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Gleichberechtigung
GleichberechtigungFoto-Quelle: pixabay.com

Gleichberechtigung - eine Illusion?

Von Peter Leopold - Freitag, 28.10.2016 - 04:50 Uhr

In letzter Zeit fällt mir in den Medien auf, dass immer mehr von Fairness und Gleichberechtigung in den verschiedensten Sparten des Lebens gefordert wird. Und ganz ehrlich: Eine gewisse Komik ist diesem Thema nicht abzusprechen, wenn man sich einzelne Punkte ansieht. Dabei geht es nicht nur um die Gleichberechtigung von Mann und Frau, sondern auch um entsprechenden Forderungen aus anderen Lebensbereichen.

Der Ursprung von derartigen Forderungen nach Gleichberechtigung liegt wohl in den Schubladen von Feministenclubs wie "Emma" und Ähnlichen. Einige Dinge sind ja auch durchaus berechtigt. "Gleicher Lohn für gleiche Arbeit" ist so ein Schlagwort, das Einem zuerst in den Kopf schießt, wenn man an dieses Thema denkt. Aber da fällt mir als Gegenargument zunächst einmal ein, dass auch die gleichen Voraussetzungen da sein müssen.

Wir müssten schon alle geschlechtslose Wesen mit den gleichen physischen Voraussetzungen sein, um wirklich eine absolute Gleichbehandlung durchzusetzen.
Wenn ich aber sehe, dass sich eine Gruppe Hooligans halb tot lacht, wenn ein paar zarte "Püppchen" als weibliche Polizisten sich solchen Gruppen entgegen stellen, dann habe ich Zweifel an der "Gleichberechtigung" in allen Lebensbereichen.

Man darf das nicht falsch verstehen: Ich kenne durchaus ein paar Frauen, die sowohl mental als auch physisch eher Kampfmaschinen gleichen vor denen jeder Durchschnittsmann flüchten würde. Aber genau die würden sich ja nicht über fehlende Gleichberechtigung beschweren.

Ein weiterer Punkt ist die Gleichberechtigung bei sozialen Diensten. Warum haben Viele das Gefühl, dass gerade dieser Punkt kaum etwas mit Gleichberechtigung und Gerechtigkeit zu tun hat ? Es scheint nur für Diejenigen ein Rolle zu spielen, die aus guten Gründen NICHT gleich behandelt werden - zum Beispiel, weil die Voraussetzungen nicht gleich sind. Und besonders wenn es um Geld geht, werden so viele Dinge heran gezogen, dass der sich ungleich behandelt Fühlende überhaupt nicht abschätzen kann, was alles eine Rolle spielt.

Alles was politisch rechts steht, wird natürlich sagen, dass es Jedem besser geht, als dem guten braven Deutschen, der ja schon ein "Geburtsrecht" auf bessere Behandlung hätte. Aber von diesem Denken sollte man sich schon lange verabschiedet haben. Sonst müsste man auch große Unterschiede machen, wenn es um Ost und West geht oder um Bundesländer, die mehr Geld bekommen als Andere und nicht zuletzt müsste man auch Jedem ein Haus mit Garten zur Verfügung stellen, weil es ja nicht sein kann, dass Omi "ungerechter Weise" in einer Sozialwohnung am Stadtrand wohnt...

Unterschiede wird es immer geben und die Kunst besteht darin, auch anzuerkennen, dass es diese Unterschiede geben muss, weil eine homogene Masse keinen Grund mehr hätte, nach mehr zu streben. Und DAS wäre der Stillstand jeder Zivilisation.

21 Kommentare

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Ich wusste noch nicht, daß Frauen im Bundestag niedrigere Bezüge bekommen, als die Männer oder sind dort alle gleich ?
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Peter, meinst du mit Du nich - besser und mehr ausnutzen können?
Peter Leopold
Wieso ausnutzen ?
Lohn sollte nicht vom Geshlecht abhängig gemacht werden. Es gibt viele Job´s bei denen keine Muskelkraft benötigt wird, sondern Wissen und Verstand. Da gibt es viele Beispiele die aufzeigen, daß Frauen oft mals bessere Lösungsvorschläge bringen im Vergleich zu Männern. Nur wird immer versucht die Frau niedriger einzustufen, wie ein Mann.
Peter Leopold
Hmm...ich würde sagen, das hängt auch von der Art des Jobs ab...
Heute müssen Frauen mehr leisten und fachlich besser sein, als Männer um annähernd gleichen Lohn zu erhalten
Es stimmt Herr War,
nur lassen sich diese Frauen oftmals von weniger intellegenten Männern die Butter vom Brot nehmen.
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Die Gleichberechtigung bei der Polizei hat, obwohl das Grundgesetz dies ja schon seit 1949 geregelt hat, sehr lange auf sich warten lassen.

Erst im Jahre 1980 - also über 30 Jahre später, wurde den Frauen auch dieser Dienstzweig auch im Bereich Gefahrenabwehr eröffnet.

Auch bei den Gerichtsvollziehern war es so. Eine Frau bei der Schuldeneintreibung, Pfändung sowie Räumung von Wohnungen, früher wohl undenkbar.

Natürlich sollte man in erster Linie Frauen nicht gegen Hooligans einsetzen. Aber auch zu meinem Erstaunen nach früherer Skepsis wirken Frauen auch in härteren Berufen durchaus deeskalierend. Sie haben oft das gewisse Händchen dafür, auch mit harten und sich zuspitzenden Situationen umzugehen. Diese Männer trauen sich auch gar nicht - da wohl unmännlich - körperliche Angriffe gegen Frauen vorzunehmen - oft nur verbal...

Ungeachtet der gesetzlichen Forderung nach Gleichberechtigung von Männern und Frauen in diesen Bereichen habe ich zumindest teilweise meine Meinung geändert und bin sogar manchmal verwundert, wie Frauen Situationen sogar besser lösen können als Mann gegen Mann..

Die Zeit bringt halt viele Veränderungen herbei, wo ein Umdenken erforderlich ist. Auch bei der Bundeswehr - Fraueneinsatz früher undenkbar - hat sich vieles verändert und auch positiv dargestellt.

Na dann hoffen wir doch alle, dass stets weitere Stellschrauben mal ausprobiert werden und wenn sie sich als erfolgreich darstellen auch Schritt für Schritt zukunftsfähig gemacht und gestaltet werden...
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Das ist ein immer wieder gutes Thema Peter. Es ist aber auch ein heißes Thema was ich mit rechte und linke Bürger vergleiche. Beide kommen nicht auf einen Nenner. So gut wie dein Bericht auch ist, ein doppelt so langer wäre immer noch zu kurz.
Die Menschen haben sich schon immer verändert, nur das geschah über Jahrhunderte, sogar über Jahrtausende. Heute sind es aber viele Veränderungen in einem kurtzen Zeitabschnitt. Veränderungen brauchen aber Zeit für ihr gelingen. Kein gutes Essen gelingt in fünf Min.
Peter Leopold
Das Thema ist ja auch sehr umfangreich.
Um so mehr braucht es Zeit, damit sich der Mensch daran gewöhnen kann. Immer neue Forderungen, ohne die Alten verarbeitet zu haben, geschweige für Alle Altäglich gerecht werden zu lassen, überfordert die Menschen.
Peter Leopold
Von "Forderungen" die nicht überlegt sind, halte ich sowieso nichts...
"Nicht überlegt" ist das nicht der Knackpunkt unsereres Handels? Wie oft habe ich einer Forderung zugestimmt, ohne mir Gedanken zu machen, wie das Ziel aussehen wird.
Gerade im Privatenbereich stelle ich das immer wieder fest.
Soll heißen, stimmen wir nicht zu leichtfertig jeder Erneuerung, die Minderheiten fordern zu, weil es ja Modern ist?
Peter Leopold
Von Modeerscheinungen halte ich sowieso nichts. Darum sehe ich das Ganze eher konservativ..
Da sind wir ja schon zwei....
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"Gleichberechtigung" wird wohl immer ein Reizwort bleiben.
Wenn ich aber an meine Zeit im Beruf zurückdenke,
musste eine Frau immer mehr "können", um anerkannt zu werden.
Das Gehalt hinkte aber immer hinterher.
Natürlich wurde für die Frauen in den letzten Jahrzehnten viel
bewegt, aber noch nicht genug!
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Solange ein Mann kein Kind bekommen kann und eine Frau keinen Zentner Brikett aus dem Keller hoch tragen kann, gibt es keine Gleichberechtigung ,, und wenn Fau ..Frau sein will, dann 10 mal nicht.

Ich nenne es mal so, die Frau soll die gleichen Rechte aber auch die gleichen Pflichten habe wie ein Mann und gut ist das.
Peter Leopold
DAS mach mal Denjenigen klar, die für JEDE Art von Gleichberechtigung sterben würden
Peter, das kann man keinem klar machen, entweder die Menschen verstehen das oder eben nicht.

Logisch finde ich gut, daß eine Frau die gleichen Rechte hat, sieh mal meine Mutter mußte meinen Vater noch mitnehmen um ihren Arbeitvertrag zu unterschreiben.. sind wir mal ehrlich... es waren türkische Verhältnisse um das mal pauschal zu nennen.... heute schütteln die Menschen den Kopf wenn sie das hören... wie kann man nur es war doch bei uns nicht anders.. schön daß es sich so entwickelt hat und die Frau als gleichberechtigter Mensch anzusehen ist, aber deswegen gebe ich doch meine Weiblichkeit nicht auf... es hat eben alles seine Grenzen.
Peter Leopold
Nun..manchmal ist das ja auch nicht sooo schlecht. Immerhin: 4 Augen sehen mehr als zwei.
Das ist doch in Ordnung... alles nur nicht übertreiben.
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