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Es gibt sie immer noch: DIE KOMMUNISTEN

Es gibt sie immer noch: DIE KOMMUNISTEN

22.11.2017, 15:35 Uhr
Beitrag von wize.life-Nutzer

Am 7. November 2017 war ich zufällig am Potsdamer Platz in Berlin. Plötzlich ertönte die INTERNATIONALE, das Kampflied der sozialistischen Arbeiter-Bewegung.
Ausgangspunkt war eine Demo mit roten Fahnen und Waffen, die an die Oktober-Revolution vor hundert Jahren in Russland erinnerte.
Nach dem in Russland geltenden julianischen Kalender übernahmen am 25. Oktober die Bolschewiki unter Führung W. I. LENIN im Zuge der Oktoberrevolution in Russland die Macht.
Es ist schon erstaunlich, dass es immer noch Anhänger dieser gescheiterten Ideologie gibt, die die Länder Osteuropas Jahrzehnte unterdrückt hat. Und außerdem Millionen Tote in den Gulags der Sowjetunion hinterließ.

24 Kommentare

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"Es ist schon erstaunlich, dass es immer noch Anhänger dieser gescheiterten Ideologie gibt, die die Länder Osteuropas Jahrzehnte unterdrückt hat. Und außerdem Millionen Tote in den Gulags der Sowjetunion hinterließ."
Warum soll es sie auch nicht geben?
Das was Du in Unkenntnis der Sache als Kommunismus bezeichnest, war seit Lenins Tod zum Stalinismus verkommen und hatte nichts mit dem Kommunismus marxscher Prägung zu tun.
  • 23.11.2017, 16:35 Uhr
Bernd, und was ist mit den kommunistischen Verbrechern Ulbricht, Mielke und Hilde Benjamin (Rote Hilde)?
Und was mit Fidel Castro und Mao Tse-Tung, neben Hitler und Stalin, einer der größten Massenmörder aller Zeiten?
Deshalb solltest Du mir nicht Unkenntnis vorwerfen, sondern Deine historische Bildung infrage stellen!
  • 23.11.2017, 19:21 Uhr
Bernd hat schon Recht. Oben angeführte Verbrecher hatten mit dem Kommunismus, der Marx und Engels vorschwebte, nichts zu tun.
Man sollte nicht das Kind mit dem Bade ausschütten. Ein demokratischer Sozialismus wäre ein Segen für die Menschheit.
  • 23.11.2017, 22:25 Uhr
Ich bestreite doch nicht diese Tatsachen Digger, nur hat das mit Kommunismus ebensoviel zu tun wie Tag und Nacht.
  • 24.11.2017, 06:40 Uhr
Dann haben die Konzentrationslager wohl auch nichts mit der nationalsozialistischen Weltanschauung zu tun, sondern nur mit der SS, die diese Ideen pervertierte!
  • 24.11.2017, 08:43 Uhr
Heidi, ein "demokratischer Sozialismus" ist ein Widerspruch in sich. Denn wenn er sich durchsetzen würde, dann gäbe es keine Demokratie mehr.
  • 24.11.2017, 08:47 Uhr
Der Nationalsozialismus war genau wie der Stalinismus nie ein echter Sozialismus, sondern diente nur den Interessen der herrschenden Klasse.
  • 24.11.2017, 09:21 Uhr
Quatsch Digger. Das haben alle Herrscher früherer Zeiten auch immer behauptet, Abschaffung der Sklavenhalterei, der Leibeigenschaft, der absoluten Monarchie führte laut der damaligen Machthaber auch unweigerlich ins Chaos - Und?
Eine sozialistische Demokratie zielt darauf ab, dass dem Privateigentum an Produktionsmitteln UND Grund und Boden Grenzen gesetzt werden, dass sich der Genossenschaftsgedanke durchsetzt (man hat ja in den 50- er Jahren mit den Wohnungsbaugenossenschaften die besten Erfahrungen gemacht) usw. WENN per Gesetz festgelegt würde, dass man z. B. Boden zwar nutzen aber nicht besitzen kann, wäre das schon mal ein guter Anfang.
Ich könnte hier noch hunderte Beispiele anführen. Voraussetzung wäre aber, dass zunächst die Macht der Großkonzerne, die die gesamte Welt ausbeuten und mit ihrer unersättlichen Gier an den Rand des Abgrundes bringen, gebrochen wird - und das weltweit. Kein Mensch, der sozialistisch eingestellt ist, denkt daran, z. B. den Installateur oder auch die Werkzeugfabrik, die vor Ort noch ein paar hundert Leute beschäftigt oder den privaten Häuslebauer zu enteignen.
  • 24.11.2017, 09:46 Uhr
  • 24.11.2017, 10:04 Uhr
Quatsch Heidi. Wenn Du willst, können wir in diesem Ton fortfahren. Aber lieber nicht.
Ihr Sozialisten seid euch gar nicht bewusst, dass große Ideen nicht durch Kollektive (Genossenschaften) entstanden sind, sondern durch Einzelpersonen.
1906 Max Diekmann aus Deutschland: Fernsehen
1837 Charles Babbage und Ada Lovelace aus England: Computer
1880 Thomas Edison aus USA: Glühlampe
1876 Alexander Bell aus USA: Telefon
1458 Johannes Gutenberg aus Deutschland: Buchdruck
1903 Gebrüder Wright aus USA: Flugzeug
Man würde diese Leute heute als Start ups bezeichnen. Haben sie Erfolg und entwickeln ein großes Unternehmen, würdet ihr Sozialisten sie gleich enteignen. Wo bleibt da die Motivation, Gesundheit und Arbeitskraft einzusetzen, wenn am Ende Bürokraten die Erfindung einschließlich der Sachgüter übernehmen?
  • 24.11.2017, 11:23 Uhr
Dass viele dieser Menschen von ihren Erfindungen NICHT profitiert haben, ist dir wohl entgangen:
-Gutenberg: von Kreditgebern um seine Druckerei gebracht und enteignet.
-Dieckmann und Babbage waren Wissenschaftler, die zwar bedeutende Erfindungen gemacht haben, sie aber nicht vermarktet haben.
-Bell hat vermutlich das Patent für das Telefon bekommen, obwohl es eine bessere Erfindung gab, weil er Beamte im Patentamt bestochen hat.
-Edison hat von allen, die mit ihm zusammen gearbeitet haben, am meisten gearbeitet, 70 und mehr Stunden in der Woche und fast sein gesamtes erarbeitetes Vermögen in eigne Unternehmen gesteckt, die pleite gingen.
Erfinder sind nur selten gute Geschäftsleute: Gates und Zuckerberg machen da eine Ausnahme.
Wie Teamwork funktioniert, kannst du an der internationalen Raumstation ISS sehen, an deren Aufbau und Betrieb tausende Wissenschaftler, Ingenieure, Astronauten aus der ganzen Welt beteiligt waren und noch sind.
  • 24.11.2017, 15:37 Uhr
Heidi, Du solltest genauer lesen. Ich schrieb "Haben sie Erfolg und entwickeln ein großes Unternehmen, würdet ihr Sozialisten sie gleich enteignen.
Dass Erfinder nicht immer die besten Unternehmer sind, ist hinlänglich bekannt. Dafür gibt es private Geldgeber, die das Risiko nicht scheuen, und ihr Geld investieren, weil sie an den Erfinder glauben.
Das würde keine Genossenschaft und kein Politiker machen, da sie nicht riskieren können, Geld zu verlieren.
Dein Beispiel ISS-Raumstation gefällt mir gut. Es passt ins Thema, da hier Millionen Steuergelder ausgegeben wurden, in diesem Fall sogar für einen guten Zweck. Da seid ihr Sozialisten stark.
Aber ihr hättet kein Geld geben, wenn Bill Gates euch angesprochen hätte, um Software zu entwickeln. Denn Politiker und Bürokraten waren seinerzeit gar nicht in der Lage, diese Innovation zu verstehen. Hier war ein Unternehmer am Werk, der Visionen hatte, und damit das größte Software-Unternehmen der Welt aufbaute.
Von mir aus kannst Du an den Sozialismus glauben, wie die Christen und Moslems an Gott. Aber ihr alle seid in der schwierigen Lage, keinen Beweis für die Funktion bzw. die Existenz zu erbringen!
  • 24.11.2017, 17:36 Uhr
"Ihr Sozialisten" gefällt mir gar nicht. Du bist ja sicher auch kein Großkapitalist.
Wie gefällt dir denn z. B. jener O-Ton vom obersten Boss von Nestlè in der schönen Schweiz?: "Das Trinkwasser wird knapp - also Hände auf die Quellen!" Ist doch so ein richtig toller, verantwortungsbewusster Unternehmer. Er hat auch schon angefangen. Afrikanische Diktatoren bekamen ein paar Millionen für die Wasserrechte und die Einwohner dürfen nun dreckiges Flusswasser saufen.....
Von den Skandal, afrikanischen Frauen weiszumachen, ihre Muttermilch sei belastet und ihnen Proben von Babynahrung zu "schenken", bis die Milch versiegt war und die Frauen die Babynahrung nicht bezahlen konnten und die Kinder verhungerten, ganz zu schweigen . So sieht der Kapitalismus heute aus. Um das zu ändern, braucht man niemanden "enteignen". Es gehören nur Gesetze her, dass eine Straftat eben eine Straftat ist. Und neben der Strafe ist natürlich auch Schadenersatz fällig. Darunter fällt auch die Spekulation mit Lebensmitteln. Dann würde es nämlich zwangsläufig so etwas wie eine Wirtschaftsethik wieder geben und kein Mensch würde interessieren, ob an Microsoft Bill Gates (der übrigens einen Großteil seines Vermögens ständig spendet) oder Genossenschaft dran steht.
....
  • 24.11.2017, 21:36 Uhr
PS: Hätte jemand vor 800 Jahren den Adligen auf ihren Burgen gesagt, dass die Bürger in den Städten sie bald überflügeln würden, hätten die das auch nicht geglaubt.
Das ist auch nicht an einen Tag passiert.
  • 24.11.2017, 21:40 Uhr
Die öffentlichen Einrichtungen wie Wasser/Abwasseranlagen, Krankenhäuser, Pflegeheime, Stromerzeuger und Gefängnisse gehören absolut nicht in Privathand, sondern sind nicht da um Profit zu machen, sondern den Menschen das Leben erträglicher. Da bin ich schon dafür dies zu enteignen. Und Überhaupt wir können jetzt noch so viele Beispiele wo es angebracht wäre und wo nicht bringen, Fakt ist eins, dieser ungezügelte und imperiale Raubkapitalismus wird uns noch umbringen wenn er sich weiter ungehemmt ausbreiten kann.
  • 25.11.2017, 07:39 Uhr
Marx und Engels wollten die "Diktatur des Proletariats". Ich bin generell gegen Diktatur. Aber durch die Hintertür haben wir zwischenzeitlich die Diktatur des Kapitals, gegen die selbst die demokratischsten Regierungen machtlos sind.
Der hochgekochte Dieselskandal ist nur die Spitze eines Eisbergs einer weltweiten Kapital-Mafia.
  • 25.11.2017, 09:05 Uhr
Heidi, ich freue mich, dass Du nicht zu den Sozialisten gezählt werden möchtest. Deshalb werde ich in Zukunft darauf verzichten.
Gleichzeitig stimme ich Dir zu, dass unter gewissen Politikern, Unternehmern, Bürokraten und Staaten eine monströse Gier herrscht, die unsere Gesellschaften nachhaltig zerstören können.
Seit einigen Jahren kaufen Investoren aus Saudi-Arabien, Katar, Indien, China, Europa oder den USA große Land- Flächen auf. Seit der Jahrtausendwende wurden bis zu 134 Millionen Hektar Land in Afrika erworben - das entspricht in etwa der Größe Deutschlands, Frankreichs und Großbritanniens zusammen. Eine neue Kolonialzeit bricht an!
Auch Deine Beispiele zählen dazu. Egal, ob Staaten, Konzerne oder Personen, es zählt nur das eigene Interesse.
Das ist aber kein Problem der Wirtschaftsordnung, sondern ein Problem der Gesetzgebung. Und wie wir wissen, ist die Bekämpfung von Korruption in den meisten Staaten ein Problem.
Jetzt noch einmal zum Sozialismus. Warum sollten die Menschen durch eine andere Wirtschaftsordnung plötzlich besser werden?
Deshalb, genieße den Tag, denn morgen könnte es schlimmer werden.
  • 25.11.2017, 09:16 Uhr
So schlimm ist es nun bei uns auch wieder nicht - verglichen mit früheren Zeiten. Meine Großeltern haben sich noch krumm schuften müssen.
Ich hätte gern wieder eine lupenreine SOZIAL-DEMOKRATISCHE (Betonung auf dem 2. Wort) Partei. Mal sehen, wie sich die Linken entwickeln.
  • 25.11.2017, 09:54 Uhr
Oh, ich empfinde die weltpolitische Lage ziemlich schlimm.
Ob die Sozialdemokraten und Die Linken zum Zuge kommen, wird die Zukunft entscheiden. Im Moment fährt der Zug in Europa und Deutschland mehr in die rechte Richtung.
  • 25.11.2017, 10:45 Uhr
Das mit der rechten Richtung stimmt - leider.
Aber was die weltpolitische Lage betrifft: Sage mir doch einmal, WANN sie besser war. Vielleicht in der Bronze-Zeit, wo es wohl Epochen friedlichen Handels gab. Ansonsten hat in Europa bisher jede Generation - bis auf unsere - einen Krieg oder eine blutige Revolution am eignen Leibe erfahren müssen. Unsere Eltern und Großeltern wussten bloß noch nichts von den Konflikten am anderen Ende der Welt.
  • 25.11.2017, 15:06 Uhr
Warum leider Heidi? In einer Demokratie entscheidet nun einmal die Mehrheit der Wähler und, wie Du schreibst, bist Du eine Demokratin.
Also akzeptiere diese Entscheidung der Wähler. Du kannst ja versuchen, sie vom demokratischen Sozialismus zu überzeugen.
Insgesamt bin ich über die Zukunft der Menschheit pessimistisch, obwohl mir das in Bezug auf mein Alter eigentlich egal sein kann. Die Aggressionen werden immer heftiger und durch den weltweiten Informations-Austauch auch transparenter. Möglicherweise endet das in einem Armageddon?
  • 25.11.2017, 19:37 Uhr
Der Mensch hat nun mal einen Selbsterhaltungstrieb. Aber es sollte sich, nach hunderttausend Jahren Entwicklung der Menschheit langsam herumgesprochen haben, dass alle besser fahren, wenn man sich zusammentut und jeder seine persönlichen Talente einbringt und man die "Früchte" gemeinsam erntet. Wenn aber, wie so häufig, einige mit Gewalt versuchen, andere dazu zu missbrauchen, ihren Egoismus und ihre Gier zu befriedigen, so sollte sich doch auch herumgesprochen haben, dass diejenigen sich selbst in Gefahr begeben, weil sie sich den Hass und die Rachegedanken der Unterdrückten zuziehen.
Was die Demokratie betriff: Demokratie und Rassismus und Menschenfeindlichkeit schließen einander aus. Jeder demokratische Staat muss den Menschenrechten oberste Priorität einräumen.
  • 25.11.2017, 22:28 Uhr
Knapp die Hälfte aller Staaten ist demokratisch organisiert. Allerdings mit unterschiedlichen Kriterien.
Polen und Ungarn zeigen negative Entwicklungen.
Und die Korruption ist auch fatal. Werte von 2016: Dänemark ist mit Platz 1 praktisch korruptionsfrei. Deutschland liegt auf Platz 10. Frankreich Platz 22, Polen Platz 29, Ungarn Platz 57, Griechenland Platz 69. Traurig, traurig...
  • 26.11.2017, 08:56 Uhr
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