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Diese beiden wurden gerettet.

Deutschland braucht ein Heimtierschutzgesetz

Von wize.life-Nutzer - Dienstag, 19.01.2016 - 10:03 Uhr

Kaninchen sitzen alleine in zu kleinen Käfigen; Hamster werden zu Spielzeugen in Kinderzimmern; immer mehr Tierrassen werden zu Qualzuchten, weil der Mensch Körperteile in der Zucht sinnlos überbaut; Hunde werden einsam in Zwingern und in Anbindehaltung gequält, obwohl sie sozialen Anschluß benötigen… Die Liste der Leiden der „Haustiere“ ist unendlich lang. Manche Qual geschieht aus Unwissenheit, manche aus falsche Liebe und Vieles aus Ignoranz.


Deutschland braucht ein Heimtierschutzgesetz: Wer schützt diese Tiere? Bisher niemand – denn Deutschland hat noch immer kein Heimtierschutzgesetz. Ohne dieses hat das Recht kaum Chancen, sich für leidende Tiere einzusetzen, die Handhabe ist zu klein, die Wege sind lang. Nach der aktuellen Rechtslage sind Tiere zwar keine Sachen, sie sind jedoch rechtlich als Sachen zu behandeln, wenn keine gesonderte Verordnung liegt.

In Deutschland leben über 28 Millionen so genannte Haustiere – hinzukommen 3,4 Millionen Ziervögel, ca. 600.000 Tiere in Terrarien sowie Millionen von Fischen in ca. 2 Millionen Aquarien und 1,7 Millionen Gartenteichen! All diese Tiere werden kaum von Gesetzen geschützt. In der Zucht und im Handel leiden unzählige Tiere, die für den Profit ausgebeutet, missbraucht und sogar getötet werden. Auch viele Halter wissen zu wenig von ihren tierischen Mitbewohnern und behandeln sie wie Gefangene. Weil es keine gesetzlichen Regelungen gibt, findet in der Bundesrepublik Tag für Tag millionenfaches Tierleid in einem quasi „rechtsfreien Raum“ statt. Aus diesem Grund wendet sich PETA an die Bundesregierung und fordert, endlich ein Heimtierschutzgesetz zu verabschieden, um dieses unnötige Tierleid zu beenden.

PETA fordert ein Heimtierschutzgesetz mit folgenden Punkten

Haltungsverordnung für alle „Heimtiere“
Gruppenhaltung soziallebender Arten (Kaninchen, Vögel, etc.)
Einführung eines Hundeführerscheins für Hundehalter
Kastrationspflicht für alle geschlechtsreifen Tiere, die unkontrolliert ins Freie gelassen werden
Verbot der Wildtierhaltung in Privathaushalten und damit verbunden das Verbot von „Exotenbörsen„
Verbot von Vogelbörsen und -ausstellungen
Massive Eindämmung der Zucht aller „Heimtiere“
Verbot von „Qualzuchten“
Verkaufsverbot von Tieren im Zoohandel
Ausbildungsverordnung für Mitarbeiter des Zoohandels
Verbot für Jäger, tierische Mitbewohner abzuschießen

Bei der Novellierung des deutschen Tierschutzgesetzes im Jahr 2012 wurde die Chance verpasst, den Bereich „Heimtiere“ in Form einer Verordnung einzubinden, wie dies bereits in anderen Bereichen des Tierschutzes der Fall ist.

Was Sie tun können
Bitte helfen Sie den Tieren, die in Privathaltung, im Zoohandel und in der Zucht in einem quasi rechtsfreien Raum leben und leiden und unterstützen Sie unsere Forderung nach besserem Schutz für unsere tierischen Mitbewohner! Setzen Sie sich gemeinsam mit PETA dafür ein, dass die Bundesregierung ein Heimtierschutzgesetz erlässt!

Unterschreiben Se unsere Petition an das zuständige Bundesministerium für Landwirtschaft und Ernährung: PETA.de/heimtierschutzgesetz

Mehr Informationen
PETA50plus.de/neuerungen-im-tierschutzgesetz

Kommentare

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