiert Abläufe ichbezogen. Egomanie tritt in der Psychopathologie als eines von mehreren Symptomen einer Manie im Rahmen einer bipolaren Störung (manisch-depressive Krankheit) in Erscheinung und wird dabei von Megalomanie („Größenwahn“) begleitet. Die Begrifflichkeit Egomanie wird aber vielfach auch rein umgangs- oder alltagssprachlich ohne den Anspruch einer ärztlichen Diagnose verwendet.

Quelle: wikipedia
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Wer hat dir diese Definitionen erklärt.Ich habe in meinem langen Berufsleben leider feststellen müssen dass der Einzelkämpfer immer der Erfolgreichere war.Ich glaube inzwischen das Teamplayer nur eine Erfindung ist um des Erfindens Willen
Ich sehe im Berufsleben auch nur noch Egomanen um mich. Derjenige, der die Kollegen am schnellsten mit den Ellbogen zur Seite boxt, steigt die Karriereleiter auf.

Das Arbeitsleben ist keine Welt für Weicheier. Der Konkurrenzkampf tobt in deutschen Büros. Und die Bosse freut es!
Peter Leopold
Der Einzelkämpfer immer der Erfolgreichere ? Das kann gar nicht funktionieren. Da müsste die Welt schon ohne Teams existieren und das tut sie nun mal nicht. Der Erfolg mag für den Einzelnen für den Moment gegeben sein, aber im Interesse des Gesamten ist es nicht. Davon mal abgesehen ist der Einzelkämpfer hilflos, wenn die Teamplayer nicht mitspielen, denn die sind in der Lage, das ganze Konzept des Einzelkämpders lahmzulegen...
Im Interesse des Gesamten ist ja schön und gut.Aber wie sagt das Sprichwort?Das Hemd ist mir näher wie die Hose.
Übrigens Teamplayer werden auch händeringend bei Drückerkolonnen gesucht oder in Callcentern.Das ist ne leere Worthülse
Peter Leopold
Absolut nicht. Jemand, der so gar nicht teamfähig ist, wird spätestens im familiären Bereich kläglich scheitern.
Due Fußsoldaten sind quasi Teamplayer. Sie arbeiten denen da oben nämlich selbstlos zu. Der Ruhm streichen aber die Solisten ein.
Peter Leopold
Kann es sein, dass Du eine völlig falsche Vorstellung von dem Wort Teamplayer hast ?
Im Beruf gibt es keine wrklichen Teams mit gleichberechtigten Mitarbeitern.

Oder wird bei einem Meeting, wenn eine Entscheidung ansteht ,demokratisch abgestimmt? Nein, da entscheidet die obere Hierarchie was gut und richtig ist.
Peter Leopold
Man kann gar nicht demokratisch abstimmen lassen bei ungleicher Qualifikation. Aber man kann durchaus, die Ansichten der Mitarbeiter mit einbeziehen. Und ich weiß, wovon ich rede. War selbst lange genug selbstständig.
Also ich denke mal, das Thema "Teamplayer im Beruf" ist differenzierter zu betrachten.
Es gibt natürlich Entscheidungen, die von gewissen Hirarchien getätigt werden müssen. sozusagen als Vorgabe an ein Team, dass dann an die Umsetzung geht.
Und ein Team zeichnet ja aus, dass es viele unterschiedliche Fähigkeiten und Kenntnisse gibt die auf ein Ganzes hinarbeiten. Und idealerweise zwischendurch auch immer wieder reflektieren, ob das eigentliche Ziel noch richtig im Focus ist. Da gibt es ganz hervorragende Schemata, nach denen man vorgehen kann.
Teamarbeit heißt meiner Meinung nach nicht, sich "unterzuordnen" sondern die Fähigkeiten jedes einzelnen Teammitglieds zu verzahlen mit denen der anderen um eben das angestrebte Ziel erreichen zu können. Und dazu gibt es auch Teamleiter oder Teamsprecher. Die vom Team meist selbst benannt werden (idealerweise).
Ein umfangreiches Thema.
Ich bin übrigens nicht der Meinung, dass ein Selbständiger ein Teamplayer von Hause aus ist. Er muß sich vernetzen, dass ja, aber zu seinen eigenen Interessen. Nicht zu denen eines Teams oder zu einem Gesamtgefüge.
Es gibt noch ganz viel dazu zu schreiben.
Peter Leopold
Wenn sie sich dazu machen lassen...
Peter Leopold
Man behält auch als Teamplayer seine eigene Persönlichkeit. Das ist kein Widerspruch
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