wize.life
Neu hier? Jetzt kostenlos registrieren und mitmachen! Warum eigentlich?
Die Jungen zieht es in die Stadt - und die Alten?

Schwarmverhalten der Alten – die beliebtesten Städte

Von wize.life-Nutzer - Freitag, 15.01.2016 - 15:59 Uhr

Die Jungen zieht es in die Großstädte – und die Alten? Die 50plus-Generation muss den Jungen weichen, weil sie es sich nicht mehr leisten kann. Das gilt vor allem für Städte wie München, Stuttgart und Frankfurt. Mittlerweile lässt sich dieser Trend auch mit Zahlen dokumentieren. Der Branchendachverband der Wohnungswirtschaft GdW hat das Verhalten verschiedener Altersgruppen von Empirica untersuchen lassen – und kam zu interessanten Ergebnissen.

Schwarmverhalten der Jungen

Die Menschen verhalten sich ähnlich wie Vogelschwärme – sie lassen sich nieder, wo schon ihresgleichen wohnen. Die Jungen zieht es in Städte wie München, Leipzig, Frankfurt, Heidelberg, Darmstadt, Regensburg, Dresden, Karlsruhe, Stuttgart, Düsseldorf; Münster, Köln, ja, und auch nach Berlin. Das sind Städte, wo es mehr Kneipen, mehr Szenentreffs und Unis und Arbeitsplätze. Mehr Junge, mehr Single-Wohnungen – so die einfache Formel. Wohnraum gerade für Einzelhaushalte wird knapp und teuer. In München beispielsweise verdreifachten sich die jüngeren Alterskohorten, wie das so heißt, sprich die jüngeren Geburtsjahrgänge. Entsprechend stiegen hier auch die Mieten. So liegt der durchschnittliche Mietpreis in München mittlerweile bei etwas mehr als 20 Euro – das ist doppelt so viel wie bundesweit. Gerade Rentner ächzen unter dieser Mietlast, die eher noch weiter steigt.

Wohin es die Älteren zieht
Und wo sind die Schwärme der Jungen aufgestiegen? Vor allem aus den ländlichen Landkreisen in Mecklenburg-Vorpommern, Brandenburg, Sachsen-Anhalt, aber auch die Oberpfalz und Nordhessen verlieren die Jungen. Diese Regionen werden älter, was Folgen hat für Kitas, Schulen und Schwimmbäder.

Aus München ziehen bereits die ersten Älteren weg, nach oder Landshut beispielsweise. Wie sieht es insgesamt aus mit der Wanderungsbewegung der Alten, sprich der Kohorte der Geburtsjahrgänge von 1939 bis 1953? Darauf liefert die GdW eine Antwort: Auf der Liste der Alten-Schwarmstädte steht Garmisch-Partenkirchen ganz oben. Der Landkreis im Süden weist ein Kohortenwachstum von 14,5 Prozent aus.

Die Liste der Alten-Schwarmstädte

8 Kommentare

Melden Sie sich jetzt mit Ihrem Nutzerkonto an, um Kommentare zu hinterlassen.
Ich lebe immer noch gerne in Frankfurt a/M
Melden Sie sich jetzt mit Ihrem Nutzerkonto an, um Kommentare zu hinterlassen.
zahlen, daten fakten bitte. ist doch alles eine frage des geldes. und da lässt sich feststellen, dass die älteren mehr geld haben als die jungen.
kann sein. wenn man die diskussion über die gentrifizierung verfolgt, bin ich mir da allerdings nicht so sicher wie der verfasser des themenbeitrags.
Wer mit Älteren spricht, bekommt eine Ahnung, dass diese Zahlen die Wirklichkeit abbilden. Ich kenne einige, die aus München wegziehen, weil sie sich's nicht mehr leisten können.
einige? einige gibt es immer. auf der anderen seite ist es noch immer so, dass die armutsquote unter rentnern vergleichsweise gering ist. tendenz ist allerdings steigend.
ja, steigend
Nicht alle 'Neu-Rentner' haben durchgehend gearbeitet und eingezahlt, bzw. gespart. Mein Mitleid mit denen hält sich in Grenzen. Das sind die, die am lautesten nach dem Staat rufen.
Worüber kaum gesprochen wird, ist die zunehmende Zahl an 'Sozialschmarotzern', denen die Sozialämter kaum auf die Schliche kommen...
Wenn aber überall neue Heime für 'Flüchtlingsfamilien' und 'Armutszuwanderer' gebaut werden, sollte der Staat auch mehr Sozialwohnungen für die 'armen Alten' bauen.
(Hat die Sozialministerin ja jetzt versprochen
@ Ida:
Natürlich sind das mehr Frauen...
aber die bekommen entweder Versorgungsausgleich
(für meine Ex-Frau z.B. mtl. € 410,-)
Trennungsunterhalt oder Witwenrente (60%)
Und wenn heute die unter 3jährigen Kinder nicht mehr von den leiblichen Müttern betreut, sondern in 'fremde Hände' gegeben werden, ist das sicherlich keine positivere Entwicklung für unsere Gesellschaft.
Es ist halt immer eine Interessenabwägung:
mehr Geld oder mehr Zeit für die eigenen Kinder.
Melden Sie sich jetzt mit Ihrem Nutzerkonto an, um Kommentare zu hinterlassen.

wize.life News per Push Benachrichtigung in Ihrem Browser aktivieren

Benachrichtigungen aktivieren