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Flüchtlingspolitik (Hier gehts nicht um Asyl)

Von wize.life-Nutzer - Freitag, 24.04.2015 - 11:38 Uhr

Bundesaußenminister Frank-Walter Steinmeier sieht es als erforderlich an, vor Ort gegen Schlepper anzugehen. In der ARD-Sendung Bericht aus Berlin sagte er, dass man mehr Stabilität nach Libyen bringen und den "Schlepperorganisationen das Handwerk legen" müsse. Das werde aber nur in internationaler Kooperation möglich sein. Auch Bundesinnenminister Thomas de Maizière fordert, organisierte Schlepperbanden gezielt zu bekämpfen. "Wir dürfen und werden es nicht dulden, dass diese Verbrecher aus bloßer Profitgier massenhaft Menschenleben opfern", sagte de Maizière.

Wir GRÜNE lehnen die Abschottungspolitik an den Außengrenzen Europas strikt ab. Wir engagieren uns für einheitlich hohe Schutzstandards in ganz Europa: So dürfen Schutzsuchende nicht in Staaten zurückgeschoben werden, in denen sie Diskriminierung oder soziales Elend erwartet. Deswegen setzen wir uns für eine großzügige Bleiberechtsregelung und ein Ende der Kettenduldungen ein. Die Abschiebehaft wollen wir abschaffen.

DIE LINKE im Europaparlament kritisiert seit Jahren scharf den Umgang der EU und ihren Mitgliedstaaten mit Menschen auf der Flucht. Die EU Flüchtlingspolitik ist inhuman und setzt auf Abschottung und Ausgrenzung. Statt Verantwortung für schutzbedürftige Menschen zu übernehmen liegen die Mitgliedstaaten im Dauerstreit.

In einer repräsentativen Umfrage fordern 70 Prozent der Befragten, Deutschland solle mehr Geld in die Seenotrettung investieren. Nur 26 Prozent sind gegen einen solchen Ausbau der Mittelmeer-Überwachung.
Auch die Idee von EU-Asylbüros in Nordafrika stößt bei der Mehrheit der Deutschen auf Zustimmung. 68 Prozent der Befragten finden, Deutschland sollte solche Anlaufstellen auf nordafrikanischem Boden mitfinanzieren, damit Flüchtlinge gar nicht erst die gefährliche Flucht über das Mittelmeer riskieren müssen. 25 Prozent halten diese Idee nicht für förderungswürdig.
Doch Rettung von Flüchtlingen bedeutet auch Aufnahme von Flüchtlingen - und dazu sind die Deutschen grundsätzlich bereit. Im Vergleich zum Jahresbeginn ist die Bereitschaft zur Aufnahme von Flüchtlingen sogar gestiegen: 25 Prozent der Befragten sind nun der Meinung, Deutschland solle mehr Flüchtlinge aufnehmen (Januar 2015: 22 Prozent). Weniger Flüchtlinge wollen nur noch 20 Prozent der Befragten (Januar 2015: 40 Prozent). 41 Prozent der Deutschen wollen auch weiterhin genauso viele Flüchtlinge aufnehmen wie bisher (Januar 2015: 35 Prozent).
Angst vor einem zu großen Zustrom von Flüchtlingen nach Deutschland haben nur 23 Prozent der Befragten, 74 Prozent haben davor keine Angst.

Aufgrund dieser Fakten bitte ich um eine sachliche Diskussion!

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6 Kommentare

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RS, den Grünen ist es völlig egal, ob es sich bei den Flüchtlingen um Asylsuchende oder Wirtschaftsflüchtlinge handelt.
Damit riskieren sie eine Überflutung Deutschlands mit Menschen aus aller Welt, die besser leben wollen. Und wir riskieren, dass der rechte Rand unserer Gesellschaft immer stärker wird.
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Also ich bin mir immer noch nicht schlüssig wie das Geld an die armen Flüchtlinge kommt damit sie die Schlepper bezahlen.Denn der Schleppersumpf wäre doch schon trocken würde da nicht genügend Kohle verdient werden
Wahrscheinlich macht es die Masse. Die Boote, die ja meistens Seelenverkäufer sind, werden günstig gekauft und mit der Menschenfracht überladen. Das bringt auf jeden Fall Profit.
Ja aber wie bekannt ist kostet ein Platz auf diesen Seelenverkäufer um die 10 Tausend Dollar.Da komm ich ins grübeln
Woher weist Du da. Bitte eine Quelle.
Was das kostet ist doch völlig egal. Es kann doch nur im Interesse von Europa sein, wenn diese Flüchtlingsboote nicht mehr fahren. Und es kann mir keiner erzählen, das die jeweilige Polizei oder Grenzschutz dazu nicht in der Lage wären. Vielmehr verdient diese Korruption in den Ländern unsere Aufmerksamkeit. Eine internationalie Grenztruppe (Frontex) muß kostenlos in den Startländern die Grenzkontrollen übernehmen.
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