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Qualität muss im Vordergrund stehen

Von Sozialverband VdK Bayern e.V. - Mittwoch, 22.07.2015 - 11:05 Uhr

VdK: Patientenrechte stärken, Versorgung im Krankenhaus verbessern

Mehr Geld für gute Qualität: Das ist der Kern des Krankenhausreformgesetzes, das 2016 in Kraft treten soll. Der Sozialverband VdK begrüßt, dass Qualitätsstandards künftig ein größeres Gewicht in der Krankenhausversorgung bekommen sollen. Es müsse jedoch noch mehr dafür getan werden, dass sich die Versorgung der Patienten grundlegend verbessert.

Laut Gesetzentwurf sollen die Bundesländer künftig Krankenhäuser aus der Planung herausnehmen können, wenn die vom Gemeinsamen Bundesausschuss (G-BA) aufgestellten Qualitätskriterien nicht eingehalten werden. Das heißt: Kliniken, die schlecht arbeiten, könnten geschlossen werden. Grundsätzlich bemängelt der VdK, dass der Entwurf keine generelle Neuausrichtung der Krankenhausplanung vorsieht. So sei die Planung nach Betten kein wirksames Instrument, sondern die Qualität müsse im Vordergrund stehen.

„Es muss darum gehen, dass eine schlechte Leistung gar nicht erst angeboten wird. Patienten müssen die bestmögliche medizinische Versorgung bekommen, und zwar überall in Deutschland“, betont VdK-Präsidentin Ulrike Mascher. Sie müssen sich darauf verlassen können, dass Operationen und Behandlungen nur dann vorgenommen werden, wenn sie medizinisch sinnvoll sind. Deshalb sollen bundeseinheitliche Qualitätsmindeststandards vorgegeben werden. Der VdK erachtet das Bestreben, dass sich mehr Kliniken spezialisieren, für sinnvoll.

Nicht jedes Krankenhaus soll alles machen. Für einzelne Leistungen, vorstellbar sind zum Beispiel Knieoperationen, soll es Krankenkassen erlaubt sein, besondere Verträge mit ausgesuchten Kliniken zu schließen. Dahinter steht die Erwartung, dass mehr Erfahrung von Klinikärzten und die häufige Wiederholung bestimmter Eingriffe zu besseren Ergebnissen führen.

Der Sozialverband VdK begrüßt zudem die Maßnahme, dass Qualitätsberichte der Krankenhäuser patientenfreundlicher gestaltet werden sollen, um mehr Transparenz zu schaffen. „Nur gut informierte Patienten sind in der Lage, das beste Krankenhaus zu wählen“, so die VdK-Präsidentin. Letztendlich müsse es darum gehen, Patientenrechte zu stärken und die medizinische Versorgung zu verbessern.

Der Gesetzentwurf sieht zudem einen Strukturfonds in Höhe von einer Milliarde Euro vor, um den anstehenden Umstrukturierungsprozess der Krankenhausversorgung voranzubringen. Das Geld hierfür soll zunächst aus dem Gesundheitsfonds in Höhe von 500 Millionen Euro genommen werden. Eine Summe in gleicher Höhe soll von den Ländern erbracht werden. „Wir befürchten hier Umsetzungsprobleme“, so Ulrike Mascher. Überkapazitäten bei Krankenhäusern müssten abgebaut werden, indem diese bei Bedarf zu ambulanten Versorgungszentren oder pflegerischen Einrichtungen umgebaut werden.

„Eine große Lücke bleibt im Gesetzentwurf: Ein Hauptproblem unseres Gesundheitswesens ist nach wie vor die unzureichende Barrierefreiheit“, betont die VdK-Präsidentin. Krankenhäuser müssten künftig baulich und technisch so ausgestattet werden, dass der Zugang auch für Menschen mit Behinderung und für deren Behandlung uneingeschränkt möglich ist. (Ines Klut)

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1 Kommentar

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Es gab schon viel mehr Qualitaet und Leistung von den Kassen bei viel weniger Beitrag.
Damals mussten die Krankenkassen die in Deutschland von Arbeitnehmern und Arbeitgebern bezahlt werden auch nur fuer die bezahlen, die eingezahlt haben.
Heutzutage darf sich jeder, der von der Bundesregierung als Gast eingeladen wird, an den Kassen bedienen, die von Arbeitnehmern und Arbeitgebern gefuellt werden muessen.
Sogar die Verwandtschaft eines Gastarbeiters, kann in Ankara auf IKK Kosten zum Arzt.

http://www.welt.de/print-wams/articl...zahlen.html

Das ist eine klare Benachteiligung der deutschen Arbeitnehmer, die diese Behandlungen und die von zigtausend anderen die nie ins System einbezahlt haben, mit tragen muessen.

Dem deutschen Michel erzaehlt man halt kurz, dass es zu viele Alte und zu wenig Junge gibt, und dann fuellt er wieder brav die Kassen mit noch hoeheren Beitraegen.

Wenn sie nur endlich mal nach Deutschland kommen wuerden, all die hochqualifizierten, nach Arbeit gierenden Menschen aus dem Ausland.

Wer wirklich was drauf hat, und hochqualifiziert ist, der geht sicher nicht nach Deutschland, denn wenn er schlau ist, weiss er auch, dass er in dem Land, den halben Monat fuer andere arbeiten gehen muss.
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