Schreihälse, von Gerd Quedenbaum

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[/f]SCHREIHÄLSE[f] von Gerd Quedenbaum
zu dpa-Meldung 09.09.2017

Da gehts wieder mal durch die Medien. Die Oberen der etablierten Parteien regen sich auf über Störungen bei ihren Wahl- und anderen Veranstaltungen. Daß sich
Redner und Zuhörer durch Zwischenrufe, vielleicht auch Gegröhle pp., gestört fühlen, kann man ja durchaus nachvollziehen. Die Störer sind Anhänger (oder gar Akteure ?) der nur im anderen Sinne verschrienen AfD und der NPD, so jedenfalls behaupten es die Gestörten. Und mit dieser Formulierung sind wir gleich bei dem Kern der Sache angekommen.
Mit böswilligen Behauptungen, Verleumdungen und anderen mehr oder weniger verdeckten Machenschaften sind eben die gestörten Parteigrößen bemüht, mit ausgestrecktem Zeigefinger das Ansehen von Staatsbürgern und relevanten Gruppen i.S. wählbarer Parteien herabzuwürdigen.Sie nehmen kein Blatt vor dem Mund, wenn es gilt, solchen Gruppen Schimpf und Schande anzuhängen. Und sie werden dabei nach Kräften unterstützt von den Medien, in denen es sich die Journaille bequem gemacht hat, mit Hilfe der Oberen bequem machen konnte. Die Journaille versteckt sich hinter der sogenannten "Pressefreiheit", in der jedem nur erdenklichen Schmutz aller Raum angeboten wird.
Dabei hätte die Ekel erregende Arroganz, hätten die etablierten Parteien, Krawalle und Störungen längst ausschließen können, wenn sie sich -nach demokratischem Gebot- um den Dialog mit ihren politischen Gegnern bemüht hätten. Statt dessen suhlen sie sich in ihrem eigenen Dreck und verurteilen ausnahmslos jeden anderen Staatsbürge, der ihren faschistoiden Behauptungen und ihrer solcherart auch noch verteidigten Minderheitendiktatur widerspricht.
Man sagt und beschwört, unser Deutschland sei ein demokratisches Land, ein Rechtsstaat.
Ja - richtig, unsere im übrigen längst überholungsbedürftige Verfassung bestätigt solche Behauptung. Entscheidend aber ist nicht, was die Verfassung sagt, sondern was die Machthaber daraus machen. Und wenn denen Charakter, Gewissen und Rückgrat fehlen, dann gerät die Gesellschaftsordnung trotz Verfassung in eine
überaus bedenkliche Schieflage. In dieser Situation befinden wir uns.
Der ehemalige Fürst Metternich (Wiener Kongreß) hat in späteren Jahren einmal formuliert, Revolutionen werden niemals von unten, sondern stets von oben
gemacht. Die nur angeblich demokratischen Parteidiktatoren in Berlin geben sich fortgesetzt alle Mühe, eine Revolte der unterdrückten Meinungen zu inszenieren.
Wer den Dialog verweigert, muß sich eben das Gegröhle anhören, muß Störungen seiner unlauteren Aktivitäten dulden. Mund verbieten ist nicht mehr. -

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