Gleichberechtigung
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Gleichberechtigung - eine Illusion?

Peter Leopold
Beitrag von Peter Leopold

In letzter Zeit fällt mir in den Medien auf, dass immer mehr von Fairness und Gleichberechtigung in den verschiedensten Sparten des Lebens gefordert wird. Und ganz ehrlich: Eine gewisse Komik ist diesem Thema nicht abzusprechen, wenn man sich einzelne Punkte ansieht. Dabei geht es nicht nur um die Gleichberechtigung von Mann und Frau, sondern auch um entsprechenden Forderungen aus anderen Lebensbereichen.

Der Ursprung von derartigen Forderungen nach Gleichberechtigung liegt wohl in den Schubladen von Feministenclubs wie "Emma" und Ähnlichen. Einige Dinge sind ja auch durchaus berechtigt. "Gleicher Lohn für gleiche Arbeit" ist so ein Schlagwort, das Einem zuerst in den Kopf schießt, wenn man an dieses Thema denkt. Aber da fällt mir als Gegenargument zunächst einmal ein, dass auch die gleichen Voraussetzungen da sein müssen.

Wir müssten schon alle geschlechtslose Wesen mit den gleichen physischen Voraussetzungen sein, um wirklich eine absolute Gleichbehandlung durchzusetzen.
Wenn ich aber sehe, dass sich eine Gruppe Hooligans halb tot lacht, wenn ein paar zarte "Püppchen" als weibliche Polizisten sich solchen Gruppen entgegen stellen, dann habe ich Zweifel an der "Gleichberechtigung" in allen Lebensbereichen.

Man darf das nicht falsch verstehen: Ich kenne durchaus ein paar Frauen, die sowohl mental als auch physisch eher Kampfmaschinen gleichen vor denen jeder Durchschnittsmann flüchten würde. Aber genau die würden sich ja nicht über fehlende Gleichberechtigung beschweren.

Ein weiterer Punkt ist die Gleichberechtigung bei sozialen Diensten. Warum haben Viele das Gefühl, dass gerade dieser Punkt kaum etwas mit Gleichberechtigung und Gerechtigkeit zu tun hat ? Es scheint nur für Diejenigen ein Rolle zu spielen, die aus guten Gründen NICHT gleich behandelt werden - zum Beispiel, weil die Voraussetzungen nicht gleich sind. Und besonders wenn es um Geld geht, werden so viele Dinge heran gezogen, dass der sich ungleich behandelt Fühlende überhaupt nicht abschätzen kann, was alles eine Rolle spielt.

Alles was politisch rechts steht, wird natürlich sagen, dass es Jedem besser geht, als dem guten braven Deutschen, der ja schon ein "Geburtsrecht" auf bessere Behandlung hätte. Aber von diesem Denken sollte man sich schon lange verabschiedet haben. Sonst müsste man auch große Unterschiede machen, wenn es um Ost und West geht oder um Bundesländer, die mehr Geld bekommen als Andere und nicht zuletzt müsste man auch Jedem ein Haus mit Garten zur Verfügung stellen, weil es ja nicht sein kann, dass Omi "ungerechter Weise" in einer Sozialwohnung am Stadtrand wohnt...

Unterschiede wird es immer geben und die Kunst besteht darin, auch anzuerkennen, dass es diese Unterschiede geben muss, weil eine homogene Masse keinen Grund mehr hätte, nach mehr zu streben. Und DAS wäre der Stillstand jeder Zivilisation.