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Gesetzliche Betreuung ist nur durch Vorsorgeverfügungen vermeidbar
Gesetzliche Betreuung ist nur durch Vorsorgeverfügungen vermeidbarFoto-Quelle: iofoto - Fotolia

Betreuung außer Kontrolle?! - Was jeder Erwachsene wissen sollte

Beitrag von wize.life-Nutzer

Der Alltag geht seinen geregelten Gang, alles hat seine Ordnung. Doch plötzlich passiert das Unfassbare: ein Unfall, Schlaganfall, Infarkt, Demenz, Bewusstlosigkeit, Alkoholsucht … Alles ist plötzlich anders, das Leben gerät aus den Fugen. Ausnahmslos jeder von uns kann – unabhängig von Alter, Geschlecht und sozialer Stellung - in eine Situation kommen, in der er nicht mehr über sein eigenes Leben entscheiden kann. Eine andere Person muss sich jetzt um mich kümmern, um die Belange des täglichen Lebens, Banküberweisungen erledigen, sich mit Ämtern herumschlagen, wichtige Entscheidungen treffen, über mein Geld verfügen, sich um meine Gesundheit sorgen, meinen Aufenthalt bestimmen, meine Post öffnen und meine Termine einhalten.
In einem kürzlich gesendeten Beitrag des MDR-Fernsehens aus der Reihe "Exakt - Die Story" von Oliver Matthes unter dem Titel "Betreuung außer Kontrolle" wurde die dramatische Entwicklung der staatlichen Betreuung in Deutschland und insbesondere dem Land Sachsen-Anhalt sehr anschaulich dargestellt. Hier die Fakten: Mehr als 1,3 Millionen Deutsche haben derzeit einen gesetzlichen Betreuer, Tendenz stark steigend. Oft sind es Angehörige, in etwa jedem dritten Fall aber ist es ein vom Gericht bestellter Berufsbetreuer, ein Fremder. Mancher davon hat 80 oder mehr Klienten zu betreuen, hat diese oft nur ein-, zweimal zu Gesicht bekommen. - Wie gut kann diese Art Betreuung sein? Kann die notwenige regelmäßige Kontrolle der Berufsbetreuer durch total überlastete Amtsgerichte überhaupt gesichert werden? Was tut der Staat, um uns vor Machtmissbrauch zu schützen?
Die BAFIS-Vorsorgeberater in Halle (Saale) gingen den im MDR-Beitrag aufgeworfenen Fragen auch in ihrer Vorsorge-Praxis nach und können ergänzend zur Auswertung allgemein zugänglicher Statistiken in ihrem engeren Wirkungskreis, dem Bundesland Sachsen-Anhalt, nun auch aus dem Dialog mit den Teilnehmern der regelmäßig stattfindenden Info-Veranstaltungen über Vorsorgeverfügungen die im genannten Beitrag dargestellte erschreckende Tendenz untermauern: Das Aufkommen der Betreuungsverfahren in Sachsen-Anhalt hat sich demnach in den vergangenen zwanzig Jahren mehr als verdoppelt, die Zahl der mit der Kontrolle der Betreuer und Betreuungsverfahren betrauten Rechtspfleger ist andererseits aber gesunken. Bessere Kontrolle durch immer weniger Kontrolleure kann aber nicht funktionieren. - Das leuchtet selbst dem Laien ein und wird auch scharf kritisiert von Experten wie dem Professor für Betreuungsrecht Volker Thieler, der im MDR-Beitrag treffend sagt: "Bei der Betreuung herrscht nach wie vor Chaos. Das ist einerseits bedingt durch zu wenig gut ausgebildete Betreuer. Nahezu jeder kann Betreuer werden, was wir seit Jahren kritisieren. Andererseits werden die Betreuer viel zu wenig kontrolliert von Seiten der Gerichte. Ich habe Fälle wie Freiheitsberaubung, wo ganz klar die Menschenrechte der Betreuten verletzt werden." Diese Feststellungen werden im folgenden Interview mit dem Fachanwalt für Vorsorgerecht Lutz Arnold LL.M. über die Bedeutung rechtssicherer Vorsorgeverfügungen dann auch deutlich unterstrichen.


Zur Aufklärung über das Thema „gesetzliche Betreuung und deren wirksame Vermeidung“ vor allem von Interessierten aus Halle (Saale), dem Saalekreis und dem Umland führen die BAFIS-Vorsorgeberater gemeinsam mit den Experten der Gesellschaft für Vorsorgeverfügungen mbH Plauen regelmäßig Informationsveranstaltungen bei der Deutschen Rentenversicherung Mitteldeutschland in Halle (Saale) unter dem Titel „Raus aus der Betreuungsfalle! Patientenverfügung, Vorsorgevollmacht, Betreuungsverfügung und Sorgerechtsverfügung – So mache ich alles richtig!“ durch. Hier werden als Alternativen zur staatlichen Betreuung und Verwirklichung des Selbstbestimmungsrechts im Falle von Geschäftsunfähigkeit rechtswirksame Vorsorgeverfügungen vorgestellt, die aufgrund der Festlegungen, Ziele und Wünsche der Mandanten durch eine auf Vorsorgerecht spezialisierte Anwaltskanzlei auf deren Briefpapier erstellt werden. Desweiteren wird aufgezeigt, dass neben dem rechtswirksamen Inhalt der Vorsorgedokumente sehr wichtig ist, die Originale von Vorsorgevollmacht, Patienten- und Sorgerechtsverfügung sicher zu hinterlegen und bei Rechtsänderungen sowie persönlichen Veränderungen von Vollmachtgeber und Bevollmächtigten regelmäßig zu aktualisieren. Das beste Vorsorge-Dokument nützt jedoch gar nichts, wenn es im Notfall nicht rechtzeitig gefunden wird. Die Gesellschaft für Vorsorgeverfügungen mbH (GfVV) bietet deshalb als exklusive Service-Leistung neben dem Aktualisierungsdienst einen Vorsorgeausweis und die 24-Stunden-Notfallhotline an und empfiehlt den Kunden grundsätzlich die zusätzliche Registrierung der sicher im Archiv der GfVV hinterlegten Vorsorgeverfügungen beim zentralen Vorsorgeregister der Bundesnotarkammer. Interessenten erhalten weitere Informationen unter Tel. 0345 / 3883-6 (BAFIS-Vorsorgeberater, Herr Holle / Herr Gerlach). Anmeldung zu den Informationsveranstaltungen über Vorsorgeverfügungen ist möglich unter E-Mail: bafis-partner@gfvv24.de. Weitere Informationen zum Thema auf der Vorsorge-Homepage pflegegeld24.com

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2 Kommentare

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Bedauerlicherweise ist es schon seit langem üblich, dass beim Fehlen einer Vorsorgevollmacht vom Gericht - statt eines nächsten Angehörigen - ein völlig Fremder als Betreuer eingesetzt wird.
Darum ist es außerordentlich wichtig, diese Angelegenheit rechtzeitig zu regeln und eine Person als Betreuer(in) einzusetzen, der man vertraut!
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da kann ich ja von glück reden das meine tochter meine betreuerin ist in allen angelegenheiten,habe volles vertrauen zu ihr...bin vor 5 jahren von einen betreuer vom gericht aus ganz schön reingelegt worden in geldangelegenheiten,seit dem vertraue ich mir nur selbst
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