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Die Vorbereitung auf das Alter

Von wize.life-Nutzer - Dienstag, 31.03.2015 - 03:13 Uhr

„Wie schön ist das Licht, und wie wohltuend ist es, die Sonne zu sehen. Freu dich über jedes neue Jahr, das du erleben darfst. Auch wenn noch viele vor dir liegen – denk daran, dass die Dunkelheit danach lange dauert. Alles, was dann geschieht, ist sinnlos.

Du junger Mensch, genieße deine Jugend, und freu dich in der Blüte deines Lebens. Tu, was dein Herz dir sagt und was deinen Augen gefällt. Aber sei dir bewusst, dass Gott dich für alles zur Rechenschaft ziehen wird. Lass dich nicht von Kummer und Sorgen beherrschen, und schütze dich vor Krankheit. Denn Jugend und Schönheit ist vergänglich.

Denk schon als junger Mensch an deinen Schöpfer, bevor die beschwerlichen Tage kommen und die Jahre näher rücken, in denen du keine Freude mehr am Leben hast. Dann wird selbst das Licht immer dunkler für dich. Sonne, Mond und Sterne verfinstern sich, und nach einem Regenschauer ziehen die Wolken von neuem auf.

Deine Hände, mit denen du dich schützen konntest, zittern. Deine starken Beine werden schwach und krumm. Die Zähne fallen dir aus, du kannst kaum noch kauen, und deine Augen werden trübe. Deine Ohren können den Lärm auf der Straße nicht mehr wahrnehmen, und deine Stimme wird immer leiser. Schon frühmorgens beim Zwitschern der Vögel wachst du auf, obwohl du ihren Gesang kaum noch hören kannst.

Du fürchtest dich vor jeder Steigung und hast Angst, wenn du unterwegs bist. Dein Haar wird weiß, mühsam schleppst du dich durch den Tag und deine Lebenslust schwindet. Dann trägt man dich in deine ewige Wohnung und deine Freunde laufen trauernd durch die Straßen.

Ja, koste das Leben aus, ehe es zu Ende geht ... Ja, alles ist vergänglich und vergeblich.“ (Prediger 11,7 – 12,8)

„Wie schön ist das Licht, und wie wohltuend ist es, die Sonne zu sehen. Freu dich über jedes neue Jahr, das du erleben darfst. Auch wenn noch viele vor dir liegen – denk daran, dass die Dunkelheit danach lange dauert. Alles, was dann geschieht, ist sinnlos.“

Jedes Jahr neu blühen die Menschen auf, wenn es Frühling wird. Die Tage werden länger, die Sonne dringt tief in uns ein und gibt uns neue Lebensfreude. Wie oft aber nehmen wir diese Veränderung kaum oder sogar gar nicht wahr. Wir sind unzufrieden mit allem, was geschieht – dann, wenn es geschieht. Regnet es, schimpfen wir über das „schlechte“ Wetter. Scheint die Sonne, schimpfen wir über die Hitze, die uns unerträglich scheint. Dabei vergessen wir, dass der Regen seine Bedeutung hat und auch der Sonnenschein.

Das zitierte Wort macht uns darauf aufmerksam, dass es sinnvoller ist, im JETZT zu leben, statt im Gestern oder im Morgen. Wir leben am Leben vorbei, wenn wir nicht in der Gegenwart leben. Wenn du sitzt, dann sitze, wenn du gehst, dann gehe, wenn du isst, dann esse, wenn du arbeitest, dann arbeite und wenn du schläfst, dann schlafe. Geht es aber nicht meist so in unserem Leben, dass wir bereits mit etwas ganz anderem beschäftigt sind, während wir das eine noch nicht beendet haben?

Wenn wir schlafen, überlegen wir bereits, wann wir aufstehen wollen, wenn wir essen, überlegen wir bereits, welche Aufgaben wir wahrnehmen wollen, wenn wir arbeiten sind unsere Gedanken bereits bei unserer nächsten Verabredung. Immer sind wir in Gedanken bereits ganz woanders – und das Leben fließt an uns vorüber, ohne dass wir es mitbekommen.

Fangen wir doch einmal an, im JETZT zu leben – ohne das Morgen vorweg zu nehmen. Genießen wir doch einfach die Gegenwart in vollen Zügen. Machen wir uns doch bewusst, dass wir das Morgen nicht vorweg nehmen können. Wie viele haben schon gesagt: „Wenn ich erst in Rente bin, dann ...“ Ja, was ist dann? In den allermeisten Fällen wurde aus diesem „DANN“ nichts mehr. Das ganze Leben haben sie sich abgerackert, und nun hat sie Krankheit, Demenz, Alzheimer, Arthrose, usw. im Griff.

Sie sind ernüchtert, enttäuscht vom Leben. Sie fühlen sich ungerecht behandelt und geben natürlich nicht sich selber, sondern den anderen die Schuld. Das sind dann die „grantigen Alten“, mit denen wir es in der Pflege zu tun haben. Sie haben an allem und jedem was auszusetzen. Nichts kann man ihnen recht machen, selbst dann nicht, wenn gezielt auf ihre Wünsche eingegangen wird. Dann sagen die Angehörigen: „So kennen wir unsere Mutter/Vater gar nicht“. Es muß dann natürlich an den Pflegekräften liegen, dass all die Aggressionen zutage treten. Aber sie haben es nur versäumt, zu der Zeit zu leben, als sie noch Gelegenheit dazu hatten.

Fragen wir bei den zufriedenen Bewohnern nach, wie war ihre Biographie, stellen wir fest, dass sie mehr in ihrer Gegenwart gelebt haben. Sie führten auch vor der Pflegebedürftigkeit ein erfülltes, gegenwartsbezogenes Leben. Im Alter zufriedene und glückliche Menschen haben in ihrem Leben jeden Tag ausgekostet. Sie haben sich mit ihrem JETZT identifiziert. Auch im Sterben sind sie meist gelassen und ruhig. Im Buch der Bücher wird von solchen Menschen gesagt: „und er starb nach einem erfüllten Leben alt und lebenssatt. Darum wird uns dieser Rat gegeben: „LEBE HEUTE“.

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„Du junger Mensch, genieße deine Jugend, und freu dich in der Blüte deines Lebens. Tu, was dein Herz dir sagt und was deinen Augen gefällt. Aber sei dir bewusst, dass Gott dich für alles zur Rechenschaft ziehen wird. Lass dich nicht von Kummer und Sorgen beherrschen, und schütze dich vor Krankheit. Denn Jugend und Schönheit ist vergänglich.“

Viele Mitarbeiter, die in der Pflege arbeiten, sind junge Menschen. Manche sagen, dass sie mit 18 bis 21 noch zu jung sind, um in diesem Beruf tätig zu sein. Aber sind sie wirklich zu jung?

Ich denke mir, wenn sie das Alter vor Augen haben, müsste es ihnen leichter fallen, ihre Jugend zu genießen, im JETZT zu leben. Das Alter, mit dem sie „arbeiten“ führt ihnen die Vergänglichkeit von Jugend und Schönheit vor Augen. Darum der Rat: „Genieße deine Jugend und freu dich in der Blüte deines Lebens“. Sie erleben, dass all die Vorsätze für das Alter, alles Aufgeschobene meist unerfüllt bleiben wird. Dies sollte erst recht Ansporn sein, JETZT zu LEBEN.

Die Arbeit sollte nur Mittel zum Leben sein. Mit dem Hinweis darauf, „dass Gott dich für alles zur Rechenschaft ziehen wird“ macht der Schreiber dieser Zeilen deutlich, dass alles in der Verantwortung vor Gott getan werden soll, das LEBEN und die ARBEIT. Wer sich Gott verantwortlich weiß, geht sorgsam mit seinen Mitmenschen und mit sich selber um. Er ist sich bewusst, dass sein Verhalten und Handeln Konsequenzen nach sich zieht. Hier wird gewiss nicht einem zwanghaften Leben das Wort geredet.

Verantwortung übernehmen prägt auch ein Leben in Zufriedenheit und Ausgeglichenheit. Und das hat dann Auswirkungen auch auf das eigene Alter. Am Beispiel der Alten, die nicht danach gelebt haben, wird deutlich, wie wichtig es ist, frühzeitig das Leben konstruktiv zu gestalten. Wer möchte schon solche Menschen gern pflegen, die einem das Leben zur Hölle machen, weil man ihnen nichts recht machen kann? Sind da nicht Aggressionen vorprogrammiert? Ist da nicht auch Gewalt vorprogrammiert? Wir tun also sicher gut daran, unser Leben bereits in jungen Jahren auf eine gesunde Basis zu stellen.

Sorgen schaden der Schönheit, ist ja bekannt. Wie hilfreich ist es da zu wissen, dass es jemand gibt, der uns Sorgen und Kummer abnehmen kann und will? „Sorgt euch nicht um euren Lebensunterhalt, um Essen, Trinken und Kleidung. Leben bedeutet mehr als Essen und Trinken und der Mensch ist mehr als seine Kleidung. Seht euch die Vögel an. Sie säen nichts, sie ernten nichts und sammeln auch keine Vorräte. Euer Vater im Himmel versorgt sie. Meint ihr nicht, dass er sich um euch noch viel mehr kümmert? Und wenn ihr euch noch so viel sorgt, könnt ihr doch euer Leben auch nicht um einen Augenblick verlängern.“ (Matthäus 7,25 – 27)

Schon vor mehr als 3000 Jahren war bekannt, dass ein gesundes Leben in den eigenen Händen liegt. Was machen wir daraus? Ob nun die Krankheiten aus seelischen Belastungen herrühren (Sorgen, Kummer, Verluste, etc.) oder aus ungesunden Lebensgestaltungen – immer ist der Einzelne für seine Gesundheit selbst verantwortlich gewesen. Sicher haben wir viele Umweltfaktoren, die heute auch die Gesundheit des Einzelnen beeinflussen. Aber in den meisten Fällen tragen wir selbst die Verantwortung.

Ob das am Arbeitsplatz die hygienischen oder arbeitsgestaltenden Schutzmaßnahmen sind. Ob das die Ernährungsgewohnheiten sind. Ob das unsere Risikobereitschaft ist in der Freizeit. Ob das der Gebrauch von Suchtmitteln ist. Viele Faktoren beeinflussen unsere Gesundheit – und damit natürlich unser Wohlbefinden. Der Schreiber des zitierten Wortes erinnert jeden Einzelnen von uns daran, aktiv zur Erhaltung seiner eigenen Gesundheit beizutragen. Wie viele Probleme, Belastungen, Unzufriedenheiten, Ärger und Leid könnten vermieden werden.

Jetzt sind wir noch die „Jungen“, doch unsere Zukunft ist das Alter. Viele Probleme, die uns in den Alten begegnen, bereiten wir jetzt schon für die nächste Pflegegeneration vor. Manche werden sogar noch größer werden, wenn wir nicht jetzt beginnen, sie zu verhindern.

Bedenken wir: „Jugend und Schönheit ist vergänglich.“

„Denk schon als junger Mensch an deinen Schöpfer, bevor die beschwerlichen Tage kommen und die Jahre näher rücken, in denen du keine Freude mehr am Leben hast. Dann wird selbst das Licht immer dunkler für dich. Sonne, Mond und Sterne verfinstern sich (die Augen werden trüb), und nach einem Regenschauer ziehen die Wolken von neuem auf.

Deine Hände, mit denen du dich schützen konntest, zittern. Deine starken Beine werden schwach und krumm. Die Zähne fallen dir aus, du kannst kaum noch kauen, und deine Augen werden trübe. Deine Ohren können den Lärm auf der Straße nicht mehr wahrnehmen, und deine Stimme wird immer leiser. Schon frühmorgens beim Zwitschern der Vögel wachst du auf, obwohl du ihren Gesang kaum noch hören kannst.

Du fürchtest dich vor jeder Steigung und hast Angst, wenn du unterwegs bist. Dein Haar wird weiß, mühsam schleppst du dich durch den Tag und deine Lebenslust schwindet. Dann trägt man dich in deine ewige Wohnung und deine Freunde laufen trauernd durch die Straßen.

Ja, koste das Leben aus, ehe es zu Ende geht ... Ja, alles ist vergänglich und vergeblich.“ (Prediger 11,7 – 12,8)

Auch wenn diese Worte bereits ca. 3000 Jahre alt sind, haben sie an Aktualität nicht eingebüßt. Zu allen Zeiten war es nicht angenehm, alt zu werden. Schon früher wurde den Menschen empfohlen, im JETZT zu leben. Niemand weiß, wie seine Zukunft sein wird. Es gibt nichts Neues unter der Sonne.

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