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Weil er Merkels Rede störte: Familienvater bekommt massiven Ärger im Job

Weil er Merkels Rede störte: Familienvater bekommt massiven Ärger im Job

Von News Team - Mittwoch, 27.01.2016 - 14:23 Uhr

Ein Familienvater hat eine Rede Angela Merkels gestört und seine Angst wegen ihrer Flüchtlingspolitik zum Ausdruck gebracht. Wie sich nun herausstellte handelt es sich bei dem Mann um einen Professor. Er hat nun mit Konsequenzen zu rechnen.

Die Hochschule Merseburg zeigt für seinen Auftritt kein Verständnis, wie Spiegel Online berichtet. "Sein Zwischenruf hatte weder etwas mit dem Anlass der Veranstaltung, noch mit dem Inhalt der Rede der Bundeskanzlerin zu tun", sagte der Rektor der Hochschule, Jörg Kirbs, dem Portal. Der Mann sei nicht als Privatmann, sondern als Angehöriger der Hochschule eingeladen gewesen. Mit seinem Auftritt habe er "das Gastrecht des Fraunhofer-Instituts missbraucht und dem Ansehen der Hochschule enorm geschadet". Die Hochschule wolle nun das Verhalten aufarbeiten und juristische Schritte prüfen.

Am Montag hatte Merkel in Halle das neue Leistungszentrum für Forschung und Industrie am ehrwürdigen Fraunhofer-Institut eröffnet.

Doch gerade als sie anhob, die Eröffnungsrede zu halten, stand ein Mann in den Zuhörer-Reihen auf. Er hielt ein Plakat mit dem einstigen CDU-Slogan „Keine Experimente“ hoch und wandte sich direkt an die Kanzlerin. „Ich habe Angst um die Zukunft meiner Kinder“, sagte der Mann, der dem feierlichen Eröffnungs-Anlass entsprechend in Anzug und Krawatte erschienen war. „Meine Kinder sind zwei, vier und neun Jahr alt.“ Er bezeichnete die Flüchtlingspolitik Merkels als „Versuch“. „Wir wissen nicht, wie das Experiment ausgeht. Von Ihnen als Physikerin erwarte ich eigentlich verantwortungsvollere Entscheidungen.“

Merkel war sichtlich bemüht in dieser brenzigen Situation keinen Fehler zu machen. Sie weiß, wie umstritten ihre Flüchtlingspolitik ist und gab sich kurz angebunden. „Ok, dankeschön.“, antwortete Merkel. „Ich werde meiner Verantwortung gerecht. Und ich werde auf alles achten, damit Deutschland eine gute Zukunft hat.“

Der Mann ließ sich daraufhin aus dem Saal führen.

9 Kommentare

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Na ein Disziplinarverfahren bzw. eine Abmahnung ist ihm sicher.....
Wenn das, das Demokratieverständnis der Akademiker ist, jemand zu bestrafen der zu Recht etwas frägt - dann gute Nacht. Es ist traurig, daß schon eine berechtigte Frage zu solchen Aktionen führt. Ist denn dieses Verhalten des Arbeitgebers noch normal? Und das wollen Führungskräfte sein?
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Eigentlich kann Merkel dankbar sein, denn die Revoluzzer unserer Generation hätten sie kollektiv mit faulen Äpfeln,Tomaten,Eiern und Stinkbomben beschmissen.
Merkel mal die Meinung direkt zu sagen, war dem Mann wohl seinen Posten wert. Es sollten auch noch viel mehr tun, denn "Köpfchen neigen" ist bei der Lage im Land nicht mehr angesagt.
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Ich vermute mal, das der Herr Professor es auch nicht gerade mögen wird, wenn seine Lehrveranstaltung von einem Zuhörer "gekapert" wird, damit der Zwischrufer einen kleinen Teil der Bühne für die Zeit seiner Botschaft die Aufmerksamkeit übernehmen kann.
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Es fällt mir auf, dass in diesem Beitrag schon zum zweiten Male das gleiche Thema behandelt wird, und zwar vom Community Team eingestellt. Was mag der Grund dafür sein? Waren mehr als 400 Kommis für den ersten Beitrag nicht genug? Und erinnere ich mich falsch, oder wurden hier nicht schon User unter Hinweis auf die AGBs verwarnt wegen ähnlicher Vergehen? Könnte vielleicht das alte lateinische Sprichwort "Quod licet Jovi non licet bovi" der Grund sein?
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Er muss schon seinen eigenen Vortrag organisieren. Als Prof. schafft er das doch. Aber als Zwischenrufer wird man es nicht weit bringen. Da kann man zumindest nicht erwarten, dass seine Worte gleich als heilsbringendes Credo übernommen werden. Was bleibt ist ein "Zwischenruf".
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Dieser Mann hat bewusst seine berufliche Position missbraucht und lässt anschließend sich grinsend aus dem Saal führen. Ganz sicher muss sein Arbeitgeber reagieren. Selbst Schuld, richtig so.
Wenn Du das meinst, d a s wäre für mich dann doch
maßlos überzogen.
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Er sollte eine Abmahnung bekommen und gut ist.
So wird ein unangemessenes Verhalten üblicherweise sanktioniert.
Jetzt non stop ausdiskutieren ob das Verhalten angemessen war bringt doch nichts.
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