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Arbeitgeber wollen den Acht-Stunden-Tag kippen

Arbeitgeber wollen den Acht-Stunden-Tag kippen

Von wize.life-Nutzer - Donnerstag, 23.07.2015 - 14:41 Uhr

Die Arbeitgeberverbände stellen das Arbeitszeitgesetz infrage und plädieren für eine wöchentliche Höchstarbeitszeit. Arbeitsministerin Nahles will davon nichts wissen.

Die deutsche Wirtschaft hat die Bundesregierung aufgefordert, den Acht-Stunden-Tag aus dem Arbeitszeitgesetz zu streichen. Das geht aus einem Positionspapier der Bundesvereinigung der deutschen Arbeitgeberverbände (BDA) hervor, aus dem die Rheinische Post zitiert.

"Um mehr Spielräume zu schaffen und betriebliche Notwendigkeiten abzubilden, sollte das Arbeitszeitgesetz von einer täglichen auf eine wöchentliche Höchstarbeitszeit umgestellt werden", heißt es in dem Papier. "Flexible Arbeitszeiten gewinnen, angesichts von Digitalisierung und der Notwendigkeit zur besseren Vereinbarkeit von Beruf und Familie, immer mehr an Bedeutung", sagte Eric Schweitzer, Präsident des Deutschen Industrie- und Handelskammertages (DIHK). "Unsere starren Arbeitszeitregelungen mindern allerdings diese Flexibilität. Daher wäre es wichtig, die gesetzlichen Regelungen an die aktuelle Entwicklung anzupassen", sagte Schweitzer.
Das Arbeitszeitgesetz von 1994 begrenzt die zulässige werktägliche Arbeitszeit auf acht Stunden, die Ausdehnung auf bis zu zehn Stunden ist möglich, wenn der Acht-Stunden-Tag langfristig eingehalten wird. Die IG Metall weist den Arbeitgeber-Vorstoß zurück. "Überall wo wir Regelungen zum mobilen Arbeiten vereinbart haben, stand das Arbeitszeitgesetz nicht im Wege", sagte der designierte IG-Metall-Vorsitzende Jörg Hofmann der Rheinischen Post. Deshalb sehe er keinen akuten Handlungsbedarf.
Bundesarbeitsministerin Andrea Nahles (SPD) hatte einen Diskussionsprozess über die Auswirkungen der Digitalisierung am Arbeitsplatz gestartet. Daran beteiligen können sich Bürger auf Twitter mit dem Hashtag #arbeitenviernull oder auf Facebook.
Das Arbeitszeitgesetz soll laut Nahles' Ankündigung 2016 angepasst werden, hieß es in dem Bericht. Ein Sprecher des Arbeitsministeriums korrigierte den Bericht wenig später. Nahles wolle im kommenden Jahr ein Weißbuch veröffentlichen, in dem die Ergebnisse einer breiten Debatte über die Arbeitswelt im digitalen Zeitalter vorgestellt werden sollen. Auf dieser Grundlage solle dann beraten werden, wo gesetzlicher Änderungsbedarf bestehe. Die Arbeitsministerin wolle die gesetzliche Begrenzung der täglichen Arbeitszeit auf acht Stunden aber nicht abschaffen. "Änderungen sind an der Stelle nicht geplant", sagte der Sprecher.

http://www.zeit.de/wirtschaft/untern...stunden-tag

2 Kommentare

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die AG wollen das wir ne Kette und Kugel ums Bein bekommen...aber auch dieses Anliegen, wird von unseren Politikern überdacht und so entschieden das die Lobbyisten...äh..das Volk, die bestmögliche Lösung bekommt.
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Wollen die Arbeitgeber nur den Acht-Stunden-Tag kippen oder auch gleichzeitig die Fünf-Tage-Woche?
In vielen Bereichen sind heute schon regelmäßige Schichten von 10 Std. und 12 Std. Realität. Da wo solche Arbeitszeiten bereits im Schicht- Arbeits- oder Dienstplan zum festen Bestandsteil geworden sind, wird das Arbeitszeitgesetz nicht eingehalten.
Einige freuen sich sogar, wenn sie ihre 40 Wochenstunden in längeren Arbeitsschichten ableisten dürfen und werden den Teufel tun sich darüber zu beklagen. Sie Arbeiten lieber in vier Schichten zu 10 Std. statt fünf Schichten zu 8 Std.
Es könnte bestimmt einiges geändert werden, aber nicht die Fünf-Tage-Woche.
Im Zeitraum von 3, 6 oder spätestens 12 Monaten sollte die Fünf-Tage-Woche eingehalten worden sein. Ein "geht nicht" darf es hier nicht geben.
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