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Else Kling

Rezept zum Krieg

Von wize.life-Nutzer - Donnerstag, 29.10.2015 - 04:51 Uhr

Die Welt ist ein wunderschöner blauer Planet, der genügend Lebensraum für Alle bietet, wo Jeder glücklich und zufrieden leben könnte und auch Alle in ihren Grenzen machen könnten was sie wollen, wenn...ja wenn man das dunkle Rezept des Krieges aus dem Kochbuch des Lebens streichen könnte, ohne sich die Suppe zu versalzen.

Gerade in Europa zeigt es sich im Moment sehr deutlich, dass es Dinge gibt, die es aus der Sicht von Vielen einfach nicht geben dürfte. Zum Beispiel Nachbarn. Und damit kommen wir auch schon zu den Grundzutaten des Krieges:

1. Jemand, der nicht soviel hat, wie der Andere und gerne mehr hätte.
2. Jemand, der mehr hat, als der Andere und Angst hat, dass ihm etwas weggenommen wird.
3. Jemand, der strategisch verhindert, dass der Ärmere mehr hat.

Nachbarn sind nur solange gut, wie sie bloß nicht mehr haben, als man selbst besitzt. Ein ausgeprägtes Phänomen besonders in Deutschland. Nur die Macht der Unterdrückung sichert schließlich die eigenen schein-moralischen Grundsätze ab. Wer áufstehen und sich gegen nationalistische Strömungen wehren kann, wird automatisch zum Gegner. Es kann doch nicht sein, dass ein anderes Land auch nur annähernd so stark werden könnte, wie das Eigene.

In den letzten Wochen und Monaten hat es sich immer wieder deutlich gezeigt, dass zum Beispiel Flüchtlingshilfe OK ist, solange sie nichts kostet - also gönnerhaft gewährt wird. Aber wenn es um die Substanz geht - um den Besitz und vermeintliche Rechtsansprüche, selbst wenn es nur um Mindestbeträge geht, sieht die Sache wieder ganz anders aus. Ausserdem muss man ja auch klarstellen, dass der Nachbar niemals soviel haben kann, dass er stärker werden könnte, als das eigene Land.

Und wer denkst, dass es dabei wieder nur um das "leidliche Thema Flüchtlinge" geht...weit daneben. Es beginnt bereits in der unmittelbaren Nachbarschaft.Noch nie gemerkt, dass der Neukauf eines Autos automatisch zumindest eine neue Einbauküche des Nachbarn zur Folge hat? Selbst wenn Beides durch die Banken finanziert wurde. In diesem Fall ist Schein besser als Sein. Und wenn das Nachbarskind einen Privatkindergarten besucht, muss der eigene Sohn wenigstens in Privatschulen lernen, wie man seinen Namen tanzt. Das ist Krieg im Miniformat.

Dumm, dass man keine Bilder von seinem Besitz nicht direkt auf den Fernsehschirm des Nachbarn übertragen kann. Man will ja einer breiten Öffentlichkeit präsentieren, was man sich alles leisten kann - selbst durch hartes Hartz IV aussitzen und ein paar Euronen durch Schwarzarbeit. So sehen Asylsuchende und künftige Einwanderer durch Bilder den reichen Deutschen, der alles hat - auch wenn er zu Hause den Kitt aus den Fenstern frisst. Repräsentieren ist schließlich alles.

Aber der Showmaker hat ausgedient und der Krieg der Worte hat längst Einzug gehalten in der Realität ebenso wie in der virtuellen Welt. Bis zum realen (Bürger)Krieg ist es nur ein winziger Schritt. Wird man den auch gehen weil man jeden Sinn für Anstand und Moral verloren hat?

33 Kommentare

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M.E. greift Neid als Kriegsauslöser viel zu kurz.
Nach Prof. Heinsohn (Uni Bremen) gibt es eine statistisch signifikante Korrelation zwischen Bevölkerungswachstum und Kriegsneigung. Es sind insbesondere die 2., 3. usw. Söhne, die durch Chancenlosigkeit und Nichtteilhabe an frei werdenden Lebenschancen Kriege und Revolten anzetteln.
Sobald eine Gesellschaft ein Wachstum von 2,1 Kindern pro Frau erreichen, sinkt die Kriegsneigung gegen Null.
Die gegenwärtigen kriegerischen Konflikte auf einer Landkarte eingezeichnet, zeigt im Prinzip die bevölkerungszuwachsreichsten Länder dieser Welt, übrigens auch überwiegend muslimische.
Der Islam ist m.E. schon aggressiver als andere monotheistische Religionen auch, er hat außerdem noch die höchste Kinderrate pro Frau, z.B. im Gaza-Streifen, Nigeria usw..
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Klar wird man auch diesen Schritt gehen und vielleicht gleich noch einen zweiten, zum ganz grossen Krieg, weil der Mensch zu dumm ist, aus seiner Geschichte zu lernen.
Ganz besonders machtbesessene Politiker.
Politiker sind sogar zu dumm aus der Geschichte zu lernen, obwohl sie in einem durch Krieg zweigeteilten Land aufgewachsen sind und staendig irgend welche scheinheiligen Kraenze an Kriegsdenkmaelern ablegen.

Es wir Zeit, dass man in Berlin vernuenftige Menschen an die Hebel setzt, bei der CDU und der SPD scheinen die ausgestorben zu sein.
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Der Kriegstreiber ist immer die Gier, der Neid und das nicht gönnen können.
Und zusätzlich noch das Gefühl doch etwas Besseres zu sein, überlegen zu sein und sich deswegen das Recht heraus nehmen zu dürfen über andere bestimmen zu dürfen
Und das im Kleinen wie im Großen
Erfolg macht auch ganz schnell größenwahnsinnig
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Ja stimmt genau.

So etwas nennt man dann den konstruktiven Neid. Man hat den Wunsch oder besser die Gier, gleichwertige oder bessere Güter zu erlangen, um die man den Nachbarn beneidet. Meistens sind das auch Dinge, die man eigentlich nicht braucht.

Bis gestern hatte man sich noch an seinem neu erworbenen Auto erfreut bis man sieht, dass der Nachbar sich ein größeres und schöneres Fahrzeug - meistens immer auf Kredit - besorgt hat. Die Welt der Freude bricht förmlich zusammen.

Schlimm wird es nur, wenn der Neid destruktiv wird - also dem Wunsch, dass die beneidete Person den Gegenstand verlieren soll oder ihm Schaden zugefügt wird.
Als typisches Beispiel sind die Autokratzer mit dem Schraubenzieher entlang des ganzen Fahrzeugs..
Ohhjaaa...DAS gibt es leider auch oft genug. Und DAS ist wohl erst der Anfang...
Es ist Realität - der Neid kann Menschen förmlich innerlich zerfressen und in die Psychiatrie treiben,,,
Müssen aber große Psychiatrien sein, wenn einmal der Neid ein ganzes Volk erfasst...
Man hat wissenschaftlich folgendes festgestellt:

Ich schenke zwei mir nahe stehenden Personen jeweils 100 Euro - alles Paletti.

Dann schenke ich dem einem 30 Euro und dem anderen 70 Euro. Nichts mehr Paletti.

Obwohl ich das Vermögen des einen um 30 Euro vermehre, verzichtet er lieber darauf, wenn der andere die 70 Euro verliert....
Klar..das ist ja eine Ungerechtigkeit, die es einfach nicht geben darf. Immerhin könnte der Andere ja damit überlegen sein...
Man hat ja kein Recht auf eine Schenkung. Man sollte eigentlich froh sein, überhaupt etwas zu bekommen. In den meisten Fällen ging es so aus wie beschrieben...

Findet man übrigens auch in Erbfällen vor.

Erben prozessieren lieber mit großem finanziellen Aufwand nur mit dem einen Ziel, dass der Miterbe nicht mehr bekommt...Aufwand und Ertrag stehen im deutlichen Missverhältnis. Neid und Gier fressen Hirn - sagt der Volksmund...
Da ist auch etwas dran. Und genau das sind auch die Rezepte für kriege. Besser den Anderen vernichten, als einen möglichen Gewinn verzeichnen. Eine beunruhigende Vorstellung...
Ein Krieg zwischen Deutschland und Frankreich ist einmal aufgrund eines Grenzsteins entstanden...Es ging um ein paar Zentimeter...

Leider ist da etwas wahres dran....Nachher hatte niemand mehr einen Vorteil sondern nur Nachteile und Tote...
Bin mal gespannt, wielange es bis zum innerdeutschen Konflikt dauert. DASS der kommt, steht für mich fest
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Peter.. es war schon immer so selbst zu den ärmsten Zeiten...

Nach dem Krieg und auch jetzt.. ich erinnere mich dass meine Eltern schon den Kopf schüttelten wenn es nach der Kirche am Sonntag noch auf der Kirchenstufe zur allgemeinen Unterhaltung wurde wenn Nachbars Frau einen neuen Mantel trug.. genauso erinnere ich mich an den ersten Fernseher in der Strasse.. wie kann man sich so etwas leisten.

Der Neid wird nie aufhören und umgekehrt wird sich darüber aufgeregt, dass man nicht das neueste Möbel in der Wohnung hat...

Menschen können grausam sein .....
Leider.. die Realität eben... schönen Tag Christine
Man MUSS ja immer das Neueste haben, sonst wird man schnell gesellschaftlich ausgegrenzt. Ein weiteres Phänomen...
ja, das stimmt und man ist schnell in aller Munde wobei niemand weis wieso und warum.....
Das ist der gesellschaftliche Druck, dem sich kaum Jemand entziehen kann...
doch ich.. meistens jedenfalls... ich grüße meine Nachbarschaft höflich aber mit Distanz.. werde für etwas von mir eingenommen gehalten und gut ist das.. auf Tratschereien auf der Strasse lasse ich mich nicht ein... wenn mich da jemand angesprochen hat mußte ich schnell mal zur Toi... heute probiert das niemand mehr und ich habe meine Ruhe....
Also mich interessiert es auch herzlich wenig, was die nachbarn denken, sagen oder wollen...
es ist aber sehr schwer bis man sich diesen Freiraum geschaffen hat... und ich kann sehr direkt sein... wie hat mal ne Nachbarin gesagt, aber vor Jahren.. wir können doch mal Kaffee trinken zusammen.. ich habe dankend abgelehnt und
ihr gesagt dass ich von solchen Kaffeekränzchen nichts halte... sie war mir böse bis sie ausgezogen ist.. tut mir leid, aber Ruh war...
Hahaha...DAS wäre mir aber auch egal...
Peter.. ehrlich ich brauchte eine ganze Zeit um selbst zu verstehen dass ich richtig gehandelt habe.. was natürlich niemand weis.. nur ich habe das ganz schnell bei der Arbeit gelernt.. weist ja die lieben Kollegen und dann natürlich die Ordensschwestern im Krankenhaus.. da fängt man richtig an zu denken und dann habe ich die Ellenbogen gestreckt im Geschäft und zu Hause....
Soso..Ordensschwestern...Na da gibt es ein einfaches Mittel. Einfach alle Kreuze verkehrt aufhängen
Kopfstand. ist ein satanisches zeichen
DAS habe ich in einer katholischen Privatschule gelernt
Na irgendwie muss man ja lernen sich zu wehren
Klar...wir haben die Pinguine unterworfen
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