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RECHTS hat keine Vorfahrt

RECHTS hat keine Vorfahrt

28.12.2017, 11:37 Uhr
Beitrag von wize.life-Nutzer

Es hatte doch einige Jahre gedauert, bis sich die Deutschen mit dem Verbrechern der Nationalsozialisten auseinandersetzten. Heinrich Böll galt Anfang der 50 er Jahre noch als Netzbeschmutzer, weil er über den furchtbaren Krieg schrieb. Martin Walser war einer der ersten Intellektuellen, die sich mit Auschwitz beschäftigten. Er beobachtete die Auschwitzprozesse in Frankfurt. »Wir scheuen die Anstrengung, Auschwitz als ein sinnloses, nie mehr zu sühnendes Morden in unser Bewusstsein aufzunehmen«, schrieb er in dem Essay „Unser Auschwitz“ vom 13. / 14./ März 1965. Auschwitz geht uns alle etwas an. Das stellt schon die Überschrift in den Mittelpunkt. Die nationalsozialistischen Verbrechen können nicht auf einzelne SS-Chargen abgewälzt werden, meinte Walser, und Auschwitz mit Dantes Inferno zu vergleichen sei fast eine Frechheit, denn das Konzentrationslager ist keine christliche Hölle, in der die Sünden von Schuldigen gesühnt werden. Weil das Verbrechen unaussprechlich war, verflüchtete man sich in christliche Mythen, anstatt zu erkennen, »die Folterer waren keine phantastischen Teufel, sondern Menschen wie du und ich.« Walser beschreibt es ganz nüchtern und realistisch: »Auschwitz ist … eine Anstalt, die der deutsche Staat mit großer Folgerichtigkeit entwickelte zur Ausbeutung und Vernichtung von Menschen.« Dieser Satz hört sich viel furchtbarer an, als wenn man von Teufeln und Hölle spricht. Diese Wahrheit tut einfach nur weh. (»Unser Auschwitz« in Walser,»Ewig aktuell«).

Götz Kubitschek kommt aus den Reihen der »Jungen Freiheit« (JF), einer 1986 gegründeten Wochenzeitung, die sich im Grenzbereich zwischen konservativ und rechtsextrem bewegt.
Gemeinsam mit Karlheinz Weißmann gründete er im Mai 2000 die Denkfabrik der Neuen Rechten, das »Institut für Staatspolitik« (IfS) in seinem Anwesen in Schnellroda (Thüringen). Dazu inspiriert hatte ihn die erfolgreiche Ausstellung des Hamburger Institutes für Sozialforschung (HIS) über den „Vernichtungskrieg. Verbrechen der Wehrmacht 1941 -1944“, Konzipiert wurde die Ausstellung vom Institutsgründer Jan Philipp Reemtsma und Hannes Heer (Andreas Speit, Seite 117). Die Ausstellung klärte die breite Öffentlichkeit darüber auf, was in Fachkreisen längst bekannt war. Wehrmachtsoldaten hatten Kenntnis von der Vernichtung europäischer Juden und der russischen Zivilbevölkerung Kenntnis und waren daran auch beteiligt. Kubitschek behauptete in einem Schreiben vom 01. Juni 2000, die Wehrmachtsausstellung habe »im Zuge der Kulturrevolution von 1968 den letzten Rest seines politischen Selbstbehauptungswillen verloren. Positives Nationalbewusstsein und der Glaube an die Zukunft der eigenen Nation (werde) jungen Menschen systematisch ausgetrieben.«
Kubitschek gründete auch den Antaios-Verlag, der Hausverlag der Neuen Rechten, in dem inzwischen der ehemalige Katzenkrimi Autor Akif Pirinçci sein neues zu Hause gefunden hatte, nachdem er von der Verlagsgruppe Random House an die Luft gesetzt wurde, weil er sich in seiner Rede zum einjährigen Jubiläum von Pegida in Äußerungen verstieg, die als Verharmlosung des Holocaust verstanden wurden. Bei Antaios veröffentlichte er ein Buch über »Umvolkung - Wie die Deutschen still und leise ausgetauscht werden.«, und schwimmt damit auf der Welle der Rechtsideologen.

.Im Jahre 2000 erscheint das Buch »Die IQ-Falle: Intelligenz, Sozialstruktur und Politik« des Leipziger Genetikers Volkmar Weiss. Er vertritt eine genetische Vererbungslehre, die der nationalsozialistischen Vererbungstheorie sehr nahe kommt. Der Autor behauptet, Intelligienzunterschiede werden maßgeblich durch die Variation eines Gens und durch die Mendelsche Vererbungslehre begründet. Weiss beklagt den »Verfall der nationalen Begabung.«. Schuld daran seien nach seiner Vorstellung türkische Migranten, die auch die Pisa-Studie negativ beeinflusst hätten. Mit Volkmar Weiss schließt Thilo Sarrazin Schulter an Schulter, wenn er behauptet, »geistige Fähigkeiten unterliegen den Mendelschen Gesetzen.« ( Sarrazin, pos. 5540). Seine Forderung: »Mehr Kinder von den Klugen, bevor es zu spät ist.« (Sarrazin, pos. 5257) ist schlichtweg Unfug und fußt auf Rassentheorien des 19. Jahrhunderts. So behauptete der Schriftsteller Arthur Grobineau, für die kulturelle Entwicklung sei es entscheidend, dass sich fortschreitende Völker in ihren Rasse-Eigenschaften von anderen unterscheiden, und die Vermischung der Rassen führe zum Niedergang (»Versuch über die Ungleichheit der Menschenrassen«, 1853-1855) und der britische Naturforscher Francis Galton (1822-1911) führte den Begriff »Eugenik«, diese Lehre sich dem Ziel setzt, durch Zucht positiv angesehene Erbanlagen zu vergrößern. Auf einer Veranstaltung im Juni 2010 bekannte Sarrazin: »Wir werden auf natürlichem Wege durchschnittlich dümmer«. Das liege seiner Meinung daran, weil viele Menschen mit wenig Bildung einwandern.
Thilo Sarrazin bezieht sich indirekt auf wissenschaftlich unhaltbare Rassentheorien aus dem 19. Jahrhundert, wenn er schreibt: »Der Umstand, dass bei unterschiedlicher Fruchtbarkeit von Bevölkerungsgruppen unterschiedlicher Intelligenz eugenische oder dysgenische Effekte auftreten können, wird daher nicht mehr grundsätzlich bestritten.« (Sarrazin, pos. 1449)

Die Anschläge vom 11. September 2001 brachte das Dass schon zum überlaufen. Mit einem Mal fackelte die Wut gegen Muslime. Nicht jeder war bereit zwischen dem Islam und dem fundamentalem Islam der Dschihadisten zu unterscheiden. In der Schrift »Die Wut und der Stolz«, eine Reaktion auf die Anschläge auf die Twin-Towers, richtet die sonst angesehene Autorin Oriana Fallaci eine Kriegserklärung an die Religion des Islam. Sie ruft den Westen zu einem Widerstand gegen den gegen den Dschihad auf und meint nicht nur die wenigen Terroristen, sondern den Islam als Massenbewegung. Der Dschihad »wird die Welt zerstören … anstelle von Kirchenglocken ruft dann der Muezzin, anstelle der Miniröcke tragen wir den Tschador … anstelle eines kleinen Cognacs trinken wir Kamelmilch.« (vgl. Seite 82 – 87).
Die Bewegung der Neuen Rechten ist auf diese Befürchtungen aufgesprungen und schürt die Ängste vor der (angeblichen) Islamisierung Deutschlands. Seit 2004 geistert der Blog pi – news mit Islamhass im Netz.
Götz Kubitschek gründete den Sezession – Blog. Unten den Autoren dieses Formates findet sich auch Martin Sellner, der als einer der führenden Initiatoren der rechtsextremen »Identitären Bewegung» in Österreich gilt. Gemeinsam mit Björn Höcke (AfD / Thüringen) pflegt er gute Beziehungen zu Kubitschek. Diese Bewegung wird vom Verfassungsschutz als Extrem eingestuft, weil die Gruppe "Zuwanderer islamischen Glaubens oder aus dem Nahen Osten in extremistischer Weise diffamiert".

In einem Statement der Identitären heißt es:

»Ihr habt Vergewaltiger beklatscht und den Terror nach Europa geholt. Durch eure Ignoranz und Heuchelei mussten Menschen sterben. An euren Händen klebt das Blut von Bataclan und Brüssel.«
Das ist der unfrohe Hetzjargon rechtslastiger Köpfe: Muslime raus aus unserem Land.

Die Identitären sind die jungen Neuen Rechten, die einen Ethnopluralismus vertreten, und eine »biologisch begründeten Einheitlichkeit einer Volks- und Abstammungsgemeinschaft aus und strebt die kulturelle „Reinhaltung“ der Gesellschaft von äußeren Einflüssen an, die als „fremd“ oder gar „feindlich“ definiert werden.«
Damit hinken sie den Nationalsozialisten kaum hinterher. Die Spiegel-Journalistin Melanie Amann schreibt, Kubitschek habe der Identitären Bewegung in Deutschland Leben eingehaucht. (vgl. Amann, Pos. 1149). Dass sie keinen Unterschied zwischen Terroristen und dem Islam als Religion machen, gehört zu ihrem Hetzprogramm.

Mit dem Aufkommen der AfD hat die Neue Rechte ein politisches Auffangbecken gewonnen. Götz Kubitschek wollte ursprünglich mal Parteimitglied werden. Damals schickte Bernd Lucke entsetzt ein Schreiben an seine Vorstandskollegen:
»Bei Pegida und bei Legida ist Kubitschek im schwarzen Hemd und offener brauner Uniformjacke aufgetreten. Ein Narr, wer darin nicht eine bewusste Anspielung auf die faschistischen Bewegungen im Europa der zwanziger und dreißiger Jahre sieht.«

Bernd Lucke würdigte aber Thilo Sarrazin, er habe »mit seinem Buch auf wichtige Missstände in Deutschland hingewiesen.« (Andreas Speit, Seite 244).

Das »Handelsblatt« berichtete:

»Laut dem Thüringer Verfassungsschutz-Chef Kramer gibt es direkte Kontakte zwischen AfD-Akteuren und Rechtsextremisten. „Einzelne Kenn- und Treffverhältnisse von Rechtsextremisten und Mitgliedern der AfD sind bekannt“, sagte der Verfassungsschützer. „Entscheidend ist die Frage, ob die AfD von solchen Rechtsextremisten möglicherweise unterwandert und dann maßgeblich gesteuert wird.“ Hierfür seien derzeit in Thüringen keine tatsächlichen Anhaltspunkte erkennbar.«

Am 03. November 2017 schrieb Jörg Meuthen auf dem Rechtskonservativblatt Journalistenwatch einen Beitrag zum Thema: »Es droht eine Chaosregierung«. Die Überschrift ist sicher bewusst angstschürend gewählt. Das wundert kaum. Dieses Jouquatsch ist eine z.Zt. beliebte Plattform der Neuen Rechten, mit Kuschelkurs zur Islamkritik und weichgespültem AfD-Rechtspopulismus. Die Bundesregierung wird dort gerne als »linksgrünes Regime bezeichnet, das an der Zersetzung der staatlichen Ordnung arbeite.«
Allerdings ist es eher umgekehrt der Fall: Jörg Meuthen will »die ganze Regierung Merkel rückstandsfrei entsorgen.«

Aus diesem Zitat lässt sich ableiten, dass diese Partei nicht daran interessiert ist, mit den Regierungsparteien vernünftig zusammenzuarbeiten. Für die Rechtsnationalen »hat Merkel das Volk verraten und verkauft, und noch weiter rechts sieht man eine „Diktatorin“ eine „Umvolkung“ betreiben, an deren Ende die Deutschen „fremd im eigenen Lande“ sein werden«, schreibt Melanie Amann (Pos.1063). Die Bundeskanzlerin wird zur Hassikone verunglimpft. Mehr als 1000 Anzeigen wegen Hochverrats sind bei der Bundesanwaltschaft in Karlsruhe eingegangen. Überwiegend stammen sie aus AfD-Kreisen. Die meisten benutzten dafür einen vorgefertigten Text des rechtskonservativen Compact – Magazins. Es besteht aber kaum eine Chance, dass daraus Klagen werden. Es geht den Rechten um ein Feindbild, was sie verteufeln können und zu verkünden, sie alle, die Populisten, hätten eine Lösung. Die haben sie aber nicht. Der Politikwissenschaftler Jan Werner Müller von der Princeton University beschreibt das wie folgt:
»Populisten erheben den Anspruch, als Einzige das wahre Volk zu vertreten. Wettbewerber um die Macht und alle Bürger, welche die Populisten nicht unterstützen, werden verteufelt.« (zitiert in Amann, Pos. 1378)

Mit ihrem Ethnopluralismus und falsch verstandener Heimatliebe wollen die Neuen Rechten unseren demokratischen Staat zersetzen. Sie versuchen es insbesondere auch in sozialen Netzwerken und freuen sich um jede Verlinkung ihrer rechtskonservativen Seiten.
»Auch in Deutschland profitieren rechtspopulistische Newsportale von der aktuellen politischen Stimmung. So besuchen laut SimilarWeb mehr als 2,5 Millionen Menschen die Internetseite der nationalkonservativen Wochenzeitung Junge Freiheit (JF) – jeden Monat. Die Besucherzahlen auf anderen rechtspopulistischen und rechten Internetseiten geben ebenfalls Anlass zur Sorge. Die JF gehört neben den PI-News (bis zu 4,4 Millionen NutzerInnen pro Monat) oder dem Compact-Magazin (bis zu einer Million) zu den Meinungsmachern in der nationalkonservativen und rechten Szene. Beobachter gehen davon aus, dass mehr als 1600 Blogs und Webseiten in diesem Milieu online sind. Auch wenn sie sich inhaltlich und optisch zum Teil stark unterscheiden, ihr gemeinsames Ziel: Sie wollen das Meinungsklima in Deutschland nach rechts verschieben.«

Wer solche Seiten verlinkt, handelt bewusst oder unbewusst undemokratisch.

André Poggenburg (AfD, Sachsen-Anhalt) mit den Rechtsextremisten Kubitschek und Jürgen Elsässer. Im Hintergrund Plakat vom rechtskonservativen Blog Compact


Quellen

Melanie Amann: Angst für Deutschland – Die Wahrheit ber die AfD: wo sie herkommt, wer sie führt, wohin sie steuert, 2017, Droemer Verlag, München, e-book.

Oriana Fallaci: Die Wut und der Stolz, 2002, zweite Auflage, List, München

Thilo Sarrazin: Deutschland schafft sich ab – Wie wir unser Land aufs Spielo setzen, DVA e-book, 12. Auflage 2010

Andreas Speit: Bürgerliche Scharfmacher – Deutschlands neue rechte Mitte – von AfD bis Pegida, 2016, Orell Füssli Verlag, Zürich, e-book.

Martin Walser: Ewig aktuell – Aus gegebenem Anlass, rowohlt e – book, 2017, Hamburg

Quellen zu rechtskonservativen Seiten wurden nicht verlinkt.
Stattdessen verlinke ich das
"Dossier Rechtspopulismus" der Bundeszentrale für politische Bildung

90 Kommentare

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"Der Schoß ist fruchtbar noch, aus dem das kroch."
  • 31.12.2017, 02:32 Uhr
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Hier wurde ein Kommentar durch den Ersteller entfernt.
  • 30.12.2017, 21:48 Uhr
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ich hab die Tage Schindlers Liste mal wieder gesehen. Noch Fragen?
Wehret den Anfängen!
  • 29.12.2017, 13:17 Uhr
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Ich finde solche Vergleiche zwischen Weimarer Republik und der aktuellen Situation einfach völlig daneben. Das vor allem, wenn man es für spezielle poltische Zwecke nutzen will.
  • 29.12.2017, 11:03 Uhr
Und was sagst du zu den Neuen Rechten?
  • 29.12.2017, 11:04 Uhr
Ich mag keine Extremisten - weder linke noch rechte und eigentlich generell diese Einteilung in links-rechts-Schubladen nicht.
  • 29.12.2017, 11:05 Uhr
manches erinnert schon an die dunklen Zeiten damals.
  • 29.12.2017, 11:06 Uhr
Das magst du ja so sehen, ich sehe da eben keine Zusammenhänge und finde es bedauerlich, wenn diese immer wieder konstruiert und zur Meinungsmanipulation benutzt werden.
So etwas schürt Ängste, befördert Konfrontation - und genau das wird doch immer den anderen vorgeworfen.
  • 29.12.2017, 11:08 Uhr
Dass sich der Geist der Rassentheorie im neunzehnten Jahrhundert in der Forschung des Genetikers Volkmar Weiss und in manchen Aussagen von Thilo Sarazzin wiederspiegelt ist nicht von der Hand zu weisen. Ethnopopulismus ist nur ein verniedlichtes Wort und erinnert zumindest an die NS-Zeit. Das hat überhaupt nicht etwas mit Meinungsmanipulation zu tun, sondern sind schlichtweg Schlussolgerungen. Der bekannte Antisemitismusforscher Wolfgang Benz, sieht in den Verschwörungstheorien über die Weltherrschaft der Muslime eine Verbindung zu den Weltverschwörungstheorien, die man den Juden aufgelegt hat.

Literatur: Wolfgang Benz, Die Feinde aus dem Morgenland _ Wie die Angst vor den MUslimen unsere Demokratie gefährdet.

Es liegt in der Natur der Sache, dass sich Anhänger und Sympathisanten der Neuen Rechten sich diesen historischen Verbindungen immer verschließen werden.
Anderen Menschen, die sich dieser Gruppierungen nicht zuordnen, empfehle ich das Buch von Benz sehr.
  • 29.12.2017, 11:33 Uhr
Hier wurde ein Kommentar durch den Eigentümer des Inhalts entfernt.
Für einen Angeblichen Buddhisten eine ganz miserable Vorstellung, MMS!!!
Pfui Daibel
  • 29.12.2017, 16:18 Uhr
Du reihst dich immer mehr ein in die psychiatrisch sehr auffälligen hier im Thread
  • 29.12.2017, 16:20 Uhr
Hannes, wenn du nicht meine Religionszugehörigkeit oder Weltanschauung kennst, dann rede lieber von was anderem. Außerdem ist das nicht das Thema meines Beitrages.

Verunglimpfungen durch psychiatrische Ferndiagnosen ist nicht neu. Eine Methode von so manchem Populisten, um Meinungsgegner mürbe zu machen.
  • 29.12.2017, 16:52 Uhr
Ich habe die Schnauze gestrichen voll von diesem Linksradikalismus und diesem Populisten-Geschwafel, dieser Hetze gegenüber Andersdenkender, dieser Stetige Versuch einen Keil in die Gesellschaft zu treiben, die Bürger gegeneinander aufzuhetzen, Bürgerkriegsartige Verhältnisse herbeizuführen !!!

Von Demokratie hast du nichts am Hut!

Rote Karte an alle Hetzer und Fanatiker, sowohl von links als auch von rechts
  • 29.12.2017, 17:12 Uhr
Um Linksradikalismus ging es in meinem Beitrag nicht, aber ich mag das auch nicht.

Gehetzt habe ich nirgendwo, da musst du etwas falsch verstanden haben.

Populismus ist Schwafelei. So falsch ist das gar nicht.

Mit deinem letzten Satz bin ich einverstanden.
  • 29.12.2017, 17:37 Uhr
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Da kann einem ja angst und bange werden .
  • 29.12.2017, 10:48 Uhr
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Hervorragender Beitrag, Maddin...danke dafür.
  • 29.12.2017, 10:47 Uhr
Mache ich doch gerne.
  • 29.12.2017, 10:49 Uhr
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im Straßenverkehr gilt immer noch rechts vor links das konnte ich mir jetzt nicht verkneifen, immer dieses herumgereite auf die Vergangenheit, deswegen muss die Zukunft nicht baden gehen, heißt im Klartext: Wir müssen uns nicht verbiegen bis zur Selbstaufgabe, das ist Schwachsinn
  • 29.12.2017, 05:49 Uhr
Du hast den Artikel gelesen
  • 29.12.2017, 10:49 Uhr
Ja hab ich und denke das hier einfach der Geist der Vergangenheit heraufbeschworen wird und mal alles wieder als rechts verteufelt wird was klar gegen grenzenlose Aufnahme von Migration ist. Wir sind nicht das Sozialamt der Welt das jeden aufnehmen und durchfüttern muss
  • 29.12.2017, 11:03 Uhr
Du solltest den Artikel tatsächlich noch mal ganz in Ruhe lesen ,vielleicht fällt dir ja dann was auf.
  • 29.12.2017, 11:20 Uhr
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Gut recherchiert, aber nicht selbst erlebt.
Es ist schwierig, diese Nazizeit von der nachfolgenden Generation
richtig einschätzen zu können.
Meine Eltern waren nicht in der Partei und mussten deshalb viele
Nachteile in Kauf nehmen. Mein Vater wurde sofort zum Kriegs-
dienst eingezogen und kam bei Kriegsende verwundet nach Hause.
Auch die Judenverfolgung haben wir hautnah miterlebt, da sehr
vielen Nachbarn jüdischen Glaubens waren . Meine Mutter wurde
angezeigt, da sie diesen Menschen geholfen hat .
Mir wird Angst, wenn ich auch hier lese, wie gehetzt wird und
viele Rechtspopulisten das Wort ergreifen.
  • 28.12.2017, 20:06 Uhr
Ja es ist zum gruseln.
  • 29.12.2017, 10:50 Uhr
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@Martin, wie immer focussierst Du Dich auf die Neuen Rechten im Lande, andere Probleme gibt es nicht. Negiert wird, dass große Teile der Menschen sich innerlich von diesem Land, der Politik und den veröffentlichen Medien verabschiedet haben . Ich wundere mich nur, dass die AFD nicht mehr als 12% bekommen hat. Nazis werden von Euch gemacht! Aber damit will ich mich jetzt nicht beschäftigen. Ich bin, anders als Du, Zeitzeuge der Nazizeit und alt genug, die Nazizeit im Krieg persönlich verstehen und einordnen zu können. Dabei muss ich zugeben, dass mein Nazibild einseitig geprägt ist, da meine Eltern Nazigegner unter Lebensgefahr waren. Es kamen viele Leute zu uns, aber niemals Menschen, die dem Bild entsprachen, wie Du das versuchst immer darzustellen. In den Kriegsjahren haben die Nazis auch gegen die eigene Bevölkerung schlimmen Terror ausgeübt. Man war eine verschworene Gemeinschaft und wenn die Nazis gegen einen Bürger ermittelte wegen irgendwelcher Äußerungen, hat man sich gegenseitig geschützt. Ein Sohn eines Nachbarn hatte sich freiwillig zur SS gemeldet, die Familie war in unserem Ort stigmatisiert. Ich habe als Kind die Judentransporte aus Holland gesehen. Das gehört zu den schlimmen Erinnerungen meiner Kindheit. Immer wieder wurde in unserem Haus die Frage diskutiert, was passiert mit den ganzen Juden? Ein Onkel von mir erzählte auf Heimaturlaub von der Front, ein Kammerad hätte ihm erzählt, die Juden würden alle vergast. Aber selbst meine Eltern als Nazihasser haben solch eine Ungeheuerlichkeit nicht geglaubt. Meine Eltern waren Nazigegner aus ihrer wertkonservativen Einstellung heraus. Für sie waren die Nazis wertelose Kollektivisten, bei denen das Leben des Einzelnen keinen Wert hatte, sondern nur das Kollektiv, das Volk. Sicher sind meine Erfahrungen in der Nazizeit selektiv und andere werden andere Erfahrungen gemacht haben. Ich wehre mich nur dagegen, dass Menschen, die die Nazizeit nicht erlebt haben, uns die Nazizeit erklären müssen!
  • 28.12.2017, 19:02 Uhr
Ich denke nicht, dass der Notizeneinsteller andere, als die Probleme mit "Rechts"... hier im Lande nicht berücksichtigen würde und sich damit nicht beschäftigen würde. Wie kommst du auf diese Einschätzung, Maddin derartige Einseitigkeit zu unterstellen?
  • 29.12.2017, 10:49 Uhr
wize.life-Nutzer aber du hast die Nazizeit aber erlebt, Waurm wehrst du dich gegen den gut recherchierten Artikel
  • 29.12.2017, 10:53 Uhr
wize.life-Nutzer, wenn du in Holland die Judentransporte miterlebt hast, dann müsstest du doch heute aufgrund deiner Erfahrung deine Stimme gegen Flüchtlingshetze erheben. Erfahrung macht klug, heißt ein Sprichwort.

Heutzutage diskutiert man auch über die Französische Revolution oder über die Demokratie in Athen, auch wenn es heute keine Zeitzeugen mehr gibt.
  • 29.12.2017, 11:17 Uhr
  • 29.12.2017, 16:02 Uhr
Wenn einer gegen die Menschen hetzt, erhebe ich meine Stimme. Wenn einer die Probleme der grenzenlose Zuwanderung thematisiert und dafür in die Naziecke gestellt wird, auch. Genau das passiert hier in diesem Beitrag. Die Flüchtlingspolitik von Merkel wird moralisch überhöht und alle Kritiker zu Nazis erklärt. Die Flüchtlingspolitik von Merkel war überhaupt nicht moralisch. Der Deutsch-Libanese Imad Karim schreibt:
>>>>Heute verstehe ich nicht, was sich hier vor meinen Augen abspielt. Ich verstehe den Sinn dieser offenen Grenze nicht. Warum ermutigt man Menschen, dass sie aus ihren Heimatländern fliehen und somit entwurzelt in Deutschland ankommen? Warum hilft man den Menschen vor Ort nicht oder hat ihnen nicht rechtzeitig geholfen? Wo waren die Humanisten unter uns, als das UN-Welternährungsprogramm die Gelder für die syrischen Flüchtlinge in den bereits existierenden Unterkünften kürzte? Ein Bruchteil des Geldes, das heute für die Angekommenen ausgegeben wird, hätte gereicht. Und warum glaubt die Mehrheit der Gesellschaft, dass sie in der Lage ist, diese Millionen Menschen, deren Sozialisierung eigentlich bereits abgeschlossen ist, hier resozialisieren zu können? All das ist eine neue Form des Kulturkolonialismus – arrogant, ignorant, fahrlässig und keinesfalls human. Wer es schafft, der bekommt Geld und Unterkunft von den Deutschen. Wer unterwegs umgefallen oder im Mittelmeer ertrunken ist, hat halt Pech gehabt. Das versuchen uns die Medien als Humanität zu verkaufen.<<<<
Dem habe ich nichts hinzuzufügen!
  • 29.12.2017, 16:08 Uhr
Nochmal, niemand erklärt Kritker pauschals zu Nazis ,das tun sie von ganz alleine. . Wer denkt und handelt wie ein Nazi der muss sich die Bezeichnung schon gefallen lassen. #ch zieh mir auch nur die Schuhe an die mir passen.
Ich habe nur mal eine Frage:" was hättest du denn mit den Menschen gemacht? Sie zuück ins Meer geschickt ,oder was ."
  • 29.12.2017, 16:14 Uhr
wize.life-Nutzer sagt "Wenn einer die Probleme der grenzenlose Zuwanderung thematisiert und dafür in die Naziecke gestellt wird, auch. Genau das passiert hier in diesem Beitrag. Die Flüchtlingspolitik von Merkel wird moralisch überhöht und alle Kritiker zu Nazis erklärt."

Es ist richtig, dass ich den Bogen zu den Nazis geschlagen habe, dazu stehe ich auch. Wenn meine Argumentation nichts taugt, dann sage mir, was daran falsch ist.
Allerdings unterstellst du mir, dass ich (angeblich) Menschen in die Naziecke stelle, nur weil sie die grenzenlose Zuwanderung thematisieren. Genau dieses habe ich oben in meinem Beitrag definitiv nicht getan. Außerdem gibt es diese grenzenlose Zuwanderung nicht mehr.
  • 29.12.2017, 16:23 Uhr
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