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Griechenkrise

Von wize.life-Nutzer - Montag, 15.06.2015 - 18:19 Uhr

Alexis Tsipras – ein griechischer Held
80 Jahre nach den grundlegenden Erkenntnissen von Sir John Maynard Keynes tobt wieder ein Streit über die wirtschaftliche Rettung eines Landes: Sparen oder Investieren mithilfe von Schulden (deficit spending). Eine Volkswirtschaft funktioniert anders als ein Privathaushalt. Für eine schwäbische oder mecklenburgische Hausfrau mag das Sparen sinnvoll sein. Aber ein Land kann man mit diesen schwäbischen Tugenden in die Rezession sparen. Dies wissen der griechische Ministerpräsident und sein Finanzminister. Wäre Deutschland wieder auf die Beine gekommen ohne den Marshallplan und das Londoner Schuldenabkommen, wo ihm Millionen von Reparationszahlungen erlassen wurden?
So ist auch für Griechenland ein Gebot der Stunde, dass ihm ein Großteil seiner Schulden erlassen werden, damit investiert werden kann. Es gilt nicht das Handeln nach Hausfrauenart und die Gedanken von Krämern, sondern die Vorschläge von Sir Keynes und die Idenn von John Nash (a beautiful mind). Der Kapitalismus trägt keine Schuld, eher seine mehr oder weniger kompetenten Interpreten.

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3 Kommentare

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Sparen, Investitionen - darum geht es überhaupt nicht, es sind Begriffsverirrungen.
Sparen bedeutet, von dem Erwirtschafteten einen Teil dem sofortigen Konsum zu entziehen. GR jedoch konsumiert seit Jahrzehnten nicht erwirtschaftete, geliehene Gelder. Was hier mit "Sparen" bezeichnet wird, ist tatsächlich nur eine Anpassung der Ausgaben an die Einnahmen, davon ist GR seit Jahrzehnten meilenweit entfernt.
Investitionen sind nur sinnvoll, wenn erwartete Erträge aus diesen Investitionen diese Investitionen zurückzahlen lässt plus einen Mehrwert, der das Land aus der Misere holt. Dazu bedarf es eines funktionierenden Staates mit rechtsstaatlichen Institutionen, einem Bodenkataster, funktionierendem Steuersystem, unbestechlichen effektiven Behörden.
Auch davon ist GR seit Jahrzehnten meilenweit entfernt.
Damit überhaupt irgendeine Lösung - egal welche - Chance hat, den Menschen dort zu helfen, muss dieser gescheiterte Statt sich erstmal eine Staatlichkeit schaffen, die in etwa denen in den übrigen EU Ländern entspricht. Gern auch mit europäischer Hilfe.
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Keynes hin, Marshall her. Würdet Ihr Euer Geld in eine unsichere (schlechte ) Sache stecken? Never!

Da Kapital ist bekanntlich scheu wie ein Reh.
Schwindet das Vertrauen in eine Volkswirtschaft, so flüchten Kapitalgeber und Kapital.

Auf das Weh oder Wohl der (bemitleidenswerten) Griechen wird seit Jahren gewettet.
Mit von der Wettpartie sind leider auch die Linkssozialisten Tsipras und Varoufakis. Und das ist schändlich.

Gewettet wird hier auch um Merkels Kopf.
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Kurz und knackig auf den Punkt gebracht.
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