Seehofers Zukunft
Seehofers ZukunftFoto-Quelle: Inernet

Horst Seehofer wird demontiert

Beitrag von wize.life-Nutzer

Die Bundestagswahl 2017 und die „Vorverurteilung“ von Horst Seehofer

Warum ist das eigentlich so schwer zu verstehen, dass bei der Bundestagswahl viele Stammwähler in Bayern die CSU zunächst verschmähten, indem sie Angela Merkel (ihrer unglücklichen und folgenschweren Flüchtlingspolitik wegen) eine Abfuhr erteilen wollten (weniger aber dabei Seehofer direkt meinten), denn jeder kennt die Kräfteverhältnisse zwischen CDU und CSU auf Bundesebene.

Die kleinere CSU kann und könnte sich nämlich auch mit einem höheren Stimmenanteil nicht durchsetzen – siehe Stichwort: "Obergrenze" und das Verhalten von Frau Merkel als Bundeskanzlerin!

AfD deshalb einmal zu wählen, hatte da natürlich seinen Reiz und ein höheres Protestpotential – und überhaupt:

Ein CSU-Vorsitzender mit ähnlichem Charisma und Integrationskraft wie Seehofer ist aktuell nicht in Sicht und auch der Franke Söder würde in Nieder- und Oberbayern durchfallen – und mit Söder als Vorsitzenden würde die CSU womöglich sogar eine Spaltung herbeiführen.

Politiker genau zu analysieren und zu werten ist nicht einfach und man sollte beachten, dass Horst Seehofer mit seiner großen Erfahrung und auch Erfolge in der Bundespolitik wichtiger ist, als ein in dieser Hinsicht unbedarfter Markus Söder, der nur eines will, Ministerpräsident in Bayern zu werden.

Königsmörder hatten seit je her auch in unserem Land kein gutes Image und keine gute Zukunft – und so wird es definitiv auch bleiben.

Söder ist auf dem besten Weg, sich zu „überheben“, denn wer wichtige Verhandlungen so einfältig stört, nur um das eigene Profil vermeintlich zu stärken, der hat nicht begriffen, dass in Bayern die Uhren doch noch etwas anders gehen könnten.

Gut, dass wir (noch) Politiker in Bayern haben, die mit „Herzblut“ bei der Sache sind – auch wenn sie von Presse und eigenen Leuten grundlos vorab demontiert werden – und menschliche Fehler haben auch wir alle im Leben schon begangen!

Warum wird ein solcher engagierter Politiker – bloß weil er Rücksicht auf die CDU in einer besonderen und übergeordneten Situation nehmen musste, für das was im Bund bei der CDU schief gelaufen ist, verantwortlich gemacht und man lässt ihn nicht in Ruhe seine wichtige Verhandlungsaufgabe in Berlin zu Ende bringen?

Seehofer wird zum Ende dieses Jahres nicht mehr der sein, der er einmal war – und wer hat Schuld?

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