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Mein Wort zum Sonntag: Die wahren Gründe für den Terrorismus

Mein Wort zum Sonntag: Die wahren Gründe für den Terrorismus

Von News Team - Sonntag, 31.05.2015 - 00:02 Uhr

Was steht hinter terroristischen Attacken, nicht nur islamistischer Natur? Religion, Armut, ideologische Verblendung? Alles falsch, behauptet ein Bremer Holocaust-Forscher. Die wahren Ursachen sind viel einfacher - und viel schwerer zu bekämpfen.
Der Zivilisationsforscher Gunnar Heinsohn hat einen Zusammenhang zwischen "Terror" im weitesten Sinn (wozu er auch Völkermord zählt) und einem demographischen Phänomen entdeckt: Wo zu viele junge Männer vorhanden sind, nichts zu tun haben und keine Perspektiven für die Zukunft sehen, da werden sie gewalttätig und folgen jedem Führer, der diese Gewalt auf irgendein Ziel richtet. Heinsohn nennt den Überhang an jungen Männern "Youth Bulge", also etwa "Jugendausbeulung". Damit meint er nicht die Männer selbst, nur die demographische Kurve. Seine Erkenntnis: Sobald die Altersgruppe der 15- bis 24-Jährigen einen Anteil von 20 Prozent an der Gesamtbevölkerung übersteigt, drohen Mord und Totschlag.

Katholische Terroristen: die spanischen Eroberer

Und er bringt zahlreiche Beispiele. So nahm die Bevölkerung Europas am Ende des Mittelalters erheblich zu. Die Erstgeborenen erbten den Hof. Die Zweit- und Drittgeborenen hatten keinerlei Perspektive - außer Abenteuer und Krieg. So zogen sie gen Amerika und rotteten die Ureinwohner aus, wobei ihnen die von ihnen übertragenen Krankheiten (Pocken) enorm halfen. Die spanischen Eroberer waren strenge Katholiken. Mahnungen ihrer Priester, die Indianer als Mitmenschen zu behandeln, fruchteten nichts.
Und so setzt sich das Schema fort. Die größten Terroristen des 20. Jahrhunderts waren Hitler und Stalin - beide religionslos. Als 1994 die Hutu ihre Mitbewohner, die Tutsi massakrierten, mischten sich die Franzosen nicht ein, in der zynischen Erkenntnis, dass die jungen Männer dort sich erst mal selber ausrotten sollen. Die meisten islamisch geprägten Länder erleben den Prozess einer hohen Geburtenrate seit mehr als fünf Generationen. Sie haben die Zahl ihrer Menschen binnen eines Jahrhunderts von 150 auf 1200 Millionen Menschen verachtfacht, und, so Heinsohn, "die größte Sohneswelle der Menschheitsgeschichte" produziert. Al-Qaida, Hamas, IS wären damit keine politischen oder ideologischen Phänomene, sondern zwangsläufige Folge einer demografischen Entwicklung.

Schlechte Aussichten für Afrika und den Nahen Osten

Angesichts der hohen Geburtenraten in den meisten schwarzafrikanischen und vielen islamischen Ländern wird sich das Heer in den nächsten Jahren weiter vergrößern. Zu den Ländern mit wachsendem Anteil arbeitsloser (aber durchaus gebildeter) Jugendlicher gehört beispielswiese Pakistan, wo Millionen in Koranschulen auf den Heiligen Krieg gedrillt werden. Noch höhere Wachstumsraten verzeichnen Afghanistan, Saudi-Arabien oder der Jemen. In manchen afrikanischen Staaten ist fast die Hälfte der Bevölkerung jünger als 15 Jahre – ein unerschöpflicher Nachschub an Söhnen, für die, wie sie meinen, in Heroismus und Märtyrertum die einzige Chance liegt.
Das Unruhepotenzial von Ländern wie Saudi-Arabien, Afghanistan, Irak oder Syrien geht zu einem guten Teil auf das Konto von modernisierungsresistenten Diktaturen und maroden Bildungssystemen. Andere Nationen, etwa Bangladesch, Malaysia oder die Türkei, in denen der Bildungsgrad steigt und Frauen mehr Rechte erlangen, erleben eine ökonomische Belebung, und sie verlieren entsprechend an Brisanz. Auch wenn der Konflikt zwischen Palästinensern und Israelis irgendwann beigelegt werden könnte, dann würden sich die Angriffe palästinensischer Terrororganisationen nach innen richten, wie derzeit in Syrien, im Irak, im Jemen, im Sudan und einigen anderen Ländern. Und das wird sicher noch eine Weile so bleiben, denn Palästinenserführer Arafat sagte einmal: "Unsere Geheimwaffe ist die Gebärmutter der Frauen."

Wann hört der Terror auf?

Immerhin bietet Heinsohn einen Trost an: Ab 2020 sinkt der relative Anteil Jugendlicher in muslimischen Ländern wieder. Dann könnte der Terrorismus langsam abnehmen. Eine schwache Hoffnung.

10 Kommentare

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Die einzige Begründung für den Terorrismus ist der, dass andere Länder meinen Weltpolizei spielen zu müssen, um der Welt Konformität aufzuzwingen. So traurig derartige Anschläge immer für die Opfer und deren Hinterbliebenen sind. Dennoch, was hat Frankreich in Syrien zu bombardieren? Ohne UN-Mandat = Völkerrechtsbruch und Verstoß gegen die Menschenrechte! Das gleiche gilt für die gesamte USA-Fraktion und ihre Verbündeten. Sie sind die eigentlichen Ursachen.

Bietet man jungen Menschen keinen derartigen geistigen Nährboden, werden sie sich auch nicht Terrororganisationen anschließen. Es bestünde gar kein Grund andere Länder mit Terrorakten heimzusuchen.
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An den Thesen von Prof. Heinsohn ist einiges dran und vieles empirische Beobachtung.
Um so kritischer müssen wir die Einwanderungspolitik der EU beäugen, wo das stärkste Einwanderungskontingent eben diese jungen perspektivlosen und bildungsfernen jungen Männer darstellen, bzw. kinderreiche Familien, die diese Männer produzieren.
Hier wird ohne Not der Bürgerkrieg für die nächsten Jahrzehnte importiert.
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Die Gedanken sind gut nachvollziehbar, begründen aber nur eine Art von Terrorismus.
Alles was uns Menschen von größeren Gruppen gezielt und geplant zu unserem Nachteil angetan wird ist Terrorismus.
Dazu gehören auch:
-die Vergiftung der Umwelt,
-die nationalen und multinationalen kriminellen Organisationen und
-das Überwachen unserer Telefonate, E-Mails und Computer ohne einen richterlich Beschluss für jeden Einzelfall.
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disqualifiziert sich jemand selbst, wenn er im Blog "die Achse des Guten" veröffentlicht?
oder:
https://civitaslibertatis.wordpress....r-heinsohn/
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Das staendige Abhoeren und Auswerten von Telefonaten und Internetbewegungen, von hunderten Millionen Menschen in Europa, ist fuer mich auch Terror der hinterlistigsten Art und Weise.
Und die wollen dann ueber ein Freihandeslabkommen, dass man ihre Produkte kauft.
Spaetestens wenn ich vor dem Regal mit der Ware aus dem Land, das mich abhoert stehe, werde ich meine ganz privaten Sanktionen verhaengen.
Vermutlich werde ich dann auch als Terrorist eingestuft.
Es wird so kommen ja.
Der Deutsche Staatshaushalt kann schon mal einen Fond einrichten, der vom Steuerzahler gefuellt werden muss, um damit die enormen Strafen an US-Konzerne bezahlen zu koennen, die nicht genug Reibach mit ihrem Schrott, bei den Germans gemacht haben.
Ich habe fuer Deutschland noch ein kleines bischen Hoffnung, dass die Buerger bei der naechsten Bundestagswahl, wissen, wer sie nun schon seit 2005 verraten und verkauft hat.
Auch die deutschen Konzerne sollten so langsam aufwachen, denn sie werden ebenfalls ohne Rueckendeckung von ganz oben, von "Freunden" der deutschen Regierung ausspioniert.
Schlimmer kann man sein Land nicht verraten.
Nach all dem, was nun Tag fuer Tag an die Oberflaeche dringt, kann ich mir nicht vorstellen, dass man dieser Regierung nochmal das Vertrauen in die Hand legt.
Der Wähler vergisst schnell! wer gestern noch für Empörung, Ablehnung ; Skandale und politische Fehlentscheidungen sorgte, hat man nächstes Jahr schon wieder vergessen.
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Das was man heutzutage, so allgemein als Terroristen bezeichnet, waren frueher mal die Rebellen oder Partisanen.
Terroristen findet man ueberall, in armen Bevoelkerungen des nahen Osten und in Regierungen, vor allem im Westen mit den angeblichen Werten.
Was in den letzten jahrzehnten, in Irak, Afghanistan, Syrien, Lybien und einigen anderen Laendern, von westlichen Regierungen an Handlungen unternommen worden ist, haben Millionen von Menschen die dort leben, auch als Terror gesehen, und das mit Recht.

Wenn in Europa und USA ebenfalls, jahrzehntelang schwerbewaffnete Soldaten aus anderen Laendern mit Flugzeugen und Panzern wueten wuerden, dann wuerde sich auch da in der Bevoelkerung ein Widerstand auftun, wenn man in der Position des Unterlegenen waere.

Wer sind denn die wahren Terroristen auf dieser Welt?
Das sollte sich jeder selbst beantworten und dabei mal die Meinungsmache der regierungsgesteuerte Medien aussen vor lassen.
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Interessante Theorie
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