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Mein Wort zum Sonntag: Wer regiert uns eigentlich?

Mein Wort zum Sonntag: Wer regiert uns eigentlich?

Von News Team - Samstag, 11.07.2015 - 21:00 Uhr

Ausländische Geheimdienste sammeln unsere Daten, große Banken erpressen uns ("Too big to fail"), internationale Konzerne beeinflussen unsere Gesetzgebung, anonyme Richter bestimmen demnächst, was in einzelnen Ländern erlaubt ist. Haben unsere Politiker überhaupt noch irgendeinen Einfluss?
In einem bemerkenswerten Essay im SPIEGEL (Ausgabe 27/2015) geht die Autorin Susanne Weingarten auf genau diese Fragen ein und stützt sich dabei auf das Buch "Die Vernetzung der Welt" der Google-Mitarbeiter Eric Schmidt und Jared Cohen. Die entwerfen zwar, wie nicht anders zu erwarten, ein höchst positives Bild der zukünftigen vernetzten Welt, aber der SPIEGEL interessiert sich eher oder zumindest genauso für die üblen Auswirkungen der globalen Vernetzung, als da sind:

Wer hat die Macht im Staat?

- Internetkonzerne wie Facebook, Google, Twitter, aber auch Uber (Privattaxis) und Airbnb (Privathotels) bilden neue Machtzentren in der Welt. - Ausländische Geheimdienst greifen schamlos unsere Privatdaten ab. - Der Nationalstaat verliert immer mehr an Einfluss und hinkt in der Gesetzgebung den Machenschaften der Konzerne stets einen Schritt hinterher. - Daten auf einem sozialen Netzwerk bleiben erhalten, ihre Löschung, falls vom Nutzer gefordert, ist schwierig, dafür werden diese öffentlichen Daten von künftigen Arbeitgebern genutzt (und missbraucht), in Zukunft vielleicht auch von Lebens- und Krankenversicherungen.

Ein Schreckensszenario

Ein Schreckensszenario der nahen Zukunft sähe dann so aus:
Bürger verlieren ihren sozialen Halt, weil sie von Kranken- und Sozialversicherungen nicht akzeptiert wurden, wegen ihrer Daten auf Facebook. Deren Löschung wurde zwar beantragt, aber aus formaljuristischen Gründen nicht durchgeführt. Eine neue Finanzkrise bahnt sich an, da niemand die Machenschaften der (meist im Ausland agierenden) Banken beschränkt oder auch nur vor ihnen warnt. Rentner verlieren ihre letzten Reserven, das Rentensystem bricht zusammen, Reisen ins Ausland werden eingeschränkt oder schlagen in der Personalakte negativ zu Buch. Immer mehr Menschen flüchten in die scheinbar heile Welt der sozialen Netzwerke und leben dort ihre Träume aus, während die Wirklichkeit immer düsterer wird. Auf Grund von Freihandelsabkommen wird der Staat von einer neu gegründeten Internetfirma aus dem Silicon-Valley auf Milliarden Schadenersatz verklagt. Der Schuldenberg wächst, die Infrastruktur verrottet, die politischen Spannungen im In- und Ausland nehmen zu, und die Nationalstaaten werden hilflose Handlager von internationalen Firmen, Bankenkonsortien, Geheimdiensten und Cyberterroristen.

Eine positive Variante

Doch, so die Google-Autoren, die internationale Vernetzung, die Daten-Globalisierung, könnte auch Vorteile haben, und sie bringen ein fiktives Beispiel: die Gründung eines virtuellen Staates durch die Kurden. Den Kurden war es nicht vergönnt, selbst einen Nationalstaat zu gründen, so sind sie über vier Staaten verstreut: Irak, Iran, Syrien, Türkei. Und überall geht es ihnen eher schlecht. Doch sie könnten im Internet einen Staat gründen, mit allem, was dazu gehört: eine eigene Währung, die unabhängig von den Finanzmanipulationen der Großbanken ist (Bitcoin); ein virtuelles Parlament mit Wahlen im Internet, mit realen, aber grenzüberschreitenden Dienstleistungen für alle Bürger dieser Internet-Republik wie ärztliche Versorgung, Sozialversicherung, Rentensystem. Diplomatische Beziehungen zu realen Staaten wären möglich, und der Kurdenstaat könnte sogar eine eigene Armee zur Verteidigung seiner virtuellen Grenzen aufbauen. Die bestünde allerdings nicht aus Kriegern mit Maschinenpistolen, sondern aus Informatikern mit gefährlichen Computerviren.
Welches Szenario wird sich durchsetzen? Und was können wir einfache Bürger zur Gestaltung einer uns genehmen Zukunft beitragen?

26 Kommentare

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Diese Machtstrukturen sind sehr empfindlich. Sie leben nur weil die Menschen ihnen Energie zuführen. Die Menschen jammern und fühlen sich hilflos und schreien nach der Politik. Dabei ist es so einfach. Nutzt das alles nicht. Es ist ganz einfach. Wenn man weiss das jede Supermarkt Zahncremé Fluorid enthält, welches bekannter- und erwiesenermaßen ein toxisches Gift ist was und krank macht und "auf Droge" (gleichgültig, schläfrig, müde, willenlos) hält, dann kauf ich das eben nicht, sondern hole im Bioladen Fluoridfreie Zahncremé. Man muss mehr in Selbstverantwortung. Dieses System wird sich nie ändern, denn es ist genau für die Beherrschung konzipiert. Die Ungerechtigkeit ist serienmäßig eingebaut. Das muss man verstehen. Leider glauben zu viele Menschen dass sie die "Vorzüge" des Systems brauchen. Nee, alles Käse. Wer sich gesund ernährt und natürlich lebt, bekommt diese ganzen komischen Krankheiten gar nicht. Hierzu sei empfohlen der unvergessene Dr. Walter Mauch mit seinem Gesundheitsführer. Zu finden im Internet als PDF, GRATIS.
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Wir sind der Spielball amerikanischer Interessen, wirtschaftlicher, geopolitischer und geostrategischer Interessen. Ansonsten sind wir, wie Victoria Nuland so schön sagte: F***k the EU.
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Da wir ein Bundesstaat der USA sind regiert uns Obama.
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böse zungen können auf die idee kommen das S:B: einen großen teil der senioren regieren möchte
das aneinanerreihen blödsinnigster irrtümer könnte dazu führen ,den allgemeinen geisteszustand in einer weise zu manipulieren ,das der allgemeine unsinn in einem maße überhand ergreift,daß normales denken ohne rücksicht auf die gemeine geschäftslage zum luxusgut verkommt die sog.admins sollten doch einmal darüber nachdenken ,wenn.s nicht zu schwer für sie fallen würde ,eben diese würde des menschen zu gerücksichtigen guten erfolg dazu wünscht ihnen der alllseits bekannte DAK (der alte knacker)
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die Wirtschaft hat das Sagen,,die Banken steigen ein
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es bleibt immer - ob mit internet oder ohne - das gleiche : wer das Geld hat , hat die macht ! die mittel werden nur anders , subtiler !
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Unsere Politiker haben die Steuergelder des Volkes,das reicht doch zu einem herrlichen Leben.Mit den Steuer Gelder können sie nicht nur gut Leben,sie Zeigen dem Volk auch welche Macht man mit genug
Steuergelder ausüben kann.
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Geschichtliche Entwicklungen gingen nie linear, sondern in rasanten Schüben, gefolgt von Erstarrung und Niedergang.
Die Welt ist in einem Zustand, der auf rasante Umwälzungen hindeutet.
Wie das ausgeht, weiß niemand.
Aber ich habe kein gutes Gefühl ...
Ich auch nicht!
Es stimmt, dass sich jegliche Entwicklung in einer Sinuskurve abzeichnet. Frei nach dem Motto 'wir sind über den Berg, jetzt geht's bergab'. Spaß beiseite. Es ist klar, dass Aufgrund der Möglichkeiten z.B. die Großbanken und natürlich auch die Großkonzerne ihre Chancen nutzen. Doch auch das wird aus dem Ruder laufen. In dem Film 'Wachstum- was nun?' wird der Vergleich mit einem Hamster gezogen, der immerzu wächst. Das wird natürlich nicht gut gehen und gleiches gilt für die Wirtschaft, die Überwachung, die Machtansprüche.
Alles hat seine Grenzen.
Es bedarf einfach mehr Menschen, die den aufrechten Gang üben!
Ich sehe da andere Probleme auf uns zukommen.
Das gravierendste scheint mir, dass die westlich orientierte Welt in Europa nicht mehr bereit ist, ihre Werte, wie "Demokratie, Soziale Marktwirtschaft, Liberalität, Humanismus" angemessen gegen Angriffe von innen und außen zu verteidigen.
Die kompromisslosen Feinde dieser Werte stehen im Osten und Süden direkt vor den Toren Europas.
Habe gerade nicht hinreichend Zeit, um ausführlich zu antworten.
Ich denke, es ist wichtig Verbindungen zu schaffen, das Trennende zu verwerfen. Nur so kann es einen Weltfireden geben.
Wieso?
Gegen einen Weltfrieden ist nichts einzuwenden.
Ich fürchte nur, dass das mal wieder eine von den Großillusionen ist, die stets in Meeren von Blut ertränkt wurden.
Nein Albrecht ganz sicher nicht. Der Hintergrund dazu ist ein völlig anderer. Ich habe auch keine Veranlassung Menschen Macht zu überlassen, die sie schamlos ausnützen, um anderen wie auch immer geartetes Leid zuzufügen. Ganz im Gegenteil, genau jene würden ihre Macht mit einem Federstrich verlieren.
Zu diesem Zweck muss es einen sofortigen Stopp der Herstellung sowie der Lieferungen sämtlicher Kriegsgerätschaften geben, Entwaffnung insgesamt, Schaffung einer (Welt-)Polizei, weil es leider trotzdem Schurken gibt, die Schaffung einer (1) Weltregierung, jedes Land hat dort 2 Abgeordnete.
Von dem erspraten Geld, es sind Abermilliarden kann jeder Mensch mit einem Grundeinkommen, Kleidung, Nahrung, Obdach und Bildung versorg werden. Natürlich ist es noch ein gutes Stück Weg dorthin und viele sind noch nicht so weit zu erkennen, dass das der einzige Weg ist, diese unsere Erde wieder in Balance zu bringen, aber wir sind längst auf dem Weg, auch wenn es anders zu sein scheint.
Was die Wirtschaft im Gesamten angeht, so kann es nur funktionieren, indem die Ressourcen der Länder umverteilt werden. Die Menschen und deren jetzigen Regierungen 'können nichts dafür', dass unter ihren Füßen Eröl, Gold, Wasser oder guter Ackerboden lagert. Es ist für alle genug da. Immer. Der Mangel ist eine Illusion, die absichtlich aufrecht erhalten wird. Das gilt es zu erkennen.
Es wird wohl noch was dauern, bis es alle, bzw. die meisten begriffen haben. Ob es dann die UNO sein wird, keine Ahnung. Die Ansätze dazu sind insgesamt gut.
Davon rede ich. Solange Kriegsgerät gehandelt wird und solange irrationale Wirtschaftsinteressen von einigen wenigen im Vordergrund stehen, Länder destabilieirt werden, solnage wird es so sein, wie Du es beschreibst, Edith.
Vermutlich müssen wir unsere Behaglichskeitszone verlassen und etwas tun und sei es 'nur' den Politikern das Emailfach zu füllen mit Apellen an ihr Gewissen. Demonstrationen sind auch bei uns schwierig, weil es immer auch irre gibt, die Randale machen müssen. Vielleicht können wir ein Symbol finden, so wie die Aidsschleife , die uns kenzeichnet, dass wir Völkerkonflikte und Wirtschaftsgier ablehnen. Ich denke drüber nach. Im Mom. gefällt mir die Idee ganz gut....
Naja, sie bewirken schon etwas, oft sind es Tropfen au den heissen Stein, aber viele Tropfen werden irgendwann auch ein Fluss.
Esmüssen wirklich die Wurzeln der Übel beseitigt werden, denn sonst ist das Tun dieser enorm engagierten Leute ein Kampf gegen Windmühlen.
Die Macht der Kriegstreiber ist einfach noch zu gross. Gerade gestern Abend kam eine Doku, ich weiss nicht mehr auf welchem Kanal, da wurden die 2+4 Gespräche 'überprüft'. Das deswegen, weil Hr. Putin steif und fest behauptet, Russland sei betrogen worden bzgl. der Natogrenzen und nun sein Handeln zgl. der Ukraine auf diese Weise rechtfertigt. Fakt ist, Russland hatte seinerzeit keine gegenteilige Eingabe bzgl. Der Natogrnezen gemacht. Ein Betrug liegt nixht vor. Ich möchte das nicht werten, sondern soll nur ein Beispiel sein. Ein Machthaber steht mit dem linken Fuss auf, ist knatschig und frustriert, wenn er es nicht, sucht er sich was, um es zu sein und schon geht die Zankerei los. Im grunde könnte man alle Mächtigen in einen Sack stopfen und draufhauen, man träfe immer den richtigen! Viellei ht täte das auch mal einigen gut, am eigenen Leib Ungemach zu spüren...
Wie Du sagst Edith, es muss immer erst was passieren, bevor die Menschen aus ihrem Tiefschlaf aufwachen.
Mir ist das alles zu illusionär.
Wer Frieden haben möchte, sollte die Hand reichen, ein liebes Wort auf den Lippen führen ---
und einen dicken Knüppel in der anderen Hand tragen.
Das überzeugt am meisten von der Friedfertigkeit.

Ihr vergesst stets, dass der Homo Sapiens immer noch die Altsteinzeit in sich trägt in allen Teilen seines Körpers.
Den "Neuen Menschen" gibt und gab es nie, seine Schaffung ersoff stets in Meeren von Blut Unschuldiger.
De Hand reichen ist der erste Schritt Albrecht, den Knüppel aus der Hand zu legen muss gelichzeitg erfolgen.
Und Du hast recht, der Mensch ist kaum friedfertiger als damals in grauer Vorzeit. Deshalb ist ja auch Bildung so unendlich wichtig. Aber nicht nur die Aneignung von Wissen, sondern auch geistiges Wachstum, Aneignung von Werten und vieles andere mehr gehört dazu. Vor allem die Fähigkeit Konflikte sinnvoll lösen. Aber auch Menschen, die sich heute zu der 'Elite' zählen, haben genau diese Fähigkeit nur im ungenügenden Umfang.
Der neue Mensch kann unmöglich von außen geschaffen werden. Jeder muss da schon was selbert tun. Und das sit ein Akt, der andauernd durchgeführt werden sollte, denn die Entscheidung darüber, was und wer will ich sein, in Bezug auf das was ich tue. Das ist alles. Mehr ist gar nicht nötig.
Wenn das selber üben und auch andere dazu animieren, dann kannst Du diesen Pessimimus zu Grabe tragen. Ich finde, das ist keine schlechte Aussicht!
Ich habe keinen Pessimismus. Aber ich teile Deine optimistische Sicht, was den Einfluss von Bildung angeht, überhaupt nicht. Gerade D war zu Beginn des 20. Jh. eines der gebildetsten Länder der Welt - und hat das die Barbarei des Nazifaschismus aufgehalten? Viele Deiner Gedanken teile ich im Sinne von "Was ich mir wünsche", die Geschichtskenntnisse und mein positiver Realismus würden es mir jedoch verbieten, sowohl meine Friedfertigkeit zu verlieren, noch meinen Knüppel weg zu legen.
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TTIP und TISA sind ein bedeutender Meilenstein in diese Zukunft. Der Spruch Geld regiert ist kein Spruch, sondern bittere Wahrheit.
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Ich bin Optimist - also wähle ich die positive Variante.
Ich weigere mich, mir von anderen einreden zu lassen, dass es mit meinem Getränkevorrat zuende geht, nur weil sie ihren Vorrat ausgesoffen haben und mir nun meinen nicht mehr gönnen.
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