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Verleih uns Frieden gnädiglich

Grenzen-los

Von Deutscher Evangelischer Frauenbund Bayern - Mittwoch, 18.11.2015 - 12:42 Uhr

Grenzen-los


„Was für eine kranke Welt!“

So twittert ein deutscher Fußballer nach dem Spiel gegen Frankreich in Paris.
Da wird im Stadion ein Freundschaftsspiel ausgetragen und im Hintergrund hört man Explosionsgeräusche – auch die Zuschauer vor ihren Bildschirmen kriegen das live mit. Erst gegen Ende des Spiels wird klar: das waren keine Böller, sondern Sprengstoffattentate in der Nähe des Stadions, dazu Amokläufe und eine Geiselnahme bei einer Musikveranstaltung. Ein Anschlag im Fußballstadion und eine Massenpanik konnten wohl verhindert werden. Dennoch: 130 Tote und zahlreiche Verletzte in einer einzigen Terrornacht!

Was für eine kranke Welt!
Was für ein grenzenloser Hass!
Was für eine grenzenlose Gewaltbereitschaft und Missachtung jeglicher Menschenwürde!
Dass das nicht im Sinne der Humanität und erst recht nicht im Sinne Gottes sein kann, ist eigentlich jedem klar, egal ob Moslem oder Christ.

Aber auch in Deutschland macht sich an einigen Stellen grenzenloser Hass und Menschenverachtung breit. Anonym im Netz wird gegen Flüchtlinge und Ausländer und deren Unterstützer gehetzt oder auch ganz öffentlich und ungeniert bei Demonstrationen zu Hinrichtungen aufgerufen. Mancher wird gar von seinen Anhängern deshalb als eine Art „Medienstar“ gefeiert. Der Mordanschlag auf die Kölner Oberbürgermeisterin ist da nur die traurige Konsequenz.
Gibt es wirklich keine moralischen Grenzen mehr im Umgang miteinander, gerade bei denen, die Grenzzäune und Abschottung fordern und westliche Werte in Gefahr sehen?
Was für eine kranke Welt!

Angesichts all dieser Herausforderungen kann ich nur umso mehr um Gottes Hilfe und Kraft bitten, weil wir es allein offensichtlich nicht schaffen.
„Verleih uns Frieden gnädiglich, Herr Gott, zu unsern Zeiten. Es ist ja doch kein anderer nicht, der für uns könnte streiten.“

Elke Thein, unter dem Eindruck der Geschehnisse vom 13.11.2015

2 Kommentare

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"Verleih uns Frieden gnädiglich, Herr Gott, zu unsern Zeiten. Es ist ja doch kein anderer nicht, der für uns könnte streiten.“
Bei allem Respekt, wenn es Gott gibt, so kann er nicht alles richten. Und - wenn ich es richtig sehe, mischt er sich auch nirgends ein. Ansonsten hätte er ja schon mal einen Krisenherd der Welt beruhigen können. Und er hat ja nicht mal seinen eigenen Sohn gerettet. Wir sollten uns also nicht auf Gott verlassen, ich denke das wollte er auch nicht. Damit wäre er auch überfordert gewesen. Ich denke, wir müssen unser Leben selbst in die Hand nehmen. Im positiven Sinne. Helfen, Integrieren, nicht verzweifeln, kämpfen für Demokratie. Das ist wichtig.
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ein toller Beitrag - spricht mir aus der Seele!
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