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In Prien am Chiemsee zahlen Kunden mit einer Regionalwährung
In Prien am Chiemsee zahlen Kunden mit einer RegionalwährungFoto-Quelle: Foto: Arte/Marc Duployer - entnommen der Frankfurter Rundschau

Superlative 'Postwachstum' der Wirtschaft

Von wize.life-Nutzer - Mittwoch, 05.11.2014 - 08:23 Uhr

Postwachstum - Was ist das denn schon wieder? 'Post', lat., bedeutet 'nach'. Wachstum = Vergrößerung. Also 'Nachvergrößerung' ... Fast. Nach Vergrößerung! So ist's richtig.

Der geneigte Leser wird sich fragen, was hat das mit Wirtschaft zu tun? Eine ganze Menge. Alle Welt, vor allem Politiker und 'die' Wirtschaft spricht von Wirtschaftswachstum. Aber wohin soll sie denn wachsen, die Wirtschaft? Ins Unermessliche? Und dann ist sie so gigantisch und augeblasen, dass der kleinste Lufthauch ausreicht, diese dünnwandige Wirtschaftsseifenblase zum Platzenzu bringen.
Hatten wir nicht bereits 2008 eine Kostprobe davon erhalten? Was, bloß Bankenkrise? Weit gefehlt. Diese Bankenkrise, die die Spieler in den Großbanken verursacht haben, haben viele Menschen ins Unglück gestürzt, wie man am Beispiel Griechenland erkennen kann. Griechenland ist zwar einige Kilometer von uns entfernt und uns traf diese Krise nicht allzu hart, außer dass unsere Steuern in Banken gepumpt wurden, wir haben's ja überlebt.
Wenn wir mal ganz ehrlich sind, werden wir uns eingestehen müssen, dass wir alle diese Menschen dazu ermächtigt haben, so zu handlen. Teilweise direkt, teilweise indirekt.

Aber wie wach sind wir denn geworden? Ich glaube, dass viele nur kurz aus ihrem Tiefschlaf hochgeschreckt sind und nach einem kurzen Blick auf den Wecker wieder in ihren süßen Träumen von einem gut gefüllten Geldsäckel versanken. Dass der Wecker allerdings längst fünf vor zwölf zeigt, haben bisher nur wenige wahrgenommen.
Von denen wiederum recken viele die Arme ratlos in die Luft und rufen 'ich kann doch da nichts machen, ich bin zu schwach, zu klein, zu unbedeutend, zu....'

Aber einige sind aktiv geworden. Geistige Größen und ganz einfache Leute in Stadt und Land!

Hier ist eine arte-Dokumentation, die Mut macht. Marie-Monique Robin, eine sehr kompetente Frau, wie ich meine, hat wunderbare Beispiele zusammengetragen, die zeigen wie man dem ungebremsten und zerstörerisch wirkenden Wirtschaftswachstum entkommt. Beispiele, die recht leicht umsetzbar sind. Auch für uns! Ich wünsche uns gute Ideen, die Kraft und den Mut zur Umsetzung.
Wer auf Facebook vertreten ist, sollte diesen Filmlink dort einstellen. Ich bin sicher, dass er Wirkung zeigt.

Vorab ein Artikel in der Frankfurter Rundschau für eilige:

http://www.fr-online.de/tv-kritik/tv...940746.html

http://www.arte.tv/guide/de/050584-0...tum-was-nun

Und für eine Woche auf arte-Mediathek das Gespräch mit Frau Marie-Monique- Robin, die auch Buchautorin ist

http://www.arte.tv/guide/de/056509-0...nique-robin

19 Kommentare

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Die Doku sollten mgl. viele sehen, vor allem die jungen Erwachsenen.
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Googelt mal nach all den Filmen, die Marie-Monique Robin gemacht hat wie z.B. "Unser täglich Gift". Man kann sich die Filme auf You Tube kostenlos ansehen.

Die Frau ist Spitze
Hi Sylvia, dieser Film wurde auch angesprochen und noch eineige andere. Die werde ich mir auch noch ansehen.
Unbedingt! Frau Robin ist sehr engagiert.
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Und genau deswegen hat ja unser aller Mutti gestern gross verkündet sie unterstützt die Forderungen.Nein nicht der 16 Millionen die von Armut bedroht sind sondern die der Wirtschaftsverbände für Erleichterungen der Betriebe und staatliche Investitionen.Frau Nales prescht schon mal vor mit dem Gesetz zu Arbeitsmarktintegration von Langzeitarbeitslosen.Und damit auch ja nicht ein Unternehmen in die Pflicht genommen werden kann wird schon mal verkündet das der Staat bis zu 100% der Löhne und Lohnkosten übernimmt
Siehst Du Helmut, das ist die Herausforderung. Wir überlassen fröhlich unseren Politikern die Macht und legen unser Leben in deren Hände. 'Die da oben werden es schon richten' heißt die Devise. Das ist genauso blöd, wie Eltern glauben, dass ihre verzogenen Gören in der Schule soziales Verhalten beigebracht kriegen sollen (wir müssen hier alle unterstützen, aber Du weißt, was ich meine).

Kirse heißt immer auch Chance! Es ist Zeit zum Umdenken und zum Handeln. Das Rumgeschimpfe hat keinen Nutzen.
Also wenn ich glauben würde an"die da oben werden es schon richten"dann wäre ich in der ehemaligen nicht wegsperrt worden
Ich unterstelle Dir das nicht, Helmuth, das war als Beispiel gemeint.
Hast Du die Doku gestern gesehen? Diese Initiativen, die dort gezeigt werden, sind einfach genial. Ich selbst habe noch keine Idee, was ich wie anpacken kann, aber ich bin am denken, eigentlich schon eine ganze Weile.
Am Denken bin ich auch und ehrlich ,ich habe noch nichts fruchtbares gefunden.Aber Meinereiner ist ja noch nicht tot und kann noch ne Weile überlegen
Genau, wir sind noch lange nicht tot!
Ich finde z.B. die Konzepte mit dem Gemüseanbau in der Stadt super und auch die Regionalwährungen.
Letztlich sehe ich das mit dem Euro/Dollar genauso. Jedes Land sollte seine Währung zrückerhalten, man könnte sie wirklich nur im Land ausgeben und dann eine Weltwährung für den Handel und Reisende. Eine starke Idee!
Das mit der Binnenwährung habe ich hinter mir.Funktioniert NICHT.Aber jedes Land seine Währung dann könnten auch schwache Länder auf Grundlage von Auf-und Abwertungen ihres Geldes leben
Ich bin viel zu wenig Finanzexperte, leider. Das mit der Auf- und ABwertung der eigenen Währung könnte aber aufhören. Ich finde, das ist sowieso alles irgend wie hausgemacht und gesteuert, für mich unglaubhaft und überflüssig wie ein Kropf.
Welche ERfahrungen mit der Binnenwährung hast Du gemacht, wo und wann war das, wie war das aufgebaut?
regionales Wirtschaften und in diesem Zusammenhang kreierte regionale bzw. zweckgebundene kleine Währungen sind eine interessante Bereicherung.
Eine Rückkehr zu den nationalen Währungen scheint mir nicht sinnvoll und eine globale Einheitswährung unrealistisch.
Gemeinsame Währungen machen nur Sinn, wenn die zugrundeliegende Wirtschaft jeweils dazu passt.
Dies ist ja in Europa nur teilweise und erstrecht in der gesamten Welt nicht der Fall. Insoweit war auch die Einführung des Euro etwas übereilt, weil flankierend die Annäherung der Wirtschaftssysteme nicht genügend gediehen war. Dies aber sollte ja u.a. damit erreicht werden.
Ja Knight Mover, ich bin gedanklich der Zeit einiges voraus geeilt. Eine Annäherung der Wirtschaft in irgendeiner Weise müsste geschehen.
Nun ist es aber so, dass z.B. nicht wer weiß welche Industrie, sagen wir mal in der Mitte Afrikas entstehen kann, die irgendwas produzieren, was weltweit gebraucht wird. Es wäre sicher besser, das Land dort nicht auch noch zu verschandeln und diese Bereiche aufgrund des eigentlich normalen Impulses mit einem anderen zu teilen, mit zu versorgen, weil woanders ein tatsächlicher Überfluss entsteht. Vielleicht gibt es auch etwas, was dort besonders angebaut werden kann, von dem wir noch keine Ahnung haben, dass es sinnvoll ist. So gäbe es doch einen Ausgleich.

Helmuth, ich bin manchmal etwas schwer von Begriff Du meintest mit Binnenwährung die DDR-Mark. Das konnte nicht funktionieren! Es gab ja keinen echten Austausch. Eine Regionale Währung funktioniert genau in diesr REgion, um die dortigen 'kleinen' Handwerker und Geschäfte zu stärken. Das halte ich für sehr nützlich, denn z.B. durch den emensen Internethandelt, der auch seine Vorzüge hat, werden kleine Geschäfte geschädigt.
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Hast Du die Doku gestern gesehen?
Nein habe ich nicht ich muss schauen was meine Frau schaut wir haben in Jeden Zimmer einen FS aber nur einen im Schlafzimmer ich will Dich nur Unterstützen .....
Vielen Dank lieber Arno, dann kannst Du ja jetzt das Video ansehen, ist sooo gut!
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