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Menschenwürde gilt universell

Wir wollen überall hingehen können, aufrecht und frei

Von Deutscher Evangelischer Frauenbund Bayern - Dienstag, 12.01.2016 - 15:38 Uhr

Statement des DEF Landesverband Bayern e. V. zu den massenhaften sexuellen Angriffen gegen Frauen auf der Kölner Domplatte in der Silvesternacht

Die massenhaften sexuellen Angriffe gegen Frauen auf der Kölner Domplatte in der Silvesternacht haben Entsetzen und Abwehr ausgelöst. Die Bundes- und Landesvorsitzende des Deutschen Evangelischen Frauenbundes e. V. Dietlinde Kunad reagiert auf die Geschehnisse mit einem deutlichen Bekenntnis zu den Grundrechten:
„Die Würde eines jeden Menschen, ob Frau oder Mann, jung oder alt, hier geboren oder als Fremdling gekommen ist unantastbar, unverhandelbar und steht jederzeit unter besonderem rechtsstaatlichen Schutz in Stadt und Land, im häuslichen und im öffentlichen Raum. Dafür setzen wir uns als Deutscher Evangelischer Frauenbund ein in der „Verantwortung für uns und Andere.“

Nach Köln herrschte ein tagelanges tiefes und beschämendes Schweigen. Es ist nun einer vielsträngigen und breiten Diskussion in der Gesellschaft gewichen, die aber in Teilen schon wieder vom Kern der Sache ablenkt.

Die massenhafte sexuelle Gewalt gegen Hunderte Frauen ist ungeheuerlich und sollte nicht durch Hinweise auf vorherige Ereignisse relativiert werden.

Zur Aufarbeitung gehört, die Opfer ernstzunehmen, die Täter zu ermitteln und auch nicht davor den Blick zu verschließen, dass es sich bei den Tätern um Asylsuchende und Männer mit Migrationshintergrund gehandelt hat. Es ist auch deren Umfeld und soziokultureller Hintergrund in den Blick zu nehmen, wenn das Bild ein vollständiges sein soll.

Wir finden die gesamtgesellschaftliche vertiefende und differenzierte Diskussion über die Taten, über Einstellungen und Werte notwendig; in diese bringen wir unsere eigenen freiheitlichen, auf Demokratie und Recht sowie dem christlichen Menschenbild basierenden Werte mit ein. Als Frauenverband ist uns dabei besonders wichtig, dass Gewalt gegen Frauen durch nichts zu rechtfertigen ist und dass ihre Würde und die aller Menschen vorrangig und zu schützen ist. Wir wollen uns friedlich versammeln und feiern können, wir wollen überall hingehen können, aufrecht und frei. Das ist unser Recht, das ist unsere Kultur, und das lassen wir uns nicht nehmen.


München, den 11. Januar 2016

Katharina Geiger,
Geschäftsführerin

5 Kommentare

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VORFÄLLE AM KÖLNER HAUPTBAHNHOF
Der Bahnhofsvorplatz in Köln ist schon seit Jahren ein problematisches Gelände. SZ vom 8. Januar 2015: "Jedes Wochenende fallen die Besoffenen auf dem Weg zum Bahnhof über die kleinen Steinfiguren an den Außenmauern her, zerstören Jahrhunderte alte Geschichte. Hinter der Kirche entleeren sich die Menschen aus verschiedenen Körperöffnungen. Und es wird mit Drogen gedeald. Es ist das, was man eine offene Drogenszene nennen kann. Viele Schwarzafrikaner sind dabei, aber auch Männer aus Marokko und Tunesien. Diejenigen, die oft am Hauptbahnhof zu tun haben, beobachten seit Jahren eine Art Doppelbeschäftigung. Die Drogendealer kommen auch in den Hauptbahnhof, um zu klauen............."
Die Kölner wissen das und meiden das Gelände nach Möglichkeit.
Warum hielten sich am Silvesterabend trotzdem so viele (und so viele Frauen) dort auf?
Und warum haben die doch sicher auch anwesenden Deutschen nicht eingegriffen? Oder haben sie etwa mitgemacht?
Deutscher Evangelischer Frauenbund Bayern
Nein, so einfach geht das nicht. Selbst schuld, wenn Ihr in den Bahnhof geht wird der Sache nicht gerecht. Da haben Verbrechen stattgefunden in Masse, da hilft es nichts, zu sagen, das ist keine gute Gegend. Und die Schuld liegt nicht bei den Frauen, sondern bei den Tätern.
Der Herr Seibold betreibt das widerwärtige Geschäft des "victim-blaming", Schuldumkehr zu lasten der Opfer.
Ich dachte, wir hätten diese Denkweise längst überwunden, aber es wird wohl immer einen Bodensatz von Ewiggestrigen geben, leider.
Lieber def, lassen Sie sich von solchen Zeitgenossen nicht beeindrucken, es bleibt eine Minderheit in D.
Deutscher Evangelischer Frauenbund Bayern
Lieber Herr Enpunkt, Dankeschön und ein recht schönes Wochenende wünscht der DEF in München.
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