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Totalschaden

Totalschaden

Von wize.life-Nutzer - Sonntag, 15.11.2015 - 04:51 Uhr

Der gestrige Tag hat es wieder gezeigt: Sensationsgeile Stimmungsmacher mit dem Totschlagargument "Das war ja zu erwarten" oder "Sind sie jetzt schlauer geworden?" machen sich in Netzwerken breit. Vereinzelte Nutzer als parasitäre Elemente ?Terroristen liefern in diesen Fällen die Argumente für Hetzer und dienen damit auch als politisches Werkzeug für rechte Nationalisten.

Aber ebenso wie Terrorismus keine akzeptable Option ist, kann man auch derartige Möchtegern - Stimmungsmacher nicht akzeptieren und muss daher ebenso hart dagegen vorgehen, wie gegen den Terror selbst. Alles Andere wäre ein Kreislauf, der einfach kein Ende nehmen kann. Je schlimmer ein Ereignis ist, umso seichter darf die Argumentation sein, die von der Öffentlichkeit blind geschluckt wird.

Der Mensch ist anfällig für die "einfachen Scheinlösungen". Auch dann, wenn Diese weder umsetzbar noch sinnvoll sind. Grenzen dicht zu machen hilft nur oberflächlich und dass gewalttätige Elemente schon längst - vielleicht jahrelang schon - als "Schläfer" auf Abruf im Land sind, ist ein Gedanke, den die Wenigsten haben. Wer behauptet, dass Europa und "insbesondere Deutschland" ein Heer von Terroristen als Flüchtlinge getarnt zu erwarten hat? Die Nachfolgeparteien der NSDAP und deren Mitläufer, die soziale Netzwerke und insbesondere SB für ihre Zwecke entdeckt haben und Angst schüren. Genau das, was Terroristen auch machen. Ob das am Ende "Islamischer Staat" heisst oder sich eine neue nationalsozialistische Gesinnung wie ein Virus ausbreitet, macht für mich nur einen kleinen Unterschied. Beides sind totalitäre Systeme, denn mit den langjährig erarbeiteten Werten haben Beide nichts zu tun und Beide würde ich nicht haben wollen.

Derartige Dinge führen unweigerlich zum Totalschaden der Gesellschaft und auch wenn die "einfachen Leute" gerne auf fahrende Züge aufspringen, sollten sie daran denken, dass eine plötzliche Vollbremsung, die irgendwann kommen muss, auch das gesellschaftliche Genick brechen kann. Europa und jeder einzelne europäische Bürger sollte inzwischen verstanden haben, dass es nur gemeinsam geht...

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