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Griechenland wird überleben

Griechenland wird überleben

Von wize.life-Nutzer - Montag, 06.07.2015 - 19:48 Uhr

Ausgerechnet ein Land, das es fertig gebracht hat - dank gewählter und zunächst umjubelter,
aber größenwahnsiniger Politiker und Generäle, führt sich jetzt wieder als Schulmeister auf. Die Weltriege brachten uns immerhin zwei satten Staatspleiten. Noch heute leiden wir darunter, etwa bei der Rentenversicherung, die ehedem kerngesund war. Selbst die Währungsreform mit der ehemaligen DDR wurde weitgehend von den "kleinen Leute" und den Rentnern finanziert und auf Pump.
Machen wir uns nichts vor: Zählt man alle Verpflichtungen zusammen, Staatsschulden, Verbindlichkeiten der Rentenkassen vor dem Hintergrund der demografischen Entwicklung, steigende Kosten für die Gesundheitsleistungen und den Umweltschutz, der unsere Industrie und damit die Arbeitsplätze in Millionenhöhe gefährden kann, all diese Tatsachen sollten uns demütiger stimmen. Die Rentenkassen hierzulande haben - gerade eine Rücklage von 1 - 2- in ----Worten - eine Rücklage von eins bis zwei Monatsausgaben Dann ist "Merksit".

Keine Pillen, keine Ärzte - EU hat bereits jetzt schon Armutstote auf dem Gewissen

Sicher wird man sich aus dem Elend heraus kämpfen, aber so einfach wird es nicht gehen.
Aufgrund der Eigenständigkeit der DM konnten wir 1950 den Käfer so billig verkaufen, dass sich ein
Budenbesitzer auf dem deutschen Jahrmarkt geschämt hätte, die deutschen Exportwaren so zu verschleudern. Nur: heute haben wir weltweit Wettbewerber, die uns Zug um Zug, und da stimmt auch das Bild, technologisch überholen. Es geht, wie könnte es anders sein, um die Volksrepublik China.
Mit dem Bau der Tibet-Strecke haben Chinesische Ingenieure eine Leistung erbracht, die Fachleute für unmöglich gehalten haben. Nun schneit es Aufträge. Ein milliardenschweres Eisenbahnprojekt in Russland erging jetzt nicht wie fest geplant an den deutschen Konzern, der dies bitter bräuchte,
sondern an die neuen Freunde in Peking. Die besorgniserregenden Einbrüche in Teilen der deutschen Volkswirtschaft und mit welchen Maßnahmen die Politik dagegen angehen will, gehören zu den vielfältigen, ungelösten Sorgenkindern hierzulande.

Wie geht es nun weiter?

Zunächst muss die Europäische Zentralbank dafür sorgen, dass in Griechenland genügend Geld in den Umlauf kommt. Mit Hilfsaktionen wie bei Bangladesch, wird man keine Erfolge erzielen.
Allein das hierzulande hoch komplizierte Vertriebsssytem für Arzneimittel bräuchte den Aufbau einer Logistik von Jahren. Und die für Afrika gängige Methode, abgelaufene Präparate in Säcke zu packen und über die dürftigen Apothekenketten, im Besitz des Präsidenten, zu verhökern, kommt sicher auch nicht gut an. Da gibt es schon immer wieder Appetithemmer für Hungergebiete. Es kontrolliert ja niemand.

Dann müssen unsere Politiker aus der Schmollecke heraus, vor allem der Erfinder des Grieskrames unser Finanzminister, übrigens die einzige mutige "Frau" in der Regierung, wenn der "Chef" wieder einmal die Hosen anzieht.

Und bei allem was sie hören: zahlen tut der kleine Mann. Im Vergleich dazu lebt ein Hartz-IV-
Empfänger sicherlich nicht gut, aber er muss sich zumindest um seine Gesundheit keine Sorgen zu machen. Für ältere Rentner ein hohes Gut.

Schließlich kommt es darauf an, die kurzfristigen Probleme zu lösen, damit der alltäglich Handel, das normale Leben in Schwung kommt. Vielleicht bleibt von der diesjährigen Reisewelle noch etwas hängen.

Außerdem müsste man ein Problem angehen, das uns in den nächsten Jahren in vielen südlichen Ländern überrollt. Wie ein Mantra wird gesagt: Die Griechen sollten mehr arbeiten, das würde auch Geld in die Staatskasse bringen. Machen Sie mit bei einer kleine Denksportaufgabe: Was
sollen diese Länder eigentlich exportieren? Alle Güter dieser Welt gibt es bereits. Und dies westlich billiger. Investiert wird nicht nach denn Gebeten der Kanzlerin, sondern dort wo es sich lohnt. Neben China rücken immer mehr zwei Aufsteiger vor: Indien mit seinen IT-Experten, Brasilien mit einem eigenen Markt, einer beachtlichen Flugzeugindustrie und vielem mehr, die spanische Kunden vor der Haustür.
Läuft das Geschäft schlecht, wird ratzfatz in Indien die Rupie abgewertet und Kunden bleiben oder kommen. In Griechenland ist dies nicht möglich. Es hängt angekettet am vergleichsweise "Teuro".
Schauen wir nur nach Tschechien. Dort hat man die Krone behalten, auf den Euro gepfiffen, alte Geschäftsverbindungen angekurbelt. Da einmal 600 000 "Gastarbeiter" aus Vietnam in Tschechin gearbeitet haben, kommen sie nun als geschäftstüchtige Unternehmen zurück. Aus Dankbarkeit erhielten sie nun einen Sonderstatus.
Sie haben künftig alle Rechte, als "vietnamesische Minderheit in der Republik", dürfen 2 Abgeordnete ins Prager Parlament schicken. Tschechien hat praktisch keine Arbeitslose. Es wirbt derzeit sogar Fachleute von BMW für Skoda ab. Die Einfuhren aus dem Westen gehen rapide zurück. Wer kauft schon eine Flausch Mineralwasser fü 3 Euro, wenn das ebenso gute heimische nur 80 Kronen kosten. So bleibt der Binnenmarkt geschützt, es lohnt sich sogar, Budweiser-Bier ins Ausland zu verkaufen. Und der große Plan: Tschechien mit seiner Industrie kräftig am Ringen um die sagenhaften Ölquellen im Südchineschen Meer zu beteiligen, hat mit ersten Schritten begonnen.
So märchenhaft ist der Euro nicht.

Karl Jörg Wohlhüter

P.S. Auf dem Tisch des griechischen Ministerpräsidenten liegt ein Kaufangbot, angeblich handelt es sich um ein 3stellige Milliardensummen nicht nur für den Hafen von Athen sondern auch für alle anderen nautischen Anlagen also Fähren und alle zugänglichen Umschlagplätze. Den Hafen von Athen hat China bereits für etliche Jahrzehnte gepachtet. Stillschweigen auch über ein russisch-chinesisches Angebot die gesamten Eisenbahnanlagen von Athen aus nach Sofia (Bulgarien) Bukarest (Rumänien), Budapest (Ungarn) und Belgrad (Serbien) zu sanieren und zu kaufen. Das brächte Kohle. Wahrscheinlich tragen diese Angebot mehr zur griechischen Verhandlungsposition bei als die Volksabstimmung. Aufwachen wird man nicht in Berlin und Brüssel aber jenseits des großen Meeres. Und dort ist man über die Strategie gar nicht glücklich. Diskret wird man
seine "Freunde" -Bussi, Bussi" in die Senkel stellen und Ihnen den Begriff "Geostrategie buchstabieren. Notfalls darf man auch einen kurzen Blick in Dokumente der NSA werfen.
Mit Aufzeichnungen über die privatesten Dinge hält der oberste Feldherr Trümpfe in der Hand, die einem Politiker in Europa den Weg in den blitzartigen Ruhestand erleichtern.

9 Kommentare

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Dir scheint's ja nirgends zu gefallen.. und recht machen kann dir schon niemand was. Du hast hier ein vollständiges Durcheinander von Halbwissen und Desorientiertheit präsentiert. Wo ist dir das denn eingefallen....am Baggersee, als die Sonne zu heiß brannte?
Man kann es ja nicht mal "Jammern auf hohem Niveau" nennen....vielleicht... "Globales Jammern??"
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sehr geehrter Herr Karl Jörg Wohlhüter, besonders gelungen ist der Hinweis auf unseren direkten Nachbarn 'Tschechien' . Ich kann ihre Worte bestätigen, habe dort in Eigenschaft 'Rentner' 1 Jahr gelebt, und möchte diese wertvolle Auslandserfahrung nicht missen.
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Wenn ich Dir zustimmen würde, hätten wir beide Unrecht...
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Prima Beitrag Karl.
Allerdings wird die Mehrzahl hier ihr Springer/Burda/Bertelsmann-Halbwissen über dich auskippen, weil sie nicht fähig sein werden und deinen klugen Blick über den Tellerrand hinaus wahrnehmen wollen(können).
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Wenn Griechenland jetzt schlau ist, und als freies Land, selbst entscheidet, mit wem es in naher Zukunft handelt und mit wem nicht, kann es in wenigen Jahren viel mehr erreichen, als unter der Gaengelung der EUSA-Interessen.
Waerend die europaeischen Laender, die nur nach US-Pfeife tanzen, viel weniger Moeglichkeiten haben, da sie ja Russland sanktionieren sollen und auch in ihrem Verhaeltnis zu China gebremst, aggieren muessen.

Derweilen handelt der "tolle Freund" ueber dem Atlantik, mit wem er will, und spioniert die "noch" funktionierenden Betriebe und Konzerne in Deutschland aus, um auch daraus Profit zu schlagen.

Der Kontinent Europa, wird ausgenommen wie eine Weihnachtsgans und verliert seine Demokratie, weil sich in den Parlamenten von Bruessel und Berlin, die duemmsten Politiker der Welt ihre Aersche breit druecken.

Alles begann, mit den in USA, absichtlich konstruierten Finanzproblemen, die der Europaeer nun bezahlen darf.
Die ganzen Hiflsmilliarden und Bankenrettungen sind beim kleinen Griechen nie angekommen, hat aber die Wallstreet-Akteure um so reicher gemacht.
wie gehabt, die Kohle wird über Paris und London zwischengelagert bis sie in New York ankommt.
Scheitert der Euro, scheitert Europa ... dumm nur, dass es Europäer wie die Dänen gibt, die den Euro nicht haben und ihn auch nicht wollen
die Tschechen haben auch keinen Euro, die wollten den nie haben
Die Englaender haben keinen Euro und etliche Sonderrechte, sind aber trotzdem EU Mitglied und das obwoh sie aehnlich wie die USA, ebenfalls Laender in Europa ausspionieren.
Sie reden ueberall mit, haben auch eine kaputte Wirtschaft, dafuer aber eine aufgeblasene Boerse in London.
Trotzdem werden sie ganz anders behandelt als die Griechen.
Fuer mich sind die Griechen viel erhlicher als die Englaender.
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